2

Zu Silvester und Neujahr zog es mich zu Camino-Bekannten nach Spanien. Vor dem Rückflug blieben mir noch ein paar Stunden Zeit die ich mit einer kleinen Pilgerschaft ausfüllen wollte. Warum nicht (als Profipilger) bereits am 2. Januar 2016 wieder auf dem Camino sein? Den Küstenweg bin ich 2011 gepilgert. Das Teilstück von Bilbao nach Portugalete hatte ich als sehr verkehrsreich in Erinnerung. Damals wanderte ich auf der Ostseite des Ría de Bilbao.

1

12

Ausgeschildert ist ebenfalls ein Weg (zuerst entlang der Straße der Antonomía), welcher den Pilger dann ganz von selbst auf einen Weg entlang des Westufers des Ría de Bilbao leitet. Dieser Weg ist ruhig und angenehm zu gehen. Meine spanischen Pilgerbekannten begleiteten mich auf dem Camino. Nachdem der Morgenregen abgezogen war, kam die Sonne durch. Für mich war es mit 18 Grad fast ein Sommertag.

3

Auf dieser Wegveriante muss man nicht auf kulturelle Schönheiten verzichten. Zwei kleinere Kirchen liegen auf dem Weg. Historisch ist die ältere „Nuestra Señora de Burceña“ das interessantere Gotteshaus. Leider verschlossen und wohl baufällig.

4 5

 

 

 

 

 

 

Nach knapp 3 Stunden erreicht der Pilger dann den Ortsrand von Portugalete. Ich empfand dieses Variante als sehr angenehm. Anfangs auf dem Gehsteig einer größeren Straße, dann beruhigt durch Industrie- und Wohngebiet. Keine wahre Schönheit, aber auch nicht uninteressant.

6

Vorbei am Colegio Señora del Carmen und wir wurden mit dem Blick auf die berühmte belohnt. Vom Ostufer hat man nie diesen schönen Blick auf den Brücke. Auch wenn dem Pilger bei dieser Wegvariante die Überfahrt leider „erspart“ bleibt. Bei meinem Blick über die Brücke dachte ich mehr an die Silvesternacht. Bis zum frühen Morgen zogen wir durch die Bars und Clubs der östlichen Stadtteile.

7 8

Hinab zur Brücke geht man vorbei an der Kirche Santa María de Portugalete und erreicht zuerst das Rathaus. Dieses hatte ich noch gut von meiner letzten Pilgerschaft in Erinnerung. Wir gingen in eine Bar um uns von der „schweren“ Tour (rund 16 km ohne Berge) zu stärken. Vielleicht lag uns auch noch Silvester in den Gliedern….

9 10

Ich bezeichnete damals schon die Stadt Portugalete als ein Paradies für müde Pilger. Die wichtigsten Straßen der Stadt sind mit Rolltreppen versehen. Electric-Pilgrims…   Vielleicht ist dies die Zukunft?? – Besser doch nicht!

11

Für mich ging es mit der U-Bahn zurück nach Bilbao und weiter zum Flughafen. War ich der erste Pilger 2016 auf dem Küstenweg?