Moldova – Discover the routes of life

Auf der Suche nach mir unbekannten Ländern zog es mich Ende März 2018 nach Moldawien (Republik Moldau). Ich rechnetet nicht mit einem Winterurlaub, aber es gab starken Schneefall. Dadurch musste das Besichtigungs- und Wanderprogramm etwas umgestellt werden.

Chișinău – Die Hauptstadt

Von Frankfurt über Wien ging es nach Kischinau (Chișinău). Durch das „Tor von Chișinău“ (so werden die sozialistischen Wohnbauten am Eingang der Stadt genannt) gelangt man ins Zentrum.

Der Bd. Ștefan cel Mare și Sfânt ist die Repräsentationsstraße der Hauptstadt mit ihren rund 700.000 Einwohnern. Dieser zieht sich auf über zwei Kilometer durch das Zentrum der Stadt. Schicke Geschäfte, Märkte, Gebäude aus den letzten beiden Jahrhunderten findet man entlang der breiten Straße.

Will man diese Straße spirituell erwandern, bildet die Ciuflea-Kathedrale am Ostende der Straße einen schönen Ausgangspunkt. Die Auferstehungskathedrale im Zentral-Park ist wohl eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. In der Fastenzeit bildeten sich lange Schlangen vor dem Eingang.

Am Stadtrand, nahe eines kleinen Seegebiets, steht ein Freilichtmuseum mit zwei alten Holzkirche. Diese Gegend kann auch für kleinere Wanderungen genutzt werden.

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Wandergebiet Orheiul Vechi

Die Flussschlaufen des Răut und der historisch-archäologische Komplex von Orheiul Vechi sind die Hauptsehenswürdigkeiten des Landes. Bei gutem Wetter bieten sich hier atemberaubende Ausblicke. Die Gegend ist das Wandergebiet Nummer 1 des Landes und als staatliches Kultur- und Naturschutzgebiet anerkannt.

Trotz Schnee und Wind wanderten wir zum Glockentürmchen des Höhlenklosters, der zugleich der Eingang in die unterirdische Welt ist. Freundlich wurden wird vom Mönche des Klosters empfangen. Natürlich hatte er nicht mit Pilgern bei diesem Wetter gerechnet.

Von der Veranda des Klosters (Vorsicht nicht gesichert) hat der Wandernde nochmals einen wunderbarer Ausblick auf den Fluss und die Felsen. Dann ging unsere Winterwanderung weiter zur Marienkirche.

Auch hier wurde nicht mit uns gerechnet. Nach der Kirchenbesichtigung ging es wieder hinab ins Dorf. Hier entstehen immer mehr kleine Pensionen, die Wanderern Unterkunft bieten.

Ein kleines Museum gibt einen Einblick in ein Leben aus längst vergangener Zeit.

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Von Pokrowka zum Kloster Rudi

Der Schneesturm war am nächsten Tag vorbei und die Landschaft erstrahlte in herrlichem Weiß. Mit dem Bus ging es zur Ortschaft Pokorwka. Der Ort ist das Zentrum der orthodoxen Altgläubigen. Religion wird hier noch in sehr traditioneller Form gepflegt.

Vom Dorf wanderten wir zum Kloster Rudi. Auch in diesem Frauenkloster gelten noch sehr strenge Regeln. Am Eingang werden an Frauen Röcke verteilt. Das Leben der Nonnen ist geprägt von Gebet und Stille.

Die Klosterkirche wird zurzeit einer grundlegenden Renovierung unterzogen. Eine wunderschöne Winterwanderung!

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Soroca

Die Festung der Stadt aus dem Jahre 1546 ist wohl das historische Highlight der Stadt Soroca. Eine Besichtigung sollte nicht versäumt werden. Die Stadt Soroca liegt am Fluss Dnister, der hier Grenzfluss zur Ukraine ist. Leider sind Überfahrten mit der Fähre nur für Einheimische möglich.

Bekannter ist die Stadt natürlich für Ihre „Zigeunerpaläste“. Eine Wanderung auf den sog. Zigeunerhügel ins Viertel der Sinti und Roma sollte bei keiner Stadtbesichtigung fehlen. Mit viel Fantasie, aber oft ohne Geschmack, werden hier die verrücktesten Villen gebaut.

Auch die Kirche im Viertel der Sinti und Roma mit ihrem Friedhof gewährt uns einen Einblick in ein anderes Leben. Bei gutem Wetter sollte man noch den Aufstieg zur „Kerze der Dankbarkeit“ am Stadtrand machen. Wegen des vielen Schnees leider für uns nicht möglich.

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Zum Koster Saharna

Ebenfalls im Schnee fand unsere Wanderung zum Kloster Saharna statt. Leider konnte der Aufstieg zum Fußabdruck der Gottesmutter und zum Höhlenkloster nicht erfolgen.

Das Kloster kennt keine Nachwuchsprobleme. Eintrittswillige müssen sich in eine Warteliste eintragen. Der Komplex wird dadurch ständig erweitert.

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Transnistrien

Einreisen in das abtrünnige Territorium am linken Ufer des Dnisters sind inzwischen relativ problemlos möglich. Die Pässe am Grenzübergang werden elektronisch gelesen und die Wartezeit auf ein 10-Stunden-Visum verkürzt sich dadurch erheblich. Dort angekommen fühlt man sich in die Zeit der Sowjetunion zurückversetzt.

Die Festung der Stadt Bender ist natürlich Pflichtprogramm. Diese Stadt gehört schon zu „Transnistrien“ (Ausnahme die Vorstadt), obwohl sie noch am rechten Ufer des Flusses liegt.

In Tiraspol (Hauptstadt Transnistriens) führte uns der Weg zur Kathedrale, die ein Schmuckstück in der sozialistischen Einheitsstadt ist. Auch wenn es in den letzten Jahren zu diversen Annäherungen mit Moldawien kam, so kennt man hier doch die fast 30jährige Trennung. Es entstand eine De-Facto-Staat mit Russisch als Amtssprache, eigener Währung und eigener Regierung. Bis heute jedoch von keinem Staat der Welt anerkannt.

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Gagausien

Wie Transnistrien versuchte auch Gagausien nach der Wende den Weg in die Unabhängigkeit. Schließlich einigte man sich aber auf eine Autonomie. Hier setzte der kräftigste Schneesturm dieser Reise ein. in Comrat der  Hauptstadt lohnt insbesondere die Kathedrale einer Besichtigung.

Aber auch viele kleine Dorfkirchen sind sehr sehenswert….   Nach dem Schneesturm kam der Saharastaub und aus Weiß wurde Rosa. Eigenlicht wunderschön!!!

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Moldawien – Eine wunderbare (Winter)-Reise……

Moldawien – Das Land der Wegekreuze…..

und natürlich…  Moldawien – Land mit dem größten Weinkeller der Welt!!!