Jakobs-Pilgern im Osten? – Selbstverständlich!

Nach der Wende entstanden in der ehemaligen DDR die ersten Jakobswege. Im April pilgerte ich zwei Tage von Chemnitz nach Zwickau auf dem „Sächsischen Jakobsweg“. Dieser Weg wurde 2009 ins Leben gerufen. Auf der Heimfahrt sah ich mir noch Oelsnitz im Vogtland mit seiner Jakobikirche an. Im Juni wanderte ich sechs Tage von Bautzen über Dresden nach Chemnitz. Meine Bilder stelle ich nach dem Wegverlauf ins Netz.

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Schon vor der Wiedervereinigung war ich als Tourist in der ehemaligen DDR. Einige Fotos aus dieser Zeit habe ich digitalisiert. Rund 5 (x 5) Jahre nach der Wende kann man von den „blühenden Landschaften“ sprechen.

DSCN3813Marx und Jakobus!

Bautzen – Bischofswerda (rund 25 km)

In Bautzen (obersorbisch: Budyšin) beginnt der Sächsische Jakobsweg. Als Ausgangpunkt meiner Pilgerschaft wählte ich den Dom St. Petri, eine Simultankirche. Zurzeit steht eine Innenrenovierung an. Das Rathaus und alle Gebäude der Stadt erstrahlen in neuem Glanz. Selbst zu DDR-Zeiten konnte man den Charme der Stadt fühlen, auch wenn damals ein starker Verfall der Bausubstanz zu erkennen war.

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Die Fußgängerzone in der Reichenstaße und der Reichenturm laden zu einem kleinen Bummel ein. In einem Punkt wäre ich wohl ein guter DDR-Bürger geworden: Shoppen halte ich auch für etwas dekadent, denn es gibt wichtigere Dinge zu tun…. ! Bei mir ist es natürlich nicht der Aufbau des Sozialisums, sondern „Pilgern“. Natürlich muss man auch die Nicolaikirchenruine und den Nicolaifriedhof besichtigen.

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Durch den Schülerturm gelangen die Pilger aus Görlitz in die Stadt. Von Görlitz führt der Ökumenische Jakobsweg nach Bautzen. Dieser verläuft dann weiter nach Leipzig und Eisenach.

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Der Panoramablick auf die Stadt ist von der Friedensbücke zu bekommen. Alte Wasserkunst, Michaelskirche und Lauenturm können hier besonders gut fotografiert werden. Am selben Platz stand ich schon vor 25 Jahren.

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Am Wegweiser ist die Jakobsmuschel angebracht. Wie überall in Europa weist sie den Pilger sicher an sein Ziel in Santiago de Compostela, auch wenn der Weg aus Bautzen sehr weit ist.

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Bautzen im Winter 89/90 (noch in DDR-Grau)

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Jetzt aber sollte meine Pilgerschaft am frühen Morgen starten. Es geht hinunter zur Spree und weiter entlang der Fischergasse. Alle Straßenschilder sind auf Deutsch und Sorbisch.  Heute soll es noch rund 20.000 – 30.000 aktive Sprecher der sorbischen Sprache geben.

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Entlang der Spree (hier noch ein kleiner Fluss) ging es hinaus aus der Stadt. Gleich am Ortsrand traf ich einen Nordic-Walker. Der Sorbe erzählte vom Leben in der DDR. Er sei dankbar, dass alles so gekommen sei.

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Besonders schön fand ich die Allee, die heute nur noch als Wanderweg dient. Die neue Straße wurde neben den alten Bäumen gebaut. Wie gut, dass man die Bäume erhalten hat. Auch hier zeigt uns die Jakobsmuschel den Weg.

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Zweisprachige Ortstafeln und eine Pilgerbank! Ein grünes Dach für den Pilger, der sich eine kleine Pause gönnt. Ich war noch nicht weit gegangen, aber eine kleine Trinkpause musste sein.

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Göda mit dem charakteristischen Doppelturm von St. Peter und Paul war mein Mittagsziel. Wie immer im Osten trank ich eine DDR-Cola. Bis heute kann ich nicht verstehen, warum man früher so scharf auf das Markengetränk aus den USA war. Mir schmeckt das Ostprodukt sogar besser!

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Mein Mittags-Picknick machte ich auf einer Bank an der Kirche von Göda. Leider wusste ich nichts von der „Pilger-Tafel“ nur ein paar Kilometer weiter. Hier hätten wohl zehn Wanderer genug Platz für ein Picknick.

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Besonders schön fand ich auch die alten Wegsteine mit den Kilometerangaben. Oftmals stelle ich Bekannten folgende Frage: „Wie viele Kilometer geht ein Mensch in der Stunde?“ Viele wissen heute hierauf keine Antwort mehr.

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Es ist wieder Natur angesagt. Eine Allee von Kirschbäumen (ich hoffe, man durfte sich bedienen) stand vor dem Pfad durch den Wald. Demitz-Thumitz oder Zemicy-Tumicy mit der 1952 neu gebauten ev. Christuskirche lag nun auf meinem Camino.

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Wieder ging es durch Wald bis schließlich der Ortsrand von Bischofswerda erreicht wurde. Die vielen Waldpassagen gefielen mir ganz besonders. An heißen Tagen spenden sie den Wanderern Schatten.

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Nach einem weiteren Kilometer war das Stadtzentrum von Bischofswerda erreicht. Die evangelisch-lutherische Christuskirche überragt die Stadt. Lieder war sie wie nahezu allen Kirchen im Osten verschlossen. Auf die Schnelle konnte ich auch niemanden finden, der mir einen Schlüssel gab. Der sog. Bischofssitz, welcher sich in der Dresdener Straße 1 be­findet, war natürlich auch eine Besichtigung wert.

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Seit der Neugestaltung des mittelalterlichen Stadtkerns bildet der 12 Meter hohe Mediaturm, der an der Stelle des alten Rathauses steht, das Zentrum des Platzes.

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Nun war es Zeit für das Bett, damit ich am nächsten Tag die Tour gut ausgeschlafen fortführen konnte. Die erste Nacht auf einer Pilgerschaft schläft es sich immer besonders gut.

 

Bischofswerda – Radeberg (rund 30 km)

Am nächsten Tag ging es zuerst auf kleinen Wegen und über die Felder nach Goldbach. Die Marienkirche war natürlich verschlossen und ich ging gleich weiter bis zum

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Rittergut in Großharthau. Hier machte ich auch eine kleine Pause in einer Metzgerei. Entlang der Bahnstrecke ging es schattig weiter nach

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Seeligstadt. Hier hat man für die Pilger einen Rastplatz eingerichtet. Im Pilgerbuch konnte ich nachlesen, dass drei Tage vor mir auch ein Pilger unterwegs auf seinem Jakobsweg war. Der Ort zieht sich über fast zwei Kilometer. Die kleine Kirche liegt etwas abseits vom Weg.

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Der Ort Arnsdorf wird nur gestreift. Hier war es gerade 12 Uhr und Zeit für die Mittagspause. Wie bestellt lag eine Fruchtsaftfabrik am Weg. Jetzt folgte ein Weg über Felder auf denen sich Störche vergnügten.

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Auch hier…  immer wieder die Muschel, die uns Pilger den Weg weist. Ullersdorf sollte das Tagesziel sein. Hier gab es zwar eine Pilgerherberge, doch ich hatte mir am Rande von Radeberg ein Zimmer bestellt.

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Vorher waren aber noch viele Kilometer durch den Wald zu pilgern. Die Grüne Bank bei der Wüstung (früher eine Ortschaft) war meine letzte Rast.

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Jetzt wich ich vom eigentlichen Weg ab und ging über Großerkmannsdorf zum Zentrum von Radeberg. Der Weg zoooooooooooog sich unendlich. Schließlich erreichte ich das Rathaus mit der

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Postmeilensäule. Die Stundenangaben von damals stimmen ziemlich genau mit meiner Reisegeschwindigkeit als Pilger überein. Die Kirche der Stadt war natürlich wieder verschlossen. Im Biergarten kaufe ich mir ein Pils. Welche Marke soll man wohl in Radeberg wählen?

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Jetzt ging ich zufrieden in mein Bett. Hierfür musste ich aber noch rund drei Kilometer zum Hotel am Stadtrand gehen. Diese Kilometer sparte ich mir dafür am nächsten Tag.

 

Radeberg – Dresden (rund 18 km)

Der Weg nach Dresden führt durch die Dresdner Heide. Ein großes Wander- und Naherholungsgebiet für die Stadtbewohner. Wunderschöne Wanderwege führen auf rund 12 Kilometern den Pilger an die Stadtgrenze von Elb-Florenz.

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Zuerst erreicht man den russischen Soldatenfriedhof, dann geht man hinab bis zur Elbe. Hier hat man das erste Mal diesen wunderschönen Blick auf die Silhouette der Sachsenmetropole. Heute überragt die Frauenkirche (wieder) die Stadt.

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Die Hofkirche – Kathedrale St. Trinitatis – war mein erstes Ziel. Spätestens jetzt war ich ein Rucksackpilger unter vielen Touristen aus aller Welt. Aber dieses Gefühl kannte ich schon von meinen vielen Touren.

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Entlang des 957 m² großen Kunstwerks „Der Fürstenzug“ ging ich weiter zur Frauenkirche. Hier war ich auch zwei Mal kurz nach dem Mauerfall. Der andere Teil Deutschland übte damals für mich eine große Faszination aus. Erstmals war ein uneingeschränktes Bereisen möglich.

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Auch bei der Wiedereröffnung der Frauenkirche vor mehr als 10 Jahren war ich in Dresden. Trotzdem war die Besichtigung ein ganz besonderes Erlebnis.

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Rückblick auf das Frühjahr 1990

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Es wurde ein langer Abend in der Sachsenmetrolpole. Die Stadt bietet natürlich unzählige Möglichkeiten für den Abend. Erst sehr spät ging ich zu Bett.

 

Dresden – Kurort Hartha/Tharandt (rund 27 km)

Wieder auf dem Weg und heraus aus der Großstadt. Am Anstieg nach Dölzschen ist der erste Hügel zu meistern. Oben angekommen hat  man einen „freien“ Blick auf das „Tal“ nach Freital.

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Nur ein guter Kilometer ist es nach Pesterwitz mit seiner Jakobuskirche. Für eine längere Pause war es noch zu früh. Immerhin die Kirche war nicht verschlossen.

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Jetzt ist der Jakobsweg teilweise identisch mit einem Weinpfad. Hier in der Gegend wird Wein angebaut. Ich bin kein Weintrinker, doch vielleicht sollte man den Tropfen mal kosten…

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Jetzt folgte das unerwartete Highlight dieses Tages. Die Kirche von Grumbach. Das Innere der Kirche wird von einer frühen barocken Kassettendecke beherrscht, die in 96 Tafeln biblische Geschichten zeigt. Diese wurden 1674 durch Gottfried Unger aus Freiberg gemalt. Die Tafeln zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Hier sollte man etwas Zeit einplanen.

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Ich ging weiter nach Fördergersdorf. Meine Übernachtung wählte ich im Kurort Hartha, der zur Stadt Tharandt gehört. Das „geplante“ Hotel in Grillenburg war leider verschlossen.

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Für die Besichtigung von Tharandt kamen noch 8 Kilometer (hin und zurück) hinzu.

 

Kurort Hartha/Tharandt – Memmendorf/Oederan (rund 37 km, gekürzt 33 km)

Befand ich mich auf dem Holzweg? – JA! Der Weg durch den Tharandter Wald wird teilweise als Holzlehrpfad verwendet. In Grillenburg, wo ich eigentlich übernachten wollte, war keine Zeit für eine längere Pause.

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Hinter Grillenburg folgt sehr viel Wald. Im Auf und Ab erreicht man Naundorf mit seiner Dorfkirche. Eine ehemalige Eisenbahnbrücke führt den Pilger über die stark befahrene B 173. Es war kurz vor Mittag.

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Ich merkte, dass meine Tagesetappe etwas lange gewählt war. Entgegen meiner Gewohnheiten kürzte ich den Weg nach Freiberg etwas ab. So konnte ich Falkenberg nur aus der Ferne sehen.

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Dann war das Zentrum von Freiberg in Sachsen erreicht. Es war Freitag und Burgstadtfest. Nicht ideal, denn als Pilger sucht man eher Ruhe und auch viele Fotomotive waren mit Ständen verstellt. Dafür gab es überall Leckereien zum Essen. (Bilder: Rathaus  –  Stadt- und Bergbaumuseum)

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Für den Pilger ist natürlich der Dom St. Marien am Untermarkt ein wichtiges Ziel. Hier bekommt man auch seinen Pilgerstempel. In den Pilgerbüchern am Weg waren nicht wenige Einträge.

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Um 1180 entstand die romanische Basilika. Wer Zeit hat, kann eine Kirchenführung buchen.

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Auch die Petri-Nikolai-Kirche zu Freiberg mit ihrer Gottfried-Silbermann-Orgel musste ich natürlich besichtigen. Vor dem Gotteshaus stand eine Kirche auf Rädern.

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Vielleicht ist dies eine Alternative zum Pilgern?

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Jetzt ging es wieder durch sehr viel Wald bis Kleinschirma. Im Wald waren viele Nordic-Walker unterwegs. Santiago-Pilger waren mir bisher keine begegnet.

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An dieser Ecke hatte ich erstmals auf der ganzen Tour etwas Ostalgie-Gefühle. Unsanierte Häuser, Stromleitungen und Kopfsteinplaster. So kannte ich die DDR aus den späten 80ern. Natürlich stören die West-Autos auf dem Bild. Immerhin sah ich drei Trabant(en) und einen Wartburg auf meiner Reise!

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Weiter geht man nach Oberschöna. Hier wartet die Kirche wohl noch auf ihre Renovierung. In Kirchbach ist diese schon abgeschlossen.

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Meine Übernachtung hatte ich an der B 173 in Memmendorf gebucht. Ein langer Tag, den ich ein wenig abkürzen musste.

 

Memmendorf/Oederan – Chemitz (rund 30 km)

Nach dem Frühstück ging ich bis zum Zentrum von Oederan. Die Stadtkirche „Zu unserer Lieben Frau“ ist wohl das wichtigste und älteste Bauwerk der Stadt. Ihre Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück.

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Aber auch das Renaissance-Rathaus mit seinem verzierten Erker ist eine Augenweide. Hier hatte ich nur einen kurzen Aufenthalt eingeplant. Die Stadt verlässt man über den Altmarkt und die Straße „Durchfahrt“. Es setzte Regen ein.

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Gleich danach hat man einen schönen Blick auf Augustusburg bevor es wieder durch den Wald geht. Der Regen wurde immer stärker. Dies hatte der Wetterbericht bereits angekündigt.

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Am Waldende erreicht man den Ort Falkenau. Die schöne Schnitzarbeit begrüßt die Pilger. Hier sieht man in der Ferne schon Plattenbauten von Flöha.

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Man geht ins Tal und quert die Flöha, an deren Ufer es jetzt zur gleichnamigen Stadt geht.

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Bedeutendstes Bauwerk der Stadt ist die ev. Georgenkirche, die man beim Blick über den Fluss sehen kann. Die Wegmarkierungen sind vorbildlich. Verlaufen habe ich mich nie.

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Der Weg führt nun durch viel Wald bis Euba und weiter zur Talsperre bis schließlich wiederum nach viel Wald Chemnitz erreicht wird. Starkregen machte mir die Tour etwas unangenehm. – Gleich neben dem Bahnhof liegt die St. Petrikirche, die ich noch besuchte.

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Ich stieg in den Zug nach Hof, da ich die Großstadt schon im April ausgiebig besichtigt hatte.

 

Chemnitz – Stollberg (rund 23 km)

Chemnitz, einst das schmutzige Karl-Marx-Stadt in der DDR (auch abfällig Rußchemnitz), ist heute sehr schön anzusehen. Es war einer der ersten warmen Tag im April. Ideal für eine Zwei-Tages-Tour nach Zwickau. Hier am Markt kaufte ich mir die typische Bratwurst mit Semmel um mich für den Tag zu stärken.

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Durch die Zerstörungen im Krieg sind nur wenige Gebäude im Zentrum der Stadt erhalten. Gleich hinter dem Alten und Neuen Rathaus liegt die Kirche St. Jakobi.

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An ihrer Wand hat man eine Tafel mit dem Verlauf des „Sächsischen Jakobswegs“ angebracht. Die Kirchenrenovierungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Ein schöner Start für die Pilgerschaft.

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Natürlich muss man in Chemnitz auch das Karl-Marx-Monument gesehen haben. Manche Pilgerstätten überdauern aber nur 40 Jahre (… und werden dann zum Denkmal).

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Der Jakobsweg führt nun hinaus aus der Stadt. Es geht über viele Kilometer durch die äußeren Stadtbezirke. Irgendwann erreicht man wieder Felder und Wald und kann die Seele so richtig baumeln lassen.

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Stollberg im Erzgebirge mit der Jakobikirche liegt nun auf dem Weg. Verschlossen aber schön gelegen.

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Die kleine Stadt sollte mein Übernachtungsort sein. Das Schloss Hoheneck ist wohl die Hauptattraktion der Stadt mit ihren knapp 11.500 Einwohnern. Doch auch die Innenstadt ist lohnt einer Besichtigung.

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Am nächsten Tag ging es nach Zwickau.

 

Stollberg – Zwickau (rund 25 km)

Reinsdorf mit Jakobs-Kirche und Pilgerherberge erwarten den Pilger auf dem Weg von Stollberg nach Zwickau. Nach viel Natur wieder ein kleiner Ort mit einer großer Kirche.

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Am Mühlenrad vorbei verlässt man den Ort um seine Pilgerschaft nach Zwickau fortzusetzen.

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Nur noch eine Stunde ist es nach Zwickau. Bekannt ist mir der Ort auch vom DDR-Auto Trabant (gebaut von Sachsenring Zwickau). Doch der Pilger sucht wohl eher die evangelisch-lutherische Kirche St. Martin auf, die auch als „Zwickauer Dom“ bekannt ist. Hier ist eine Besichtigung nur gegen Eintritt möglich.

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Die Priesterhäuser, das Rathaus und das Gewandthaus sind nur ein paar der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Hier in Zwickau hatte ich ein schönes Ende meiner Zweitagestour.

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Die Stadt verlässt der Pilger über den Schumannplatz, wo er eine Hinweistafel auf den Jakobsweg findet.

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Für mich war in Zwickau mein Ende des Sächsischen Jakobswegs. Von Bautzen sind rund 208 Kilometer zu pilgern.

Auf meiner Rückreise besichtigte ich noch Oelsnitz im Vogtland. Hier gibt es eine weitere Jakobikirche. Auch diese Stadt ist vorbildlich saniert.

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Wie oftmals auf der ganzen Pilgertour stand ich auch hier vor verschlossenen Türen. Besonders schön fand ich die alten Kreuze unmittelbar vor der Kirche.

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Fazit dieser Tour im Osten:

Ein Jakobsweg für Pilger, die Natur und geschichtsträchtige Städte suchen. Noch auf keinem anderen Weg hatte ich so lange Etappen durch unberührte Natur und gleichzeitig bedeutende Großstädte zu durchqueren.

 

Auf nach Sachsen!