In den letzen Jahren suchte ich immer nach Pilgerwegen in Europa. Doch wo endet Europa überhaupt? – Georgien (საქართველო) nennt sich selbst „Balkon Europas“ – Warum nicht den „Balkon“ betreten?

Gleich bei der Ankunft in Tbilisi erkennt man die kulturelle Zugehörigkeit zu Europa. Tbilisi (Tiflis) liegt am Mtkwari-Fluss und der Stadtname bedeutet „heiße Quellen“. Ich besichtigte natürlich das Abanotubani-Bäderviertel.

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Die Reise führte mich weiter nach Mzcheta, das durch seine Kirchen das Pilgerzentrum Georgiens darstellt. Die Sweti-Zchoweli-Kathedrale ist ein Muss für jeden Reisenden. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick auf die Dshwari-Kreuzkirche über der Stadt. Zu ihr führt ein ca. 7 km langer Pfad. Der Legende nach, stellte die Hl. Nino hier ein großes Holzkreuz auf.

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Zusammenfluss der Flüsse Kura und Aragwi (Blick von der Dshwari-Kreuzkirche)

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Mit dem Bus ging es auf der „Heerstraße“ nach Stepanzminda (Kasbegi), nahe der russischen Grenze, also kurz vor „Europa“.  Hier fällt der Blick auf die im 14. Jahrhundert erbaute Kuppelkirche Zminda Sameba, die auf 2170 m liegt. Seit der Wende wieder ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Für den Aufstieg muss man rund 90 Minuten einplanen. Dieses Gebiet im Großen Kaukasus mit seinen Wanderwegen ist auch Trekkingziel vieler Georgier.

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Hauptsehenswürdigkeit Georgiens sind die Höhlenklöster von Wardzia im Kleinen Kaukasus. Auch eine Region für Wanderer und Pilger. Zur türkischen Grenze sind es nur wenige Kilometer.

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Neben der sehenswerten Stadt Signagi sollte man noch das Alawerdi-Kloster in der Weinbauregion nahe Telawi besuchen. Auch hier können viele Wanderungen unternommen werden.

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Fazit dieser kurzen „Pilgerreise“ nach Georgien: Das Land bietet viele Wandermöglichkeiten jedoch (noch) keinen längeren Fernpilgerweg. Georgien ist jedenfalls eine Wander-Reise wert!!!!

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Nachtrag:

In Georgien gibt es natürlich auch noch „Die Pilgerstätte“ aus Sowjetzeiten: Das Stalin-Museum von Gori. Ein Museum, das selbst Museum ist.

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