Schober Salzkammergut

Liebe Wanderfreunde!

Heute möchte ich Euch den Aufstieg zu meinem Hausberg, dem Schober, mit seinem unvergleichlichen Sieben-Seen-Panoramablick über das Salzkammergut, das Innviertel bis hin zu den Berchtesgadener Alpen schmackhaft machen! Der Aufstieg führt auf dem sehr gut ausgeschilderten Weg Nr. 10 (gelbe Beschilderung) vom Parkplatz des Forsthauses Wartenfels auf 924m über die Ruine Wartenfels (1021m) bis zum Gipfelkreuz auf 1328m. Über den südlich gelegenen Nebengipfel, den Frauenkopf (1303m),  kann man mit herrlichem Blick auf Fuschl am See die Schoberrunde hinabsteigen.

Wegbeschreibung:

Der Weg startet gleich vom Parkplatz des Forsthauses Wartenfels aus.

Forsthaus Wartenfels

Forsthaus Wartenfels

Gegenüber dem Eingang zum Forsthaus steht eine Tafel mit einer handgemalten Wartenfels Wanderkarte, auf der man die Route überblicken kann.

Forsthaus Wartenfels

Forsthaus Wartenfels

Wartenfels Wanderkarte

Wartenfels Wanderkarte

Am Forsthaus rechts vorbei führt der Forstweg in einen Laubwald hinein. Nach wenigen Minuten gabelt sich der Rundweg. Links führt der kürzere Weg auf der Nordwestseite zum Schobergipfel über die Ruine Wartenfels. Geradeaus geht’s weiter zum Weg über den Frauenkopf zum Schobergipfel, der etwas länger und aufgrund der Geröllpassagen etwas rutschiger, dafür weniger steil und anspruchsvoll ist. Ich nehme immer den steilen Aufstieg über die Wartenfelsruine und häufig den sanfteren Abstieg über den Frauenkopf.

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Beschilderung Schoberrundweg

Vorbei an Wildblumen und über allerlei Wurzeln steigt man über einen Trampelpfad durch den Laubwald, bis man nach ein paar weiteren Minuten die Ruine Wartenfels erreicht hat.

Aufstieg zur Wartenfels

Aufstieg zur Wartenfels

Aufstieg zur Wartenfels

Aufstieg zur Wartenfels

 

Den kurzen Aufstieg zum Aussichtspunkt der Ruine über Steinstufen und Metalltreppen sollte man sich nicht entgehen lassen. Es bietet sich eine schöne Aussicht in Richtung Westen gen Salzburg, den Nockstein, den Gaisberg sowie auf Thalgau. Im Süden erblickt man erstmals Teile des Fuschlsees. Im Norden locken der Irrsee und der Mondsee.

Blick auf den Fuschlsee

Blick auf den Fuschlsee

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Blick in Richtung Westen nach Salzburg

Von der Ruine aus geht es dann in Serpentinen durch den Nadelwald weiter, hier ist der steile stufige Weg teils mit Holzgeländern gesichert.

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Aufstieg zum Schober

 

Auf ca. der Hälfte der Strecke lichtet sich der Wald und weitere herrliche Ausblicke gen Süden erfreuen das Auge.

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Blick auf den Fuschlsee

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Blick auf die Ruine Wartenfels

 

Der Weg wird zunehmend steiler und entwickelt sich am Ende beinahe zu einem Klettersteig auf dem man sich am Stahlseil festhaltend über Felsblöcke, Trittklammern und Metallleitern, zum Gipfel vorarbeitet.

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Aufstieg zum Schober

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Aufstieg zum Schober

 

Hier heißt es dann zunächst einmal verschnaufen und dabei das grandiose 360 Grad Panorama des Alpenvorlandes bewundern!

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Blick auf die Salzkammergutberge

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Blick auf die Salzkammergutberge und gen Westen

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Blick auf die Schatzwand, die Drachenwand, den Schafberg, den Mondsee, den Attersee, den Wolfgangsee und weitere Salzkammergutberge

 

Zu den bereits bekannten Stellen gesellen sich Ausblicke auf die östlichen Enden des Mondsees und des Fuschlsees, auf den Wolfgangsee, den Attersee, die Salzkammergutberge (Drachenwand, Schafberg, Zwölferhörndl, Osterhorngruppe mi dem charakteristischen Schmittenstein, …) bis hin zu den Berchtesgadener Alpen. Bei guter Sicht lassen sich im Westen der Wallersee und der Mattsee meist als Spiegelflächen des Sonnenlichts erkennen.

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Am Gipfelkreuz kann man sich ins Gipfelbuch eintragen und das obligatorische Gipfelfoto von einem der anderen Berggeher machen lassen. Bei schönem Wetter läd der Gipfel zum Verweilen ein, es findet sich immer ein kuschliges Plätzchen, um die Ausblicke in alle Richtungen auszukosten.

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Der Abstieg über den Frauenkopf führt dann gen Süden an der Schober Schutzhütte vorbei.

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Über einen steilen Steig geht es ein paar Meter hinunter, dann schlängelt sich der Weg hinüber zum Frauenkopf, wo er kurz auch wieder etwas ansteigt. Hier bietet sich ein schöner Blick auf den Ort Fuschl am See und den gegenüberliegenden Berg Fiebling.

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Danach wandert man den markierten Weg über Geröllwege und Stufen durch den Wald in Serpentinen hinab bis zur Forststraße, die dann rechts wieder zurück zum Parkplatz führt.

Gehzeit:

Die reine Gehzeit ist wie üblich abhängig vom Grad der Fitness. Der ortskundige Trailrunner wird bei vollem Tempo zwischen 20-25min für den Aufstieg und ca. 20min für den Abstieg brauchen. Bei durchschnittlichem Wandertempo sollte man den Gipfel in ca. 45min erreicht haben, weitere 45min braucht es dann zur Vollendung des Rundweges. Gemütlichere Wanderer werden für den gesamten Weg ca. 2-3 Stunden benötigen.

Streckenlänge:

Ca. 3km (gesamter Rundweg)

Höhenunterschied:

404m

Schwierigkeit:

Mittel

Begehbarkeit:

Empfohlen wird aus Sicherheitsgründen eine Begehbarkeit von April bis September, in den restlichen Monaten erschweren Nässe, Schnee und Eis den Auf- und Abstieg deutlich, aber hartgesottene Einheimische lassen sich davon kaum abhalten. Günstig ist es natürlich, bei Schnee und Eis entsprechend auf Steigeisen und Trekkingstöcke mit breiten Tellern zurückzugreifen, sonst wird’s rutschig und um einiges gefährlicher. Ein Highlight ist das Verabschieden des Jahres bei einem Schnaps in der Schutzhütte am Gipfel zum traditionellen Silvester-Schobergehen.

Wegbeschaffenheit:

Einige exponierte Stellen vor allem zum Gipfel hin sind mit Stahlseilen und Trittklammern gesichert. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Wenige Stellen mit Absturzgefahr, Geröll- und Schotterflächen

Anforderungen:

Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Schwindelfreiheit von Vorteil an ein oder zwei Stellen, aber auch Personen mit leichten Höhenängsten haben den Weg geschafft. Trekkingstöcke schonen die Gelenke bei den teils recht hohen Stufen, außerdem können sie ein Wegrutschen auf den Geröllfeldern verhindern. Sie sind aber nicht zwingend notwendig. Grundlegende alpine Erfahrung.

Beschilderung:

Weg Nr. 10, gelbe Hinweisschilder und rot-weiß-rote Bemalung an Bäumen und Felsen. Es gibt eigentlich keine Stelle, an der man sich verirren könnte.

Einkehrmöglichkeit:

Forsthaus Wartenfels http://www.forsthauswartenfels.at/

Parkmöglichkeit:

Direkt unterhalb des Forsthauses Wartenfels liegt ein Parkplatz, bei gutem Wetter an Wochenenden oder abends im Sommer kann es schonmal sehr voll werden, dann wird entlang der Zufahrtsstraße geparkt.

Anreise:

Auf der Westautobahn A1 die Abfahrt Thalgau nehmen, ins Ortszentrum Thalgau fahren, im Ortskern hinter der Kirche rechts in Richtung Fuschl abbiegen (von der L103 auf die L227), aus Thalgau herausfahren und den  Kehren hinauf nach Thalgauegg folgen. Weiter Richtung Fuschl fahren und kurz nach Ellmau links dem braunen Hinweisschild Richtung Ruine Wartenfels folgen. Hier endet die Straße am Parkplatz des Gasthofes Schlössl und des Forsthauses Wartenfels.

Möglich ist auch die Zufahrt aus Richtung Salzburg Stadt oder Bad Ischl auf der B158 nach Fuschl am See. Von hier aus weiter in Richtung Thalgau fahren, wenige Kilometer nach der Ortsausfahrt Fuschl am See ist dann rechts die Einfahrt zur Ruine Wartenfels.

Alternativrouten:

Der Schoberrundweg kann auch von Fuschl am See oder Thalgau aus gestartet werden, die Gezeit verlängert sich entsprechend. Auch eine – allerdings recht gefährliche – Route von der Drachenwand über die Schatzwand zum Schober herauf ist möglich, dafür sollte man allerdings mit ortskundigen und erfahrenen Berggehern unterwegs sein.

Auch Seilklettern ist am Schober-Südgrat möglich, Infos dazu hier: http://www.bergsteigen.com/klettern/salzburg/salzkammergut-berge/schober-suedgrat

 

Heiko

 

www.heikosadventures.com