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Jakobswege/Pilgerreisen | Wandern Blog - Part 2

Shikoku-Pilgerweg Japan

10. Juni 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Jakobsweg auf Japanisch?

Bereits bei meiner ersten Pilgerschaft 2007 am Camino Francés erzählte mir ein Japaner von einem Pilgerweg in Japan. Dieser sei älter als der Jakobsweg in Spanien. Er habe ihn nach seinem Ruhestand gepilgert und sei nun hier in Spanien unterwegs. Auch in den Herbergen in Spanien sah ich öfter Aufkleber „Walking for Shikoku 88 temples“ JAPAN.

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Es gingen viele Jahre und Wegekilometer bei mir ins Land…. 2017 sollte nun endlich meine erste Pilgerschaft „außerhalb des christlichen Glaubens“ stattfinden. Ausgerüstet mit Landkarte, Reiseführer und schnell angelernten 500 Wörtern Japanisch startete ich Ende April das Abenteuer Shikoku.

Der Legende zufolge soll der buddhistische Mönch Kukai (774-835) selbst den Pilgerweg begründet haben. Wissenschaftliche Nachweise darüber gibt es nicht. Wallfahrten dürften sich wohl erst ab dem 12. Jahrhundert entwickelt haben. Auf den 1.140 Kilometern im Uhrzeigersinn um die japanisch Insel Shikoku besuchen die Pilger (japanisch: Henor) „88 TEMPEL“. Diese wiederum sind unterteilt in vier Stufen der menschlichen Entwicklung: Erwachen, Askese, Erleuchtung und Nirwana. In einem in Stoff gebundenen Buch sammeln die Henro an jedem Tempel eine Kalligraphie und einen Stempel als Nachweis für ihre Pilgerschaft.

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Die Anreise zu Tempel 1 gestaltete sich sehr einfach. Vom Namba-Zentralbahnhof in der Metropole Osaka (Bild unten)

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fährt mehrmals täglich ein Linienbus nach Takamatsu City auf die Insel Shikoku. Dieser hält auf einer für Pilger eingerichteten Autobahnhaltestelle unweit von Tempel 1. Beim ersten Tempel befindet sich auch ein Informations-Center für die Pilger. Hier kaufen die Henro Hut, weißes Oberhemd, weiße Hose, Gebetskette, Glocke, Tasche, Stola, Stock, Pilgerbuch und Pilgerstreifen. Auch ein Reiseführer in englischer Sprache ist hier erhältlich. Ich begnügte mich mir dem Hut, dem weißen Oberhemd dem Pilgerbuch und dem Stock. Aus Respekt vor der mir fremden Religion wollte ich mich nicht zum „Kurzzeit-Buddhisten“ machen.

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Wie auf den Wegen nach Santiago, gibt es auch auf dem Shikoku-Weg viele freiwillige Helfer. Einer dieser „Pilgerberater“ nahm mich sofort mit in seine Haus und bot mir grünen Tee an. Dann besorgte er mir eine Unterkunft in einem Henro-House am Ort. Im Henro-House fand gleich ein reger Austausch zwischen dem „Herbergsvater“ und mir statt. Am späteren Nachmittag ging ich zurück zum Tempel Nummer 1 um meine Pilgerschaft offiziell zu starten. In kunstvoller Schrift wurde der erste Eintrag in mein Pilgerbuch gemacht. Wie der Zu-fall es wollte, war gerade ein Fernsehteam eines Lokalsenders vor Ort, die eine Reportage über die Shikoku-Pilger machten. Dem Reporter fiel sofort mein europäisches Aussehen auf. Ich erzählte von meinen vielen Fußkilometern in Europa auf Jakobswegen und durfte gleich eine TV-Interview geben.

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Nach der ersten Nacht sollte meine Pilgerschaft starten. Die 88 Tempel verteilen sich sehr unregelmäßig um die Insel. So waren am ersten Tag meiner Tour bereits 9 Tempel zu besichtigen. Die meisten Henro bewältigen den Weg heute mit dem Auto. Von den mehreren hunderttausend Pilgern pro Jahr sind wenige tausend zu Fuß unterwegs. Allerdings steigt der Zahl der Fußpilger und Fahrradpilger seit einigen Jahren kontinuierlich an. Die Wegemarkierungen sind vorbildlich. Erfahrungen hierfür holte man sich auch am Jakobsweg ins Spanien.

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Leider ist oftmals auf Teerstraßen zu gehen, die aber fast immer eine separate Spur für Fußgänger haben. Gefährlicher als der Straßenverkehr sind die giftigen Schlangen in den Wäldern. Wer darüber zu viel nachdenkt, sieht irgendwann in jedem Zweig eine Schlage. Aber gerade diese Wälder, mit dem vielen Bambus machen die Tour so einzigartig.

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In Japan wird man als Fremder mit unendlicher Herzlichkeit aufgenommen, jedoch wird es als sehr unhöflich empfunden, wenn man unangemeldet ankommt. Ich ließ mir immer vom Betreiber der Unterkunft das Zimmer für den nächsten Tag reservieren. Hierzu wurde oftmals lange wegen einer geeigneten Unterkunft telefoniert. Billige Sammelunterkünfte sind selten. In den Tempeln gibt es oft einfache Zimmer die gratis benutzt werden können. Jedoch Vorsicht: Kommt eine Pilgerin, haben die Männer das Zimmer zu verlassen und nächtigten dann im Freien!

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Am zweiten Tag durfte ich gleich meine erste harte Bergprüfung bestehen. Zweimal von Meereshöhe auf fast 800 Höhenmeter. Wunderbare Berge mit Tempeln auf ihren Gipfeln.

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Nach den Bergen folgt ein längerer Abschnitt entlang der Küste bis zum Kap Muroto. Wie nach Santiago fand sich gleich ein Grüppchen, das sich zu einer Pilgergemeinschaft zusammenschloss. Etwas Englisch spricht hier jeder Henro. Zusammen gingen wir dann entlang der Tosa-wan Bay zum Kap Ashizuri, dem südlichsten Ort der Pilgerschaft mit Tempel 38. Der Pilgerweg fährt jetzt wieder nach Norden. Bei Tempel 52 gibt es die Möglichkeit, die Jet-Fähre nach Hiroshima zu nehmen. Ausländer zahlen den halben Preis. In Hiroshima nächtigte ich im Santiago-Guest-House!

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Zurück auf der Shikoku-Insel geht es weiter nach Osten. Die Erinnerung an Hiroshima begleitete mich noch mehrere Tage. An den letzten Pilgertagen stößt man auf besonders viele Tempel (Nummer 66 – 88), aber auch auf besonders steile Wege. Tempe 88 (Bild unten rechts) ist wieder nahe Tempel 1 (Bild unten links).

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31 Tage Pilgerschaft: Schlafen, Gehen, Tempel-Besichtigung, Essen, Unterhaltung. Wir Jakobspilger kenne dieses einfache und doch so erfüllende Leben alle sehr gut. Es gab sehr harte und auch einfache Tage. Hinauf zu den Tempeln führen viele, viele steile Treppen. Wer bisher dachte, dass unsere Kreuzweg lang und steil sind, der wird sie nach Shikoku als sehr einfache empfinden. Ich traf auf viele nette Menschen mit denen ich über Facebook noch immer Kontakt habe. Lebensmittelgeschenke bekam ich fast jeden Tag. Europäische Pilger sind sehr selten, jedoch traf ich auch Schweizer, Holländer, Franzosen und Engländer.

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Besonders nett fand ich die Begegnung mit zwei buddhistischen Nonnen aus Südkorea. Sie erzählen mir unter anderem von ihren komplizierten Kontakten mit (Untergrund)-Tempeln in Nordkorea. Bereits am Hinflug musste ein beachtlicher Umweg wegen Nordkorea geflogen werden. Das Thema Nordkorea belastet die Menschen in der Region sehr. Immer wieder wurde auf unsere doch so geglückte Wiedervereinigung hingewiesen. Zum Schluss unseres längeren Gesprächs mit den Nonnen landeten wir natürlich bei unseren Religionen. Wir einigten uns darauf, dass Jesus und Buddha sehr große Persönlichkeiten waren. Wenn der Dialog zwischen den Religion nur immer so einfach wäre…..

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Von den 1.140 Kilometern musste ich rund 150 per Zug fahren. Mehr als fünf Wochen Urlaub wurden mir nicht zugestanden. Die sechste Woche fehlte mir einfach. Die vorgeschlagenen 45 Tage für die ganze Strecke wären notwendig, wenn man alle Rituale in den Tempeln mitmacht. Ich habe in Tempeln geschlafen, ich ging mit den Mönchen zum Essen und in den „Gottesdienst“. Sie erklärten mir sehr viel. Parallelen zu unserer Religion sind sicherlich viele vorhanden. Denkt man nur an die „goldene Regel“.

Das japanische Essen – mit täglich Fisch und Salat schon zum Frühstück – war für die sportliche Herausforderung gut geeignet. Jedoch täglich Reis waren mir irgendwann zu viel. Ich entdeckte Spaghetti-Gerichte im Supermarkt.

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Manche Pilger sagen, dass man das Erlebnis Santiago nur einmal erlebt, oder dass man nur beim ersten Mal wirklicher Santiago-Pilger ist. Ich kann dem irgendwie zustimmen. Aber hier auf Shikoku in Japan war es für mich wieder ein erstmaliges Erlebnis.

Mit meinen neuen japanischen Freunden bin ich noch in Kontakt. Es gäbe da noch den 33-Tempel-Weg, der auch zusammen erpilgert werden könnte….. Er soll aber noch etwas anstrengender sein…..

Die ganze Geschichte über meine Pilgerschaft auf Shikoku schreibe ich gerade als Buch. Es gibt viel zu erzählen!

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Der „bayrischen Henro“ Bürger in Japan…  

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Neuigkeiten von den Caminos (und von mir) – I/2017

30. März 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Ein offizieller Camino für Landshut!!!

Die Verlängerung des Münchner Jakobswegs von Freising nach Landshut wurde seitens Landratsamt und Politik sehr positiv begrüßt. Auch der Nachweis über Pilgerschaften von Landshut nach Santiago de Compostela kann erbracht werden.

 

Das Projekt ist in voller Arbeit – Der Zeitungsartikel wird Realität.

Zeitungsbricht anlässlich der Pilgermesse:

Print-Artikel 'Pilger 16-16 ag'


Messe „Pilgern und Wandern“ war ein voller Erfolg

30. März 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Vor zwei Jahren veranstaltete ich in Landshut den „Ersten Landshuter Jakobspilgertag“. Hieraus wurde die Messe „Pilgern und Wandern“, als Messe in der Messe im Rahmen der Landshuter Umweltmesse.

Wohl alle 35.000 Besucher der Umweltmesse fanden auch den Weg zu den Ständen von „Pilgern und Wandern“. Ein enormes Interesse konnte der „Landshuter Höhenwanderweg“ verbuchen. Es wurden über 4.000 Karten ausgegeben. Auf meinem Stand war die Nachfrage nach dem Münchner Jakobsweg, dem Ostbayerischen Jakobsweg und dem Jakobsweg Böhmen-Bayern-Tirol besonders hoch.

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Natürlich durfte auch die Landshuter Traditionswallfahrt nach Altötting mit ihrem eigenen Stand nicht fehlen. Vielleich wird dadurch die Marke von 300 Pilgern im Mai wieder geknackt.

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Auch meine begleitete Pilgerreise mit Wandern.de von Sarria nach Santiago de Compostela wurde angeboten. Näher Infos unter: http://www.wandern.de/reise/z407/

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Viel Prominenz war am Freitag auf meinem Stand zu sehen….  u. a. Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz (Dritter von links)

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Ruth Amling, Wolfgang Schwenk (2. Vorstand und 1. Vorstand der Jakobsfreunde Passau) und Joachim Rühl (Präsident der Fränkischen St.-Jakobus-Gesellschaft) auf der Pilgermesse. (Personen von links nach rechts)

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Thair Abud (Zweiter von links) hielt einen Vortrag über seine Pilgerschaft von Santiago de Compostela nach Mekka. Wohl der längest Pilgerausweis der Geschichte Santiagos. Der Weg führte ihn über Qom im Iran, der Partnerstadt von Santiago de Compostela. Eine Pilgerschaft der absoluten Superlative…  Johann Graßer (Dritter von links) pilgerte von St. Wolfgang bei Erding nach Jerusalem.

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Der Zeitungsbericht der LZ vom 27.03.2017 nach der Messe:

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Von Heilsbronn nach Rothenburg ob der Tauber

11. März 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Zwei Tage auf dem „Mittelfränkischen Jakobsweg“ nach Rothenburg ob der Tauber….  Der Name des Ziels ist Grund genug für diese Pilgerschaft. Dieser Jakobsweg wurde 1995 eröffnet und beginnt in Nürnberg.

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Tag 1:

Gestartet bin ich am frühen Morgen in Heilsbronn. Die kleine Stadt mit weniger als 10.000 Einwohnern eignet sich vorzüglich als Startpunkt für die Zwei-Tages-Tour. Die Anreise ist mit der Bahn möglich. Unterkünfte gibt es in der Stadt.

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Das Münster des Klosters Heilsbronn ist wohl der kulturelle Höhenpunkt der Kleinstadt. Kirchenbesichtigungen sind erst ab 10 h möglich. Ich kannte das Innere der Kirche bereits aus einer früheren Reise. Leider finde ich die Bilder nicht mehr.

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Es folgen sehr schöne Waldwege zum Entspannen und „Seelebaumelnlassen“. Ich traf auf viel Jogger und Walker.

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Dann wird Großhasslach erreicht. Für Touristen hat man im Ort eine kleine Jakobsweg-Runde markiert. Ein sehr schöner Name für den Weg im WEG: „Vier Perlen am Jakobsweg“ Gleich neben der Kirche ist eine Metzgerei, die Gelbwurst im Naturdarm anbietet. Mein zweites Frühstück. …. viel wichtiger: Neben der Kirche ist das 2005 gebaute Jakobushaus!

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Es folgt der Aufstieg nach Forst. Das Wetter war im März bereits angenehm warm. Der Frühling ist nicht mehr weit.

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Belohnt wird der Aufstieg mit einem wunderbaren Rundblick. Nur wenige Kilometer auf dieser Anhöhe folgen…

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Über einen steilen Abstieg wird Weihenzell mit seiner Jakobskirche aus dem Jahr 1713 erreicht. Der Turm ist viel älter. Im Ort findet der Pilger und die Pilgerin auch Supermarkt und Gaststätte.

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Es folgt nach der kleine Ort Wernsbach (Johanniskirche), bis der Jakobsweg uns zum Tagesziel bringt.

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Die Ortschaft Lehrberg mit der Kirche Sankt Margaretha wird nach rund 25 Kilometern erreicht. Lehrberg hat gute 3.000 Einwohner.

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Sehenswert ist auch das Lehrberger Kappl. Ein sehr schöner erster Tag und fast schon Frühling…  Der Winterschlaf ist beendet!

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Tag 2:

Am nächsten Tag verläuft der Jakobsweg zunächst auf der Straße. Für Pilgernde, Radfahrer und Fußgänger hat man eine eigene Spur eingerichtet. Anschließend geht es bergan und durch sehr viel Wald.

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Hinab ins malerische Häslabronn – Ein Dorf, wie ein Museum! Wohl ein Höhepunkt der ganzen Pilgerschaft – Die Kirche St. Jakob war früher eine berühmte Wallfahrtskapelle. – Und es geht wieder bergan.

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Der erste Blick auf Colmberg folgt nach einer längeren Passage durch den Wald.

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Die Burg ist eine Spornburg und liegt auf 511 Meter. Besichtigungen im Außenbereich sind erlaubt, auch wenn die Burg heute als Hotel genutzt wird.

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Der Ort liegt im Tal und es geht steil begab. Hier findet man Gaststätten und Supermarkt. Hinter Colmberg wird es etwas ebener. Teils Teer, teils Feldweg führten zur nächsten Ortschaft.

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Namens Binzwangen – mit der Kirche St. Sebastian, Cornelius und Cyprian. Der markante Zwiebelturm wurde 1749 vom Eichstätter Bischof in Auftrag gegeben.

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Es folgt Stettberg (Wehrkirche St. Nikolaus-Kirche) und ein Auf und Ab bis schließlich der erste Blick auf das Ziel möglich ist. Ein Name wie eine Legende…

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Rothenburg ob der Tauber! – Über das Würzburger Tor erreicht der Pilgernde die wunderbare Stadt.

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Immer geradeaus geht es zur Jakobuskirche (Baubeginn 1311 – Hauptaltar zeigt Hühnerwunder), wo der Heilige uns schon als Statue erwartet. Ein Fotomotiv – nicht nur für Pilger und Pilgerinnen. Interessant ist der Westchor, der die Klingengasse überbaut. Hier befindet sich die Wallfahrtskapelle zum Hl. Blut.

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Für die Innenbesichtigung muss eine Eintritts-Karte gekauft werden. Bei Pilgern mit Ausweis macht man hier eine Ausnahme. Gut 35 Kilometer sind des von Lehrberg nach Rothenburg. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier mehr wie genug. Auch ich verbrachte die Nacht von Freitag auf Samstag hier.

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Wie oft werden diese Aufnahmen wohl schon im Netz sein?

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Auf nach Rothenburg ob der Tauber! Die vielen Chinesen und Japaner können doch nicht irren!!!

In Rothenburg fand am Samstag, den 11. März 2017 die Jakobusweg-Arbeitstagung von Pfarrer Dr. Oliver Gußmann statt. Zwei Tage „Pilgern“ und ein Tag „Arbeiten“….

(Fotos teilweise aus meinem Archiv)


Vortrag: 13.000 Kilometer auf Jakobswegen

17. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

10 Jahre auf Jakobswegen – 13.000 Kilometer

Hierzu gibt es zwei Spezialvorträge in Waldkraiburg und Erding:

Camino Francés, Via Franicgena, Via de la Plata, Via Podiensis, Camino de la Costa, Camino Portugues, Camino Primitivo, Camino de Levante, Jakobswege in Deutschland, Österreich und und und …..

Eine Reise durch (fast) ganz Europa auf Jakobswegen in einem Dia-Vortrag!

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Plakat 2 Plakat 9 - Kopie

 Vielleicht wollen Sie auch einen Weg pilgern….   Wer die Wahl hat, der hat die Qual. Nach diesem Vortrag werden Sie den richtigen WEG für Ihre Pilgerschaft gefunden haben!!!


Camino del Sureste für einen Tag

16. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Ich war in Alicante um Bekannte zu besuchen. Etwas Zeit zum „Pilgern und Wandern“ blieb trotzdem. Der Flug nach Spanien entlang der Küste ist immer wieder ein eigenes Erlebnis. Die Alpen und Pyrenäen im Schnee und dann der erste Blick auf des blaue Meer.

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Es war ein warmer Tag im Februar mit rund 17 Grad. In Alicante gingen wir zunächst hinauf zum Castillo Santa Bárbara. Mein erster „Berg“ in diesem „Frühjahr“.

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Der Aufstieg wird mit einem wunderbaren Blick über die Stadt belohnt. Hier waren bereits viele Touristen aus der ganzen Welt. Alicante hat rund 330.000 Einwohner und liegt natürlich an der berühmten Costa Brava.

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Nun folgte der Abstieg bei der Ermita Santa Cruz und eine Wanderung zum Playa de San Juan. Dann sollte der Aufstieg zum zweiten „Berg“ erfolgen. Die herrliche Serra Grossa wartete auf uns.

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Oben angekommen, kann man Alicante nochmals wunderbar überblicken. In der Sonne war bereits Frühling, im Schatten spürte man noch leicht den Winter.

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Das war der Wanderteil meiner Kurzreise. Jetzt folgte ein Tag „Pilgern“ auf dem Camino del Sureste:

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Ausgangpunkt ist die Basilica Santa Maria im historischen Zentrum von Alicante. Diese war am frühen Morgen natürlich verschlossen. Durch einen Spalt in der Tür war aber ein Blick nach Innen möglich.

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Auf einer Hauswand weist eine Tafel auf den Weg nach Santiago de Compostela hin. In Aliante kann man sich bei den Jakobsfreunden von Alicante ein Wegebeschreibung abholen. Jedoch sind die Markierungen sehr gut, so dass ein Verlaufen eigentlich nicht möglich ist. Deutsche Literatur ist nicht verfügbar, aber im Netz sind div. Berichte und Karten in spanischer Sprache zu finden.

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Über schone Plätze geht es dann vorbei es an der Kathedrale San Nicolás, die leider auch verschlossen war. Baubeginn war kurz nach 16oo.

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Es wird die Rambla gequert und es folgen Wohnviertel, Industriegebiet und ein Armenviertel bis schließlich der Friedhof von Alicante erreicht wird. Hier biegt man links ab. Die Großstadt ist nun durchwandert und der Blick auf die Berge ist frei.

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Die Wegemarkierungen sind vorbildlich. Auf meiner Pilgerschaft auf dem Camino de Levante traf ich einen Fahrradpilger, der diesen Weg mit dem Fahrrad fuhr. Er berichtete auch von der guten Beschilderung.

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Das Pilgern auf Teer ist schnell vorbei und es folgen die schönen Schotterweg, die alle Pilgernden so lieben.

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Hier war irgendwie schon Frühlingsanfang. Das Gras war schon satt grün und die Bäume standen in Blüte. Zuhause lag noch Schnee und es hatte starken Frost….

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Es werden nur ein paar kleiner Dörfer durchwandert. Auf kleinen Hinweisschildern wird man auch auf Bars am Weg hingewiesen. Ich hatte genug Proviant für die nächsten Kilometer dabei.

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Es folgt eine wunderbare Schlucht. Die Stille wurde nur durch ein paar Motor-Cross-Fahrer gestört. Auf und Ab – eine kleine sportliche Herausforderung.

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Schließlich folgt der Aufstieg nach Cueva de San Pascual. Eine Einsiedelei auf der Spitze des Berges. Der Abstieg bringt uns nach

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Orito. Am Hauptplatz des kleinen Ortes nahm ich mein Mittagessen in einer Bar ein. Wie schon so oft, ließ ich mir von allen Tapas ein wenig geben. Es war Samstag und die Bar war sehr gut besucht.

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Dann folgte ich weiter dem Kreuzweg, der vorbei an einer Ermita und schließlich zu meinem Tagesziel, der

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Iglesia de Nuestra Sra de las Nieves de Monforte del Cid führte. Ich war 27 Kilometer in rund 6 Stunden gegangen. Mit einem weinenden Auge war mir bewusst, dass meine Pilgerschaft heute erst begonnen hat und gleichzeitig wieder beendet war.

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Vom Busbahnhof im Zentrum der Stadt ging es zurück nach Alicante. Ein Tag auf dem Camino im Februar!!!

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In weiteren 6 Tagen wäre Albacete erreicht. Hier gelangt der Pilgernde schließlich auf dem Camino de Levante. Diesen durfte ich letztes Jahr genießen.


Unterscheidung zwischen Pilgern und Wallfahren

1. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Eine Frage, die mir schon oft gestellt wurde.

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Dr. Oliver Gußmann, Touristen- und Pilgerpfarrer in St. Jakob/Rothenburg ob der Tauber,

hat sich hierüber auch Gedanken gemacht:

 

Pilgern (kirchenlat. pelegrinus = Fremder, Wanderer)

fernes Ziel (Tausende Kilometer)

kleine Gruppe oder allein unterwegs, liturgisch offen

Fremdheitserfahrung, Grenzüberschreitung

Jerusalem, Rom, Santiago

 

 

Wallfahren (westgermanisch wallen = umherschweifen, unstet sein)

regionales Ziel (Tagesetappe)

große Gruppe

Gemeinschaftserfahrung wichtig, liturgisch feste Prägung

Katholische Wallfahrtsorte: Altötting, Tschenstochau

 

 


Auf dem Camino Catalán nach Montserrat

25. Januar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Ein Tag auf dem Camino Catalán

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In Bayern tobte der Winter mit Temperaturen weit unter Null. Warum nicht ein verlängertes Wochenende in Barcelona verbringen? Solche Entscheidungen fallen bei mir binnen Sekunden!

Egal wo in der Welt – spirituelle Orte sind immer meine erste Anlaufstelle bei den Stadtbesichtigungen. Barcelona bietet hiervon mehr als genug.

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Die Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia im gotischen Viertel steht heute ein wenig im Schatten der Sagrada Familia. Die Besichtigung sollte jedoch schöne Pflicht für jeden Stadtbesucher sein.

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Gleich neben unserem Hotel: Santa Maria del Mar, ebenfalls im gotischen Stil erbaut.

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Die Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família (vollständiger Name) muss wohl hier nicht beschrieben werden. Diese Bilder von der Sakrada Familie sprechen für sich. Fertigstellung in zirka 80 Jahren!

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Noch ein kurzer Blick vom Park Güell über Barcelona und schon war ich wieder auf einem Camino – dem Camino Catalán. Er führt von Barcelona über Montserrat nach Santiago de Compostela. In Logroño trifft er auf den Camino Francés. Vollständige Wegemarkierungen beginnen in Monistrol !

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Die Tageswanderung führte uns hinauf zur berühmten Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat. Ausgangspunkt für den Aufstieg ist der kleine Ort Monistrol de Montserrat.

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Der Camino Catalán nimmt hier den Weg durch den historischen Stadtkern und biegt in Höhe eines Parkplatzes schließlich ab. Die gewohnten gelben Pfeile sind gut zu sehen.

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Der Aufstieg ist anfangs sehr gemächlich. An vielen Stellen haben die Pilger einen wunderbaren Blick auf Monistrol und die herrliche Gebirgslandschaft. Der Boden war im Januar gefroren und gut zu begehen.

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Es folgen steile Treppen für die letzten Meter bis zum Kloster. Wir sind auf 721 Höhenmetern angekommen. Bereits 1980 war ich als Kind hier. Damals allerdings mit der Seilbahn.

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Oben sollte man den Blick auf des Meer und die Berge genießen. In Barcelona hatte es im Januar rund 16 Grad. Bei Sonnenschein ist dies für Deutsche ein Frühlingsgefühl.

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Hier beim Kloster waren die Temperaturen erheblich niedriger, doch bei wolkenfreiem Himmel kam kein Gedanke an Winter auf.

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In der herrlichen Kirche war diese kurze Pilgerschaft auch schon wieder beendet. Kurz vor Sonnenuntergang war auch der Abstieg wieder geschafft.

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Im Klosterladen konnte ich das Buch über den Camí de Sant Jaume erwerben. Ein Reiseführer über den Weg in katalanischer Sprache geschrieben. Im Oktober will ich von hier meinen Camino Catalán starten. Natürlich berichte ich wieder hier im Wanderblog.

Alexander Bürger


Partnachklamm – Fotoimpressionen

11. November 2016 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

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Partnachklamm

Weniger als ein Kilometer – aber wunderbar!!!

Eines der schönsten Naturdenkmälern Bayerns

Am Parkplatz am Olympia-Stadion geht es los. Rund ein Kilometer sind es zum Eingang in die Klamm.

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Bergspiritualität in Vollendung…

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Nach den Schluchten von Kreta folgten bei mir die Schluchten von Südbayern.

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Ein Besuch lohnt zu jeder Jahreszeit!!!!

Garmisch-Partenkirchen ist mit Auto und Zug gut erreichbar.