Von Samstag bis Sonntag sollte mich die Via Nova von Straubing über Sünching zur Napoleonshöhe bei Eggmühl führen. Start- und Zielpunkt sind gut mit der Bahn erreichbar. Der Pilgerschaft stand also nichts im Wege! Die Verlängerung des „Weges“ bietet „neue“ Möglichkeiten für kürzere Touren, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Nicht jeder hat mehrerer Wochen für seine Pilgerschaft.

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Samstag:

Am Ausgangspunkt in Straubing besichtigten wir die frisch renovierte Jakobuskirche (Bild 3 und 4) und die Jesuitenkirche (Bild 5 und 6). Die Stadt war gefüllt mit „Shoppern“. Seit ich so viel mit dem Rucksack unterwegs bin, hat sich mein Konsumverhalten erheblich geändert. WENIGER ist oftmals MEHR. Dies kann der Träger von Pilgergepäck wohl am besten nachvollziehen.

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Vorbei am bekannten „Gäubodenvolksfestplatz“ ging es bis zur Donau. Dann geht man rund zwei Kilometer entlang des „blauen“ Flusses, bis zur Einmündung der Großen Laber. Die Via Nova folgt dem kleinen Fluss mit dem großen Namen auf einem Schotterweg.

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Ein kleiner Abstecher nach Rain mit seiner Kirche „Verklärung Christi“ lohnt. Hier war gerade eine Hochzeit, die ich nicht stören wollte. Die Kirche hätte ornamentale Fenster von Josef Oberberger. In Rain kann man sich gut mit Proviant für die weitere Reise eindecken.

Es geht weiter auf schönen Wiesenwegen entlang der Großen Laber.

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Jetzt liegt Schönach auf dem Weg. Zuerst wird die Friedhofskirche erreicht, die zurzeit renoviert wird. Eine Bautafel lässt schon auf das künftige Schmuckstück blicken. Der Ortskern war reich geschmückt als ich zur Kirche Maria Rosenkranz kam. Man feierte das Gründungsfest der KBV Schönach.

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Auf der Teerstraße, die zugleich Kreuzweg ist, pilgert man unweit der Großen Laber in Richtung Süden. Nach der Überquerung des Flusses verläuft die Via Nova auf einem Wiesenweg bis Sünching. Hier sollte auch das Tagesziel sein.

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Sonntag:

Am nächsten Tag setzten wir die Tour fort. Zuvor wurde die Johanneskirche besichtigt. In allen Kirchen entlang des Weges liegen Pilgerstempel aus. Sünching hat gut 2.000 Einwohner und bietet somit für Pilger alle Versorgungsmöglichkeiten. Ein Bahnanschluss ist ebenfalls vorhanden.

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Jetzt gingen wir weiter nach Niederhinkofen. Kurz vor der kleinen Kapelle biegt der Weg links ab.

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Dann kommt der erste Blick auf Aufhausen mit seinen zwei Kirchen. Der Ort ist das „Highlight“ dieser Zwei-Tages-Wanderung. Der Ort hat rund 1.800 Einwohner.

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Die Pfarrkirche S. Bartholomäus wurde zuerst besichtigt. Ihr Turm ist in seinem unteren Geschoss romanischen Ursprungs.

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Dann folgte die Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria Schnee. Das Kloster Aufhausen wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts durch Johann Georg Seidenbusch gegründet.

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Man sollte unbedingt einen Blick in den Brunnen werfen und den Meditationsgarten besuchen. Der Garten eignet sich auf vorzüglich für das Mittagspicknick.

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Bei den Kirchen in Aufhausen erfolgt dann der Abstieg ins Tal der Großen Laber und es geht weiter nach Pfakofen. Hier ist der kleine Fluss zu überqueren.

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Vom anderen Ufer hat man einen Blick auf die Kirche St. Georg. Im Ortsteil Rogging geht es wieder auf das andere Ufer. Hier wird auch der Wolfgangweg von Regensburg nach St. Wolfgang am Wolfgangsee gekreuzt. Diesen bin ich vor zwei Jahren gepilgert.

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Jetzt waren es noch ein paar Kilometer nach Unterdeggenbach/Eggmühl. Man sollte unbedingt die alte römische Brücke beachten.

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Hinauf zur Napolenonshöhe und die Pilgerschaft ins „Ziel“ bringen! – Das war nun das Motto. Oben hat man einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Orte mit den vielen Kirchen. Ein herrlicher Abschluss für diese Pilgerschaft, auch wenn der Hügel eine kriegerische Vergangenheit hat…

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Die neue Via-Nova-Strecke ist vorbildlich markiert. Neben den Einkehrmöglichkeiten wird auch auf Toiletten hingewiesen.

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(Straubing – Sünching rund 21 Kilometer, Sünching – Napoleonhöhe rund 19 Kilometer)