In den letzten Jahren war ich nicht mehr in Spanien beim Pilgern. Jedoch lag seit eingen Jahren der Reiseführer „Camino Primitivo“ in meinem Bücherregal. Geplant hatte ich für dieses Jahr eine Tour am Olavsweg in Norwegen. Leider hatte ich aber nur zwei statt vier Wochen Urlaub. Eine Zeitspanne, die für den „Primitivo“ ideal ist.

Ich startete die Tour in einer Weise, die man eigentlich nicht machen sollte. Ich folg nach Santiago de Compostela um mit dem Zug nach Oviedo zu reisen.

An einem Donnerstag im August stand ich nun nach Flugverspätung um 1 Uhr nachts am Flughafen von Santiago. Mit mir fünf weitere Pilger aus Deutschland. Um 2 Uhr waren wir am Busbahnhof der Stadt und erst kurz nach 5 ging mein Bus nach Oviedo. Wie sollte ich mir nun die drei Stunden vertreiben? Zuerst ging ich mit Rucksack in eine Bar. Hier wurde ich mit den Worten begrüßt, dass es doch nur noch wenigen Meter zum Ziel seien. Ich musste das Missverständnis natürlich aufklären.

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Gegen 3 Uhr schloss die Bar. Ich kam auf die Idee, mir mein Pilgerziel doch schon einmal in der Nacht anzusehen. So war ich also bereits am ersten Tag an meinem Ziel angekommen. Außer mir kein einziger Pilger.

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Um kurz nach 5 Uhr fuhr ich dann mit dem Bus nach Oviedo. Rund 6 Stunden später war ich angekommen. Jetzt ging ich gleich in mein gebuchtes Hotel. Nach einer langen (6-Stunden-Siesta) begann ich mit der Stadtbesichtigung.

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Ausgangspunkt für jeden Pilger sollte natürlich die Kathedrale sein. Hier muss heute auch der Pilger ein Besichtigungsticket lösen. Dafür bekommt man natürlich auch viel geboten.

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Wer hier ein wenig sparen will, dem empfiehlt sich die Kirche San Tirso el Real, gleich neben der Kathedrale. Diese wird um das Jahr 800 datiert. Hier ist der Eintritt frei und es liegen Kirchenführerheftchen in vielen Sprachen auf.

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Bei meiner ausführlichen Stadtbesichtigung kam ich natürlich auch am Rathaus vorbei. In der Touristeninformation kann man sich einen Führer für den Camino Primitivo (auch in deutsch) für 1 Euro kaufen. Die erste Nacht in Spanien konnte ich sehr gut schlafen.

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1. Pilgertag – Buenos Dias Argentina

Nun war ich also auf dem Primitivo. In der Stadt folgt man diesen Messingmuschen bis man schließlich den Stadtrand erreicht hat. Eine Infotafel und mehrere Wegsteine lassen ein verlaufen eigentlich nicht zu.

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Nach ein paar Kilometer ist die Großstadt Oviedo nur noch im „Rückspiegel“ zu sehen. Es folgen gleich mehrere Anstiege. Es geht vorbei an der Capilla de el Carmen. Hier traf ich auf die ersten Pilger aus Spanien und Italien. Es waren sehr schnell rund ein Duzend Pilger zu sehen.

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An der Kirche Santa María de Lloriana füllten viele Pilger ihre Wasserbehälter nach. Es kam gleich zu einem regen Austausch. Jetzt wollte ich in einer kleinen Bar mein Frühstück einnehmen. Leider war diese geschlossen. Hier traf ich auf einen Pilger aus Argentinien. Er lebte seit einiger Zeit in Spanien und wollte nun auch einen dieser berühmten Jakobswege gehen. Wir kamen schnell ins Gespräch, da ich Argentinien auch von einer meiner Reisen kannte. Die Mittagspause verbrachten wir gemeinsam ein einer kleinen Bar.

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Rund 5 Kilometer vor meinen Tagesziel Grado führt der Weg über den Fluss Andallón. Eine sehr romantische Strecke. Hier sind auch sehr schöne Maisspeicher zu sehen.

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In unserer „Mittagsbar“gab man uns eine Visiten-Karte für ein Hotel in Grado. Hier könnte man als Pilger preisgünstig schlafen. Als ich ankam, war nur noch ein Doppelzimmer frei. Besser den doppelten Preis zahlen, als das Zimmer nicht anzunehmen. Der neue Bekannte aus Argentinien wollte noch weiter gehen und so verloren wir uns aus den Augen. Es folgte noch die kleine Stadtbesichtigung im leichten Regen.

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2. Pilgertag – Die Gründung einer Pilgergemeinschaft

Am nächsten Tag zog ich sehr früh los und es folgte sogleich ein länger Aufstieg. Es ging vorbei an der Herberge von San Juan de Villapañada und hinauf zum Alto Cabruñana. Dies war die erste kleine Kraftprobe. Doch ohne diese Anstrengungen wäre eine Pilgerschaft keine Pilgerschaft.

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Obern angekommen geht es gleich sehr steil wieder abwärts.  Auf Straßen, Wegen und schönen Pfaden wird Cornellana erreicht. Für mich ist der Weg abwärts immer beschwerlicher wie hinauf. Aber das ist im Leben wohl das gleiche…

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Wie die meisten Pilger ging ich nicht in die Stadt hinein, sondern wählte gleich den Weg zum Kloster San Salvador. Hier war es Zeit für eine kleine Mittagspause. Auf einer kleinen Bank beim Kloster machte ich Pause. Nach und nach kamen andere Pilger vorbei.

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Es waren nur noch rund 11 Kilometer zu meinem Tagesziel in Sales. Teilweise führt der Weg romantisch entlang eines kleinen Flusses. Gerade dies schätzen ja alle Pilger, denn sie wollen ihre Seele baumeln lassen.

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In Sales angekommen stand ich vor der verschlossenen Pfarrkirche. Die Kirchen sind auch auf dem Camino Primitivo meist verschlossen. Die Frage nach einem Schlüssel kann sich oft schwierig gestalten.

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Ich nahm gleich die erste Herberge. Gegenüber dieser lag eine Bar. Es war so gegen 3 Uhr und ich hatte hunger. Eine schlechte Zeit um in Spanien etwas zu Essen zu bekommen. Die Bedienung sagte mir, sie müsse erst ihre Mutter fragen. Anschließend kam sich lächelnd und bejahend aus der Küche. Ich konnte also um diese Zeit Essen. Im Lokal war eine große Anzahl von Pilgern. Lange sprach ich mit einer Pilgerin aus Italien. Schließlich wurden es immer mehr. Plötzlich zuckte einer seinen Outdoor-Führer. Ein Deutscher? – Nein ein Däne, mit deutschem Reiseführer. Am Abend gingen allen dann noch gemeinsam zur Stadtbesichtigung und anschließend in die Bar. Hier fand sich eine Gruppe von 7 Pilgern (ein Däne, drei Spanierinnen, zwei Spanier und ich als Deutscher), die fast die ganzen nächsten Tage zusammenbleiben „wollten“.

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Durch die kleine Stadt zogen den ganzen Tag Pilgerströme. Teils Einzelpilger, teils Gruppen. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Camino Primitivo schon eine so starke Popularität hat.

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3. Pilgertag – Koreanische Turbopilger und Spa-Luxusherberge

Nach einer Nacht zogen wir los. Am Wegrand lag noch ein Pilger im Zelt. Ein Holländer, der Wanderungen mit Zelt bevorzugte.  So nach drei Kilometern überholten uns zwei junge Koreaner. Wenn die das Tempo so weitergehen, werden die wohl in fünf Tagen in Santiago sein, dachte ich mir. Der Aufstieg war erträglich und oben angekommen führte mich die Straße nach La Espina.

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Diesen Ort wählten wir auch für eine kleine Pause aus. Hinter der kleinen Stadt führt der Camino Primitivo über schöne Wanderwege durch Asturien.

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Weiter ging es zur Kirche von El Pedregal. Hier trafen wir auf die Pilgerin aus Italien, die am Vortag neben mir ihr Bett in der Herberge hatte. Es war unser letztes Zusammentreffen. Schon am gestern wurde über eine einzigartige Herberge in Tineo gesprochen. Wir reservierten für 7 Pilger! Das reservieren von Herbergen nimmt auch in Spanien inzwischen immer mehr zu.

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Ein sehr gutes Hotel bietet hier auch Pilgerunterkünfte mit Spa-Bereich an. Die Vorfreude hierüber trieb uns durch die kleine Stadt.

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Im Hotel wurden wir eingecheckt und gingen in die unteren Räume. Alles was ein Pilger so braucht. Von der Sauna bis zum Dampfbad ist alles vorhanden. Auch das Pilgermenü im Hotel konnte sich sehen lassen.

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Am Abend war in der Stadt noch eine große Feier. Ein Sänger mit dem Namen „Hektor“ gestaltete den Abend.  Wir tanzten und feierten mit den Einheimischen. Diesen lustigen Abend werde sich nicht so schnell vergessen.

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4. Pilgertag – Das große Fressen ohne mich!

Nach dem Frühstück im Luxushotel zogen wir als 7er-Gruppe los. Hinter einem Aufstieg könnte man einen kleinen Umweg zum Kloster St. Maria Real machen. Die 7er-Gruppe entschied sich nicht dafür.

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Ich schloss mich dem Gruppenzwang an, konnte das Koster aber trotzdem aus der Ferne gut sehen. Sicherlich wäre es ein kultureller Schatz gewesen.

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Wir hatten uns für eine Übernachtung in Pola de Allande entschieden. Eine Hinweistafel auf dem Weg zeigt den Pilgern die beiden Wegmöglichkeiten auf.

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Wer sich für unsere Variante entscheidet, muss den Alto de Labadoiro mit seinen 815 Metern überqueren. Berge muss der Pilger auf dem Camino Primitivo sowieso lieben.

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Die Stadt Pola de Allande war erreicht. Ich bezog mein Zimmer und machte eine Siesta. Die anderen Sechs gingen zum Essen und erzählten mir nachher von den übervollen Töpfen. Da ich sowieso in den letzten Wochen etwas zugelegt hatte, war es vielleicht Fügung, dass ich nicht bei dieser Schlemmerschlacht dabei war. Für mich gab es dafür geistige Nahrung in Form einer Kirchenbesichtigung.

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5. Pilgertag – Der Höhepunkt des Primitivo

Am nächsten Tag sollte wohl der Höhepunkt dieser Pilgerschaft folgen. Höhepunkt hier im doppelten Sinn. Denn die Überquerung des Puerto del Palo ist der höchsten Punkt auf dieser ganzen Pilgerschaft. Bei Nebel und bedeckten Himmel traten wir unseren Tag an.

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Oben angekommen sah man nur wenige Meter. In einer kleinen Schutzhütte machten wir unsere Mittagspause. Gestärkt sollte der Abstieg beginnen. Wie auf Bestellung riss der Himmel auf und wir hatten den herrlichen Blick in das Tal.

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Der Abstieg war für uns wie ein Traum. „Camino“ so weit das Auge reicht. Ein Spektakel, das ich noch nie auf einen anderen Weg so intensiv erleben durfte.

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Es musste beim Abstieg noch das kleine Bergdorf Montefurado durchquert werden. An der kleinen Kapelle machten wir eine kleine Rast. Hier traf ich auf einen österreichischen Berufspilger. Er war bereits in Irún gestartet und ging dann den Primitivo weiter.

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Anschließend führte der Weg noch nach Lago, wo wir uns hinter der Kirche in einer Bar mit Getränken stärkten. Für mich war der Tag in Berducedo beendet. Die anderen 6 Pilger aus meiner Gruppe fanden keinen Schlafplatz und gingen bis zum nächsten Ort La Mesa.

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6. Pilgertag – Über den Wolken

Ich stand sehr früh auf, um meine Gruppe in La Mesa wieder zu treffen. Hierdurch war es mir möglich die schönen Aufnahmen vom Sonnenaufgang zu machen. Leider klappte das Treffen mit den Sechs nicht sogleich.

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Dieser Tag ist ein weiteres Highlight des Weges. Man muss zunächst einen Abstieg von fast 1000 Höhenmetern absolvieren um zum Fluss Navia zu gelangen. Man ist über den Wolken und steigt durch die Wolken hinab zum Fluss und Stausee.

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Ein schönes Gefühl war es hier durch die Wolkendecke zu gehen. Unten am See traf ich wieder auf meine Pilgergruppe. Hierzu mussten wir aber die moderne Handytechnik nutzen. Wir machten eine Pause in einer neuen Gaststätte etwas oberhalb des Sees.

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Hinter dem Stausee geht es wieder bergauf zum Ort Grandas de Salime. Zuerst folgt der Anstieg auf der Straße, später auf einen schönen Pfad durch den Wald.

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Angekommen im Ort besuchte ich die Kirche. Die Gruppe ging sogleich zum Pulp-Essen. Ein einmaliges Erlebnis wie die Holzteller mit den Oktopus auf die Tische gestellt werden. Über die etwas unsaubere Atmosphäre des Lokals will ich jetzt hier besser nicht berichten. Dem Essen konnte man dies sowieso nicht anmerken. Übernachtet hatten wir in einem Ferienhaus.

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7. Pilgertag – Galicien ist erreicht

Wir gingen früh am Morgen los und erreichten Castro. Auch hier gäbe es eine Schlafmöglichkeit für Pilger in eine Jugendherberge. Für uns war es nur eine Stärkungsgelegenheit.

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Hinter dem Ort folgt ein schattenfreier Aufstieg zum Alto de Acebo. Ich hatte die Nacht nicht besonders gut geschlafen. Daher fiel mir dieser Aufstieg besonders schwer. Irgendwie hing ich der Gruppe immer hinterher. Dies lag aber auch an meiner ständigen Fotografierei.

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Nach dem längeren Aufstieg ist auch schon die Grenze zu Galicien erreicht. Man hat am Boden ein Steinband ausgelegt. Hier wechselt auch die Richtung der Muscheln auf den Markierungen.

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Es geht nicht mehr zum Herz der Muschel, nein man geht zum „Strahl der Muscheln“. Somit war das etwas mystische Galicien erreicht. Ein Land, wo man nicht an Hexen glaubt, obwohl es sie gibt…

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Im Reiseführer war von einem besonders guten Wirtshaus in Barbeitos die Rede. Hier wollten auch wir eine kleine Pause einlegen um etwas zu Trinken.

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Vermutlich freuten sich auch unsere beiden Pilgerinnen aus Spanien auf dieses „Highlight“! – Fröhlich waren die Mädels jedoch immer…

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Nach der Stärkung folgten noch harte Kilometer zum Tagesziel in Fonsagrada. Gleich neben der Kirche war hier eine Anlaufstelle für Pilger, wo ich mir Informationen und den Pilgerstempel holte. Wir gingen wieder gemeinsam zum Pilgermenü. Ich wollte diesen Tag aber nur wenig essen. So bekam ich einen Teller mit Ananas. Mein Motto war, die verlorenen Pfunde nicht gleich wieder raufzuessen.

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8. Pilgertag – Der schöne Sonnenaufgang

Am frühen Morgen folgte ein einzigartiger Sonnenaufgang. Die Bilder hier sind wohl besser ohne Wort anzusehen. Diese Erlebnisse können wohl auch nur Fußpilger haben.

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Oben auf dem Berg ist eine alte Pilgerherberge (rechtes Foto) zu sehen. Hier schliefen der österreichischer „Berufspilger“ mit seiner russischen Pilgerbegleiterin in ihren Schlafsäcken als wir vorbeikamen.

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Wieder unten angekommen, gingen wir erst zum Frühstücken. Nach weiteren Auf und Abs auf sehr schönen Pfaden folgten die Ortschaften

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A Lastra und Fontaneira. Auch dieser Tag ist höhentechnisch nicht der einfachste. Aber wie auf jeder Pilgerschaft hat man sich nach ein paar Tagen an die Anstrengungen gewöhnt und schafft auch so manchen Berg immer leichter!

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Wer seinen Weg sicher nach Santiago finden will, sollte sich (wie die spanische Pilgerin) vielleicht die Laufrichtung auf den Unterarm tätowieren. Ob dies jedoch immer funktioniert, ist wohl etwas fraglich.

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In Cádavo-Baleira bekamen wir noch die letzten Betten in der Herberge. Selten zu sehen, aber auch in Spanien gibt es Kirchenneubauten. Als wir ankamen, setzte sogleich starker Regen ein. Dieses schlechte Wetter ist jedoch beim Pilgermenü schnell vergessen.

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Tag 9 – Am Tag als der Regen kam

Die Landschaft so schön wie einige Pilgerinnen. Ich nehme immer meine Trekkingstöcke aus der Neuzeit, einige Pilger bervorzugen aber dies historischen Stöcke. Hier kann man sie kaufen….

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Hier am Weg in Vilabade liegt die Iglesia de Santa María. Die Kirche war offen und es gab Führungen. Viel zu selten auf diesem Weg hat der Pilger die Gelegenheit für diese spirituellen Impulse.

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Romantische Landschaft führ uns nun weiter. Wegkreuze und Pfeile weisen den Pilgern den Weg zum Apostelgrab.

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Die kleinen Ortschaften mit ihren Steinhäusern sind hier sehr schön zu durchwandern. Nur von oben wurde es immer ein wenig feuchter.

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Dann gab es Starkregen bis Lugo. Vermutlich hat noch nie jemand so verregnete Bilder der Stadt in das Netz gestellt. Aber einer muss ja immer der erste sein.

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Stadtmauer, Rathaus und Kathedrale im härtesten Regen. Unser Pilgerquartier lag auch noch etwas außerhalb des Zentrums. Nass wie die Pudel bezogen wir das einfache Zimmer für 7 Personen. Bei diesen Fluten von oben wollte keiner mehr ins Zentrum zurück. Wir vertrieben uns lieber die Zeit ein einer Bar.

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Tag 10 – Die kleine Herberge

Wir wählten den kürzeren, historischen Weg um nach Santiago zu gelangen. Leider ist hier viel auf der Straße zu gehen.

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Doch auch hier gibt es immer wieder nette Abwechslungen. Manchmal alte Kirchen, manchmal aber auch Naturphänomene wie einen Regenbogen.

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Durch kleine Dörfer und abwechslungsreiche Landschaft ging es zur Übernachtung nach „De Seixas„.

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Der kleine Ort hat oftmals mehr Pilger als Einwohner.

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11. Pilgertag – Für mich das Ende des Primitivo

Gleich am Morgen musste wieder ein stärkerer Anstieg bezwungen werden. In Hospital das Seixas hat man den Kilometerstein besonders schöne bemalen.

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Unterwegs immer wieder Möglichkeiten sich zu stärken (oftmals sehr erfinderisch) und die alten Wegkreuze.

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Schließlich kamen wir in Melide an. Somit war für mich der Camino Primitivo beendet.

Den Camino Francés kannte ich schon sehr gut. Wir gingen gleich in eine „Pulperia“ um nochmals die Meeresfruchte zu essen.

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Weiter ging es nach Arzúa und schließlich nach Salceda, wo wir die vorletzt Nacht verbrachten. Es war ein sehr langer Tag… Ich hatte noch nie eine ganze Pilgerschaft mit der gleichen Gruppe verbracht. Doch es war einfach toll und der nahende Abschied tat allen aus der Gruppe leid.

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12. Pilgertag – Die Ankunft

Heute sollte ich also dort ankommen, wo meine Reise dieses Mal eigentlich begann. Den Weg kenne ich inzwischen schon auswendig. Vorbei am Flughafen und hinauf zum Monte do Gozo!

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In der Kirche am Berg machten wir ein kleine Pause, oder auch eine Andacht um uns für die nächsten 4 Kilometer bis zur Kathedrale noch etwas Beistand von oben zu holen.

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Der Kilometer „0“ vor der Kathedrale. Jetzt war ich also wieder in Santiago de Compostela. Nur das Wetter trübte diese Stimmung ein wenig.

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Die bekannten Fotos vor der Kathedrale werden zurzeit durch die Renovierungsarbeiten etwas getrübt. Doch auch zwei Tag Regen in Santiago trübten vielleicht etwas die Stimmung. Wir gingen zum Pilgergottesdienst, holten uns die neugestaltete „Compostela“ ab und kaufen Andenken.

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Geschlafen wir haben wir natürlich in einer kleinen Pension. Irgendwann folgte dann natürlich der harte Abschied. Aber in der heutigen Zeit ist die Gruppe durch „facebook“ weiter verbunden. Der Weg schaffte Freundschaften die vielleicht anhalten… Ich empfand das Gruppenerlebnis als sehr bereichernd.

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Nun ging es mit Business-Class (ich bekam kein anderes Ticket) zurück nach Deutschland. Vor dem Hotel traf ich noch auf eine Pilgerbegleiterin, die ich aus Deutschland kannte. Eine schöne Begegnung! Auf dem Weg kommt es wohl gerne zu schönen Begegnungen!!!

Der etwas schwierige Camino Primitivo wurde für mich wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Wer nur 14 Tage Zeit hat, sollte nicht zögern, diesen Weg zu gehen….

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