Zwei Tage auf dem „Mittelfränkischen Jakobsweg“ nach Rothenburg ob der Tauber….  Der Name des Ziels ist Grund genug für diese Pilgerschaft. Dieser Jakobsweg wurde 1995 eröffnet und beginnt in Nürnberg.

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Tag 1:

Gestartet bin ich am frühen Morgen in Heilsbronn. Die kleine Stadt mit weniger als 10.000 Einwohnern eignet sich vorzüglich als Startpunkt für die Zwei-Tages-Tour. Die Anreise ist mit der Bahn möglich. Unterkünfte gibt es in der Stadt.

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Das Münster des Klosters Heilsbronn ist wohl der kulturelle Höhenpunkt der Kleinstadt. Kirchenbesichtigungen sind erst ab 10 h möglich. Ich kannte das Innere der Kirche bereits aus einer früheren Reise. Leider finde ich die Bilder nicht mehr.

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Es folgen sehr schöne Waldwege zum Entspannen und „Seelebaumelnlassen“. Ich traf auf viel Jogger und Walker.

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Dann wird Großhasslach erreicht. Für Touristen hat man im Ort eine kleine Jakobsweg-Runde markiert. Ein sehr schöner Name für den Weg im WEG: „Vier Perlen am Jakobsweg“ Gleich neben der Kirche ist eine Metzgerei, die Gelbwurst im Naturdarm anbietet. Mein zweites Frühstück. …. viel wichtiger: Neben der Kirche ist das 2005 gebaute Jakobushaus!

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Es folgt der Aufstieg nach Forst. Das Wetter war im März bereits angenehm warm. Der Frühling ist nicht mehr weit.

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Belohnt wird der Aufstieg mit einem wunderbaren Rundblick. Nur wenige Kilometer auf dieser Anhöhe folgen…

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Über einen steilen Abstieg wird Weihenzell mit seiner Jakobskirche aus dem Jahr 1713 erreicht. Der Turm ist viel älter. Im Ort findet der Pilger und die Pilgerin auch Supermarkt und Gaststätte.

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Es folgt nach der kleine Ort Wernsbach (Johanniskirche), bis der Jakobsweg uns zum Tagesziel bringt.

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Die Ortschaft Lehrberg mit der Kirche Sankt Margaretha wird nach rund 25 Kilometern erreicht. Lehrberg hat gute 3.000 Einwohner.

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Sehenswert ist auch das Lehrberger Kappl. Ein sehr schöner erster Tag und fast schon Frühling…  Der Winterschlaf ist beendet!

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Tag 2:

Am nächsten Tag verläuft der Jakobsweg zunächst auf der Straße. Für Pilgernde, Radfahrer und Fußgänger hat man eine eigene Spur eingerichtet. Anschließend geht es bergan und durch sehr viel Wald.

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Hinab ins malerische Häslabronn – Ein Dorf, wie ein Museum! Wohl ein Höhepunkt der ganzen Pilgerschaft – Die Kirche St. Jakob war früher eine berühmte Wallfahrtskapelle. – Und es geht wieder bergan.

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Der erste Blick auf Colmberg folgt nach einer längeren Passage durch den Wald.

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Die Burg ist eine Spornburg und liegt auf 511 Meter. Besichtigungen im Außenbereich sind erlaubt, auch wenn die Burg heute als Hotel genutzt wird.

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Der Ort liegt im Tal und es geht steil begab. Hier findet man Gaststätten und Supermarkt. Hinter Colmberg wird es etwas ebener. Teils Teer, teils Feldweg führten zur nächsten Ortschaft.

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Namens Binzwangen – mit der Kirche St. Sebastian, Cornelius und Cyprian. Der markante Zwiebelturm wurde 1749 vom Eichstätter Bischof in Auftrag gegeben.

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Es folgt Stettberg (Wehrkirche St. Nikolaus-Kirche) und ein Auf und Ab bis schließlich der erste Blick auf das Ziel möglich ist. Ein Name wie eine Legende…

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Rothenburg ob der Tauber! – Über das Würzburger Tor erreicht der Pilgernde die wunderbare Stadt.

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Immer geradeaus geht es zur Jakobuskirche (Baubeginn 1311 – Hauptaltar zeigt Hühnerwunder), wo der Heilige uns schon als Statue erwartet. Ein Fotomotiv – nicht nur für Pilger und Pilgerinnen. Interessant ist der Westchor, der die Klingengasse überbaut. Hier befindet sich die Wallfahrtskapelle zum Hl. Blut.

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Für die Innenbesichtigung muss eine Eintritts-Karte gekauft werden. Bei Pilgern mit Ausweis macht man hier eine Ausnahme. Gut 35 Kilometer sind des von Lehrberg nach Rothenburg. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier mehr wie genug. Auch ich verbrachte die Nacht von Freitag auf Samstag hier.

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Wie oft werden diese Aufnahmen wohl schon im Netz sein?

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Auf nach Rothenburg ob der Tauber! Die vielen Chinesen und Japaner können doch nicht irren!!!

In Rothenburg fand am Samstag, den 11. März 2017 die Jakobusweg-Arbeitstagung von Pfarrer Dr. Oliver Gußmann statt. Zwei Tage „Pilgern“ und ein Tag „Arbeiten“….

(Fotos teilweise aus meinem Archiv)