Wandern auf den Kanaren – Blog Dagmar von „Siebeninseln“

12. Juli 2018 | Von in Europa

Sieben Inseln – Wandertouren und Sehenswertes rund um die kanarischen Inseln

Wie ist der Blog Sieben Inseln entstanden? Nun, ich liebe die kanarischen Inseln und das Wandern. Da ich mehrere Monate im Jahr auf Teneriffa lebe, streife ich insbesondere gerne mit meinem Labrador über die große Kanareninsel Teneriffa. Doch nicht nur Teneriffa ist sehenswert und bietet für Wanderer wunderschöne Wandertouren. Auch die Nachbarinseln haben es mir angetan. Alle sieben kanarischen Inseln haben ihre typischen Besonderheiten und bieten einmalige Wandererlebnisse. Da ich schon immer gerne fotografiert und geschrieben habe, habe ich angefangen meine Wandertouren aufzuschreiben. Mit kostenlosen Tracks und vielen wertvollen Informationen ist der Blog mittlerweile bei Wanderern, die auf den kanarischen Inseln wandern möchten, recht beliebt.

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Wanderung auf den höchsten Berg Jordaniens, den Jabal Umm ad-Dami (1854m)

5. Juli 2018 | Von in Weltweit

Heute berichte ich über eine eher ungewöhnliche Bergwanderung. Wohl kaum jemand kommt auf die Idee, in Jordanien auf Berge zu steigen. Uns bot sich diese Gelegenheit im Rahmen einer Tour durch die Wadi Rum Wüste. Nach einem Sonnenaufgangsfrühstück fuhren wir einige Wüstenkilometer im offenen Jeep unseres Beduinenführers Ayid zum Fuße des Jabal Umm ad-Dami, der im Grenzgebiet zu Saudi-Arabien liegt.

Noch eine Besonderheit erwartete uns: über Nacht hatte es dort geschneit! Ein sehr seltenes Phänomen in der Wüste, Ayid selbst hatte dies zuvor noch nie erlebt. Es erschwerte ihm etwas die Orientierung auf dem Weg zum Gipfel, aber nach zwei Stunden über kleine Felsen und einen unmarkierten Weg konnten wir ein unglaublich schönes Panorama bewundern! Auf der einen Seite die Wadi Rum, auf der anderen Saudi-Arabien mit einem kleinen militärischen Vorposten in Sichtweite. Wir konnten uns gar nicht sattsehen (und -fotografieren) und blieben fast eine Stunde auf dem Gipfel, den wir ganz für uns allein hatten. Wen es je in die Wadi Rum verschlagen sollte, dem empfehle ich diese kleine Tour, es lohnt sich!

Wer mehr über unseren Jordanientrip wissen möchte, findet einen Bericht auf meiner privaten Webseite!

Euer Heiko

www.heikosadventures.com


Pilgerwandern: Von Kelheim nach Eichstätt am Ostbayerischen Jakobsweg

7. Juni 2018 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Eine 3-Tages-Pilgerschaft am schönsten Abschnitt des Weges

 

In Kelheim an der Donau werden die PilgerInnen mit der Geschichte des Weges auf einem Plakat hingewiesen. Dieser Jakobsweg führt auf 270 Kilometern von der deutsch-tschechischen Grenze bei Eschlkam nach Donauwörth. Für den ganzen Weg sind 10 – 14 Wandertage vorgesehen.

Jetzt geht es immer der Muschel nach…  Bereits nach wenigen Kilometern folgen die „Highlights“ des Weges. Zuerst erreicht man das Klösterl kurz hinter Kelheim – eine ehemalige Einsiedelei, der heute als Ausflugslokal dient. Eine erste Pause für alle PilgerInnen.

Dann folgt der Donaudurchbruch auch „Weltenburger Enge“ genannt, bis schließlich das weltberühmte

Kloster Weltenburg erreicht wird. Hier sollte unbedingt das berühmte Bier gekostet werden. Ein kleines Boot wartet am Ufer immer auf Pilger für die Überfahrt zum Kloster. Das Kloster bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten die JakobspilgerInnen.

 

Es geht über die Donau mit der Autofähre bei Stausacker und durch Wälder, die wunderbar Schatten spenden. Eine besondere Attraktion ist der Nachbau eines römischen Signalturm. Die Gegend hier ist Hopfenanbaugebiet.

Schließlich wird Altmannstein erreicht. Beim Besuch der Kirche (Pilgerstempelstelle) sollte unbedingt das Hochaltar-Kreuz von Iganz Günther besichtigt werden. Der Ort eignet sich für die erste Übernachtung, bis es am nächsten Tag weitergeht.

Die berühmte Salvator-Wallfahrtskirche von Bettbrunn liegt nun am Weg. Der Ort wird heute noch von vielen Wallfahrern aus Nah und Fern aufgesucht. Das Deckenfresko erzählt von der lange Tradition der Wallfahrt nach Bettbrunn.

Durch den Köschinger Forst führt der Weg über Stammham nach Böhmfeld. Im Wald sind Kilometer-Tafeln für PilgerInnen aufgestellt. Der Weg nach Santiago würde wohl noch rund drei Monate dauern.

Hier in Böhmfeld kann man gut die zweite Nacht verbringen. Auf wunderbaren Wegen gehen wir unseren 3-Tage-Ziel entgegen.

Ein kurze Pause im kühlen Wald und eine weitere Pause an der Pilgerraststelle in Pfünz stand auf unserem Programm.

Nun geht es entlang der Altmühl bis Eichstätt. Zuerst wird die Katholische Universität Eichstätt erreicht. Auf wunderbaren alten Gassen geht es durch die Stadt.

 

Der Dom St. Salvator und U. L. Frau und St. Willibald bildet dann das kulturelle Ende der Tour. Ein herrliches verlängertes Wochenende….


Wanderung zum Schoberstein am Attersee

8. Mai 2018 | Von in Alpen, Europa

Blick vom Schoberstein Gipfel auf den Attersee

Liebe Wanderfreunde!

Die Wandersaison ist eröffnet und auf der Suche nach neuen Gipfeln in der Umgebung hat es uns diesmal nach Oberösterreich an den Attersee verschlagen. In Weißenbach am Attersee befindet sich der Aufstieg zum Schoberstein (1037m), von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf den Atterssee, das Weißenbachtal, das Salzkammergut und den Mondsee genießen kann.

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Wandernd die Schönheit Ostbelgiens entdecken

10. April 2018 | Von in Europa

Wandern im Osten Belgiens

Julia (34) und Jessica (35) lieben ihre Heimat, in der sie aufgewachsen und gemeinsam zur Schule gegangen sind. Es geht um die kleine deutschsprachige und im Osten Belgiens gelegene Region „Ostbelgien“. Jessica hat Ihre Leidenschaft fürs Wandern Ende 2015 durch Julia entdeckt. Nun wandern beide gemeinsam jeden Sonntag bei Wind und Wetter durch das schöne Ostbelgien. Um auch andere Wanderer für ihre Region zu begeistern, gründeten sie Anfang 2016 auf Facebook die Gruppe „Wandern in Ostbelgien“. Mittlerweile hat die Gruppe schon 750 Mitglieder, von denen im Schnitt 20 Mitglieder Sonntags mitwandern.

„Die Mitglieder unserer Wandergruppe sagen uns, dass die Wanderungen in Belgien wie Urlaub seien. Sie seien selbst überrascht, wie viel es in unserer Region zu entdecken gibt. Durch unsere Wanderungen, wissen sie nun die Schönheit unserer Region noch mehr zu schätzen.“

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Münchner Jakobsweg – Besinnliche Wandertour mit zahlreichen Highlights

29. März 2018 | Von in Deutschland

Es gibt viele Wege, die nach Santiago de Compostela im spanischen Galicien und somit zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus führen. Die Jakobswege schlängeln sich durch ganz Europa und hatten seit jeher nur ein Ziel. Pilger und auch weniger religiös ambitionierte Wanderer haben somit zahlreiche Möglichkeiten, Pilgerrouten zu folgen, wobei sie sich in der Regel nur kleine Teilstrecken vornehmen und Pilgerstätten einzelner Regionen besuchen. Eine landschaftlich äußerst reizvolle Route bildet der Münchner Jakobsweg, der von München nach Bregenz am Bodensee führt. Den Wanderer erwarten sehenswerte Kirchen und Klöster, fantastische Panoramen und besinnliche Streifzüge durch die Natur.

 

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Wandern und Pilgern in Moldawien

28. März 2018 | Von in Europa, Jakobswege/Pilgerreisen

Moldova – Discover the routes of life

Auf der Suche nach mir unbekannten Ländern zog es mich Ende März 2018 nach Moldawien (Republik Moldau). Ich rechnetet nicht mit einem Winterurlaub, aber es gab starken Schneefall. Dadurch musste das Besichtigungs- und Wanderprogramm etwas umgestellt werden.

Chișinău – Die Hauptstadt

Von Frankfurt über Wien ging es nach Kischinau (Chișinău). Durch das „Tor von Chișinău“ (so werden die sozialistischen Wohnbauten am Eingang der Stadt genannt) gelangt man ins Zentrum.

Der Bd. Ștefan cel Mare și Sfânt ist die Repräsentationsstraße der Hauptstadt mit ihren rund 700.000 Einwohnern. Dieser zieht sich auf über zwei Kilometer durch das Zentrum der Stadt. Schicke Geschäfte, Märkte, Gebäude aus den letzten beiden Jahrhunderten findet man entlang der breiten Straße.

Will man diese Straße spirituell erwandern, bildet die Ciuflea-Kathedrale am Ostende der Straße einen schönen Ausgangspunkt. Die Auferstehungskathedrale im Zentral-Park ist wohl eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. In der Fastenzeit bildeten sich lange Schlangen vor dem Eingang.

Am Stadtrand, nahe eines kleinen Seegebiets, steht ein Freilichtmuseum mit zwei alten Holzkirche. Diese Gegend kann auch für kleinere Wanderungen genutzt werden.

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Wandergebiet Orheiul Vechi

Die Flussschlaufen des Răut und der historisch-archäologische Komplex von Orheiul Vechi sind die Hauptsehenswürdigkeiten des Landes. Bei gutem Wetter bieten sich hier atemberaubende Ausblicke. Die Gegend ist das Wandergebiet Nummer 1 des Landes und als staatliches Kultur- und Naturschutzgebiet anerkannt.

Trotz Schnee und Wind wanderten wir zum Glockentürmchen des Höhlenklosters, der zugleich der Eingang in die unterirdische Welt ist. Freundlich wurden wird vom Mönche des Klosters empfangen. Natürlich hatte er nicht mit Pilgern bei diesem Wetter gerechnet.

Von der Veranda des Klosters (Vorsicht nicht gesichert) hat der Wandernde nochmals einen wunderbarer Ausblick auf den Fluss und die Felsen. Dann ging unsere Winterwanderung weiter zur Marienkirche.

Auch hier wurde nicht mit uns gerechnet. Nach der Kirchenbesichtigung ging es wieder hinab ins Dorf. Hier entstehen immer mehr kleine Pensionen, die Wanderern Unterkunft bieten.

Ein kleines Museum gibt einen Einblick in ein Leben aus längst vergangener Zeit.

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Von Pokrowka zum Kloster Rudi

Der Schneesturm war am nächsten Tag vorbei und die Landschaft erstrahlte in herrlichem Weiß. Mit dem Bus ging es zur Ortschaft Pokorwka. Der Ort ist das Zentrum der orthodoxen Altgläubigen. Religion wird hier noch in sehr traditioneller Form gepflegt.

Vom Dorf wanderten wir zum Kloster Rudi. Auch in diesem Frauenkloster gelten noch sehr strenge Regeln. Am Eingang werden an Frauen Röcke verteilt. Das Leben der Nonnen ist geprägt von Gebet und Stille.

Die Klosterkirche wird zurzeit einer grundlegenden Renovierung unterzogen. Eine wunderschöne Winterwanderung!

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Soroca

Die Festung der Stadt aus dem Jahre 1546 ist wohl das historische Highlight der Stadt Soroca. Eine Besichtigung sollte nicht versäumt werden. Die Stadt Soroca liegt am Fluss Dnister, der hier Grenzfluss zur Ukraine ist. Leider sind Überfahrten mit der Fähre nur für Einheimische möglich.

Bekannter ist die Stadt natürlich für Ihre „Zigeunerpaläste“. Eine Wanderung auf den sog. Zigeunerhügel ins Viertel der Sinti und Roma sollte bei keiner Stadtbesichtigung fehlen. Mit viel Fantasie, aber oft ohne Geschmack, werden hier die verrücktesten Villen gebaut.

Auch die Kirche im Viertel der Sinti und Roma mit ihrem Friedhof gewährt uns einen Einblick in ein anderes Leben. Bei gutem Wetter sollte man noch den Aufstieg zur „Kerze der Dankbarkeit“ am Stadtrand machen. Wegen des vielen Schnees leider für uns nicht möglich.

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Zum Koster Saharna

Ebenfalls im Schnee fand unsere Wanderung zum Kloster Saharna statt. Leider konnte der Aufstieg zum Fußabdruck der Gottesmutter und zum Höhlenkloster nicht erfolgen.

Das Kloster kennt keine Nachwuchsprobleme. Eintrittswillige müssen sich in eine Warteliste eintragen. Der Komplex wird dadurch ständig erweitert.

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Transnistrien

Einreisen in das abtrünnige Territorium am linken Ufer des Dnisters sind inzwischen relativ problemlos möglich. Die Pässe am Grenzübergang werden elektronisch gelesen und die Wartezeit auf ein 10-Stunden-Visum verkürzt sich dadurch erheblich. Dort angekommen fühlt man sich in die Zeit der Sowjetunion zurückversetzt.

Die Festung der Stadt Bender ist natürlich Pflichtprogramm. Diese Stadt gehört schon zu „Transnistrien“ (Ausnahme die Vorstadt), obwohl sie noch am rechten Ufer des Flusses liegt.

In Tiraspol (Hauptstadt Transnistriens) führte uns der Weg zur Kathedrale, die ein Schmuckstück in der sozialistischen Einheitsstadt ist. Auch wenn es in den letzten Jahren zu diversen Annäherungen mit Moldawien kam, so kennt man hier doch die fast 30jährige Trennung. Es entstand eine De-Facto-Staat mit Russisch als Amtssprache, eigener Währung und eigener Regierung. Bis heute jedoch von keinem Staat der Welt anerkannt.

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Gagausien

Wie Transnistrien versuchte auch Gagausien nach der Wende den Weg in die Unabhängigkeit. Schließlich einigte man sich aber auf eine Autonomie. Hier setzte der kräftigste Schneesturm dieser Reise ein. in Comrat der  Hauptstadt lohnt insbesondere die Kathedrale einer Besichtigung.

Aber auch viele kleine Dorfkirchen sind sehr sehenswert….   Nach dem Schneesturm kam der Saharastaub und aus Weiß wurde Rosa. Eigenlicht wunderschön!!!

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Moldawien – Eine wunderbare (Winter)-Reise……

Moldawien – Das Land der Wegekreuze…..

und natürlich…  Moldawien – Land mit dem größten Weinkeller der Welt!!!


Wanderung durch die Brandenberger Kaiserklamm in Tirol

21. März 2018 | Von in Deutschland

Liebe Wanderfreunde!

Ca. 25min entfernt von der Abfahrt Kramsach auf der Tiroler Inntalautobahn von Rosenheim nach Innsbruck liegt die Brandenberger Kaiserklamm. Vom kostenlosen Parkplatz beim Kaiserhaus aus sind es 300m bis zum Eingang der Klamm. Auf einem ca. 1km langen Wanderweg durch die Schlucht kann man das Tosen der Brandenberger Ache an spektakulären Aussichtspunkten beobachten und mit etwas Glück wagemutige Wildwasserkajakfahrer bewundern.

Der felsige Weg ist zwar schmal, aber gut gesichert und ohne größere Anstrengung zu bewältigen. An einigen Stellen kann man sich gemütlich niederlassen und die Naturgewalt auf sich wirken lassen. Am Ausgang gibt es dann sogar die Möglichkeit, ungefährdet im Wasser zu baden, was wir natürlich bei den heißen Temperaturen gerne zu einer Erfrischung genutzt haben.  Beim Rückweg hat man dann die Wahl, zurück durch die Klamm oder über den Forstweg zu gehen. Der Weg ist von April bis November begehbar und lediglich bei starkem Regen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Eintritt ist frei. Bei der Rückkehr bietet es sich dann an, beim Kaiserhaus lecker zu schmausen und bei einem Radler das herrliche Wetter im Biergarten zu genießen! Und wer nach der kurzen Wanderung noch nicht ausgelastet ist, hat im Alpbachtal die Möglichkeit, zahlreiche weitere Wanderwege auf Almen, um Seen oder auf Berggipfel wie die Voldöpper Spitze, über die ich noch berichten werde, zu beschreiten.

 

Viel Spaß beim Erkunden des schönen Tirols!

Euer Heiko

www.heikosadventures.com

 

 


Alexander Bürger

20. März 2018 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Über 15.000 km auf Jakobswegen und Pilgerwegen durch Europa und die Welt

 

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Nach vielen Reisen auf allen Kontinenten suchte ich 2007 eine neue Erfahrung. Ferne Länder waren mir inzwischen bekannt. Warum nicht den Camino Francés nach Santiago de Compostela pilgern? Eine Idee, die mich nicht mehr losließ. Keine 300 km pro Tag mit Bus oder Auto, nein – 25 km pro Tag – zu Fuß!
Die ersten Schritte auf dem berühmtesten Jakobsweg empfand ich als anstrengend. – Aber eben nur die ersten Schritte. – Der Körper gewöhnte sich sehr schnell an seine Tagesaufgabe und es setzte ein Gefühl von Freiheit und Glück ein. Das Lebensnotwendigste auf dem Rücken, wenig Luxus, aber sehr viel Unabhängigkeit. Ein einfaches Leben, aber ausgefüllt von Unterhaltungen mit Menschen am Weg und Menschen auf dem Weg.
Wieder Zuhause angekommen, konnte ich mich nicht damit abfinden, dass dieses Leben nun zu Ende sein sollte. Zurück in eine Welt von Konsum, Oberflächlichkeit und Hektik?

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Wanderblog: Romy auf Etappen-Wandertouren in Europa

15. März 2018 | Von in Deutschland

 

Wanderblog für Mehrtagestouren in Europa

von Romy

Landstriche oder Inseln zu Fuß von Ort zu Ort zu erkunden, hat einen ganz besonderen Reiz. Man ist in Bewegung, tut etwas für sich und seinen Körper und lernt das fremde Land auf eine intensive Art kennen. Die Blumen am Wegesrand, den Greifvogel in der Luft oder kleine, versteckte Örtchen – all dies würde einem entgehen, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Dabei kommt man beim Wandern oft schneller voran, als man anfangs meint.

Dieses Etappenwandern ist heute eine richtige Leidenschaft für mich geworden. Da ich ein Faible für Planung und Organisation habe, stelle ich mir meine Mehrtagestouren oft selbst zusammen – logischerweise verbunden mit dem ein oder anderen Fallstrick, wenn ich meine Planung in die Tat umsetze. Ein Weg, der plötzlich im Dornengestrüpp endet, ein Abstieg, der sich als Klettertour entpuppt oder eine Querung durch den Wald, die mit hüfttiefen Wasserlöchern übersäht ist. Doch eigentlich mag ich diese kleinen Abenteuer, die einiges an Improvisationstalent erfordern. Über meine Wanderungen und die kleinen Abenteuer habe ich angefangen, einen Wanderblog zu schreiben.

Wie ich zum Wandern kam

Doch von Anfang an: vor knapp zehn Jahren, mit Ende Zwanzig, fand ich Wandern noch ziemlich blöd. Da gab es eine Bank, die mit dem Slogan „Nach Mallorca? – also wir sind ja immer in den Harz gefahren!“ Werbung machte und wahrscheinlich bei mir Aversionen gegen das Wandern weckte, auch wenn ich nun wahrlich kein Mallorca-Fan war. Und ausgerechnet in diesem Jahr fahre ich zum Wandern in den Harz und auf den Fernwanderweg GR 221 nach Mallorca – wie das Leben eben manchmal so spielt.

 

 

 

Schuld an dieser Wanderleidenschaft ist übrigens ein kleiner Bergsee in den österreichischen Alpen. Ziemlich spontan, ich war in der Nähe beruflich unterwegs, meinte ich, ich könnte ja mal Wandern gehen. Also kaufte ich einen Tageswanderrucksack und eine Wanderkarte und legte los. Mit Sneakers und Jeans startete ich völlig unbedarft meine erste Bergtour. Knapp 200 Höhenmeter später, nach Luft schnappend und völlig fertig, verfluchte ich meine Wanderung als Schnapsidee und schwor mir mehr als einmal, so etwas Dummes nie wieder zu tun. Durch die Sohle meiner Sneakers drückte jeder Stein, meine Knie zitterten und meine Lunge pfiff auf dem letzten Loch. Ich weiß nicht mehr wie ich es die 800 Höhenmeter auf den Berg schaffte, aber der Anblick, als die Berge sich im glasklaren Bergsee spiegelten, war so umwerfend, dass mich ab diesem Moment das Wandern gepackt hatte.

Touren in Europa

Seither habe ich viele Touren in den Alpen gemacht. In Südtirol, im Chiemgau und im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich. Zudem sind einige Etappen-Wanderungen in Kroatien, auf La Gomera und Gran Canaria hinzugekommen. Dabei ging es immer von Ort zu Ort, nur mit Rucksack bewaffnet. Bisher waren nur teilweise die typischen Fernwanderwege dabei. Meist wandere ich auf selbstgeplanten Strecken und zumindest auf einer Etappe auch in ursprüngliche Gebiete der Gegenden, wo der Tourismus noch nicht sonderlich Einzug erhalten hat. Las Hayas auf La Gomera oder Juncalillo auf Gran Canaria gehören dazu. Aber natürlich wandere ich auch durch die tollen Bergwelten, die jeder Wanderer auf den Inseln gesehen haben muss. Auf La Gomera zum Beispiel habe ich die beiden Fernwanderwege GR 131 und GR 132 kombiniert, auf Gran Canaria gehörte die Bergwelt um San Bartolomé und Tejeda zum Pflichtprogramm.

 

 

 

 

Mein Blog soll Gleichgesinnte bei der Wahl des Wanderziels inspirieren und Planungshilfe sein. Deshalb gibt es auch viele Bilder und GPS-Tracks. Deren Nutzung setzt aber voraus, dass man sich über das eigene Leistungsvermögen, seine Trittsicherheit und Kondition im Klaren ist. Nicht jeder Weg ist etwas für ungeübte Anfänger.

 

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