Wie pilgert man von meiner Geburtsstadt Landshut nach Santiago de Compostela? Man kann auf dem Wolfgangweg nach Norden gehen und erreicht in Regensburg den Ostbayerischen Jakobsweg – Man kann auf dem Wolfgangweg nach Süden gehen und erreicht in Neu-/Altötting den Südostbayerischen Jakobsweg!

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Oder: Man geht über Moosburg nach Freising. Hier gibt es einen Zubringer zum Münchner Jakobsweg!

Meine Streckenempfehlung von Landshut nach Moosburg:

Wir starten die Pilgerschaft in der Martinskirche Landshut, die wir über das Seitenportal verlassen. (Die Stadtpfarr- und Kollegiatstiftskirche wurde von Hans Krumenauer um 1385 als Hallenkirche begonnen und unter Beteiligung des Hans von Burghausen bis um das Jahr 1500 fertiggestellt. Der Turm ist mit 130,6 Metern der höchste Backsteinturm der Welt sowie der höchste Kirchturm Bayerns. -Wikipedia-)

Wer als „Nicht-Einheimischer“ hier in Landshut starten will, sollte sich ein wenig Zeit für die Stadt nehmen!

Hier die Überachtungsmöglichkeiten:

http://www.landshut.de/portal/tourismus/uebernachtungen/hotelfuehrer-stadtgebiet.html

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Wir gehen in Richtung Altstadt und biegen bereits nach 30 Metern links in die Theaterstraße ab. Nach ca. 80 Metern gehen wir durch das Ländtor und erreichen nach weiteren 30 Metern die Isarbrücke.

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Hier überqueren wir den Fluss und gehen zur ev. Christuskirche. Die blauen Türen führen uns in die Kirche.

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Wir pilgern auf dieser Isarseite flussaufwärts (ca. 500 m) bis zum Achdorfer Isarsteg und überqueren hier wieder die Isar.

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Am Ende der Bücke gehen wir rechts, nehmen die Roßbachunterführung und gelangen zum Roßbach. Jetzt können wir den „Landshuter Höhenwanderweg“ bis Buch am Erlbach folgen. (Hierzu habe ich auf dem Blog bereits einen Artikel verfasst. Damals pilgerte ich allerding in die entgegengesetzte Richtung.)

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Tiefenbach, Viecht/Eching, Kronwinkl, Berghofen heißt nun die Reihenfolge der Orte, die man „durchpilgert“. (Wer von Tiefenbach einen Abstecher nach Ast macht, kann die ev. St. Jakobus-Kirche aus dem Jahr 1999 besichtigen.)

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Da es hier eine gute Karte gibt, verzichte ich auf die genaue Wegbeschreibung.

Karte zum Landshuter Höhenwanderweg:

http://www.tourismus-landshut.de/Portals/172/Spa%C3%9F%20und%20Aktivit%C3%A4ten/Wandern/Karte-230212.pdf

Mein Erlebnisbericht zum Landshuter Höhenwanderweg:

http://blog.wandern.de/als-pilger-auf-dem-landshuter-hoehenwanderweg/

Die Hauptroute des „Landshuter Höhenwanderweges“ endet am nördlichen Ende von Buch am Erlbach, nahe der kleinen Kirche St. Nikolaus. Hier gehen wir rechts nach Niedererlbach (Fahrradwegweiser „Weixerau“ – siehe Foto), durchqueren den Ort und stoßen nach ca. 250 Metern auf eine größere Straße. Dieser folgen wir nach links und biegen nach ca. 500 Metern rechts nach Aich ab. (Hier ist gerade ein Fahrradweg im Bau! – siehe Foto) Ab der Ortstafel von Aich heißt die Straße „St.-Georg-Straße“!

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In Aich (St.-Georg-Straße) ignorieren wir den Fahrradwegweiser „Moosburg“ und gehen bis zur Einmündung der Kirchfeldstraße. In diese biegen wir links ein und gelangen zur Kirche St. Georg.

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Wir folgen der Straße (am Knick rechts) und gelangen schließlich über den Mittleren Isarkanal. Hier können wir rechts auf dem „Oberpollinger Weg“ abkürzen oder wir gelangen auf der geteerten Straße zur Kochbauerstraße. Hier folgen wir wieder dem Fahrradwegweiser „Moosburg“ (siehe Foto).

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Der Fahrradweg „Moosburg“ führt uns zuerst über die Autobahn, dann vorbei am Moosburger Baggersee und schließlich zum Industriegebiet Degernpoint (zurzeit wird eine neue Straße gebaut). Das Industriegebiet umwandern wir nahezu vollständig.

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Schließlich führt uns der Radweg „Moosburg“ zur B 11. An einer Unterführung gelangen wir auf die andere Straßenseite. Jetzt sind es nur noch wenige Meter bis zur Brücke über die Isar und somit nach Moosburg. Gleich hinter der Isar hat man einen ersten Blick auf das Kastulus-Münster!

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Nach der Brücke gehen wir rechts und gleich wieder links (vor Pension „zur Länd“). Die Straße ist für Autos gesperrt. Wir folgen dieser und gelangen schließlich zum Viehmarktplatz. Die Straße heißt jetzt Viehmarktstraße.

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Wir überqueren die Stadtwaldstraße, gehen über den Mühlbach und gelangen zum Stadtgraben. Hier pilgern durch das kleinen Viehmarktgäßl zur „Auf dem Gries“, folgen dem  Wegweiser „Stadtmitte“ und gelangen schließlich in die Herrnstraße. Am Goldeselbrunnen biegen wir rechts in das Kirchengässl ab. Vielleicht hat der Esel ein paar Münzen für unsere Weiterreise?

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Jetzt haben wir den Blick auf das Kastulus-Münster. Der Neubau des Münsters aus dem  Jahre 1170 fiel 1207 weitgehend dem großen Brand zum Opfer. 1212 wurde das neu erbaute Münster eingeweiht. Für die meisten Pilger wird Moosburg der erste Übernachtungsort auf dieser Pilgerschaft sein. So hat man ausführlich Zeit, dass Bauwerk zu besichtigen.

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Gleich neben dem Münster steht die ehemalige Pfarrkirche St. Johannes. Diese ist jedoch oft verschlossen.

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Der Landshuter Höhenwanderweg hat eine Länge von 18 Kilometern. Rechnet man einen Kilometer in Landshut, zwei Kilometer für einen Abstecher nach Eching und die rund 7 Kilometer von Buch am Erlbach nach Moosburg, so hat der Weg eine Länge von 28 km!

Moosburg bietet viele Übernachtungsmöglichkeiten:

http://www.moosburg.de/index.php?id=0,167

 

Meine Streckenempfehlung von Moosburg nach Freising

Vom Kastulus-Münster in Moosburg gehen wir zum Stadtplatz. Die Pilgerschaft führt uns am Rathaus und der Mariensäule vorbei zur „Münchener Straße“. Unser Blick fällt gleich auf die Friedhofskirche St. Michael.

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Wir folgen weiter der „Münchener Straße“ und kommen an der Bruder-Konrad-Kapelle vorbei. Jetzt gehen wir bis zum Kreisverkehr und unterqueren diesen. Man sollte sich hier durch das Wirrwarr der Straßen nicht verunsichern lassen.

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Wir folgen dem Fahrradwegweiser „Thonstetten“ und gelangen schließlich über den Amper-Überführungskanal. Der Fußgänger kann hinter der Brücke (Die Böschung gleich hoch!) ein paar Meter abkürzen!

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Der Fahrradweg bringt uns ,vorbei am „Ehemaligen Friedhof Oberreit“, nach Thonstätten. Wer die Gedenkstätte besichtigen will, muss allerdings die befahrene Straße überqueren.

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Kurz vor Thonstätten unterqueren wir die B 11 und gelangen zur St.-Valentin-Kirche. Der Innenraum der Kirche wurde von 1880 bis 1890 neugotisch umgestaltet. Hier an der Kirche folgen wir den Fahrradwegweiser „Inkofen 3,5 km“.

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Der Weg führt uns über die Bahn und dann auf einem schönen Schotterweg nach Inkofen. Ein weicher Untergrund, wie ihn der Pilger so liebt.

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Schloss und Kirche sind schon aus der Entfernung zu erkennen. Eine Brücke führt uns über die Amper.

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Gleich hinter der Brücke gehen wir geradeaus und gelangen zu Treppen, die uns zum Schloss bringen. Es wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut. Das Schloss befindet sich im Besitz der Grafen La Rosée (Wikipedia).

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Neben dem Schloss stehen die Pfarrkirche und die Gruftkirche. Hier hat man einen weiten Blick über das Isar-Tal.

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Zurück zur Amperbrücke!  Wir folgend dem Fahrradwegweiser „Langenbach 2,5 km“. Die kaum befahrene Teerstraße führt uns zunächst entlang der Amper, dann durch Wald und schleißlich weiter zu einer breiten Straße. (Alternativ können wir am Waldende gerade nach Lagenbach entlang des Langenbachs auf einem Feldweg gehen!) Auf dieser überqueren wir eine Bahnnebenstrecke. Die ersten Häuser von Langenbach weisen uns sowieso die Richtung.

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Am Ortseingang von Langenbach pilgern wir bis kurz vor die Bahnschranken.  Hier zeigt uns ein Fahrradwegweiser den Weg nach „Marzling“. Als Pilger sollten wir jedoch nicht die Wallfahrtskirche Maria Rast ignorieren. Ein kleiner Umweg über die Bahn und dann leicht bergan bringt uns zu dem Gotteshaus. Die zweischiffige Hallenkirche aus dem 15. Jh. besticht mit ihrem BLAU.

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Zurück zum Fahrradwegweiser „Marzling“ pilgern wir zuerst zur Alten Pfarrkirche (ca. 600 m). Hier gehen wir links zur Bahnschranke und folgen nicht dem Fahrradwegweiser „Marzling“ vor der Alten Pfarrkirche! Wir überqueren die Bahnstrecke und sehen, nur wenige Meter abseits des Weges, links die Neue Pfarrkirche. Ein Bau der 20. Jahrhunderts, aber trotzdem reizvoll!

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Zurück zum Bahnübergang (nicht wieder überqueren) folgen wir der Beschilderung „Abenstalradweg“. Entlang der Bahnlinie kommen wir an einer kleinen Kapelle vorbei, die jedoch auf der anderen Seite der Gleise liegt und daher nicht besichtigt werden kann. Schließlich pilgern wir bis Schmidhausen und folgen wieder der Fahrrad-Beschilderung „Marzling“.

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Eine Schlaufe bringt uns durch Schmidhausen und wir wandern steil bergan. Am höchsten Punkt  folgen wir zunächst der Fahrrad-Beschilderung „Marzling“, biegen dann aber (nach ca. 150 m) links nach Hagenham ab. Der linke Weg führt uns ein Stück bergab. Wir gehen dann aber gleich wieder rechts hoch zu einem Rastplatz mit Blick auf das Isartal.

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Schräg gegenüber des Rastplatzes steht die kleine Kirche. Gleich hinter dieser folgen wir der Beschilderung „Marzling 2,5 km“. Ein geschotteter Pfad mit schöner Aussicht bringt uns nach Rudlfing.

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In Rudlfing  (gleich hinter der Ortstafel) ignorieren wir den Fahrradwegweiser „Marzling“ und wandern geradeaus weiter, bis die Straße uns zur Wallfahrtskirche Rudlfing bringt. Der heutige Bau wurde zwischen 1752 und 1755 am nördlichen Dorfrand an der Straße nach Marzling errichtet. Das barocke Gotteshaus ersetzte einen Vorgängerbau an gleicher Stelle. Die Kirche war lange Zeit Ziel von Marienwallfahrten. (Wikipedia)

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Kurz hinter Rudlfing hat man den ersten Blick auf den Domberg von Freising. Hinter der Ortstafel Marzling folgen wir den Fahrradwegweisern (2) „Freising“ und gelangen nach ca. 500 Metern (in Höhe der Kirche) zu einer Bahnunterführung für Fußgänger. Hier gehen wir nun zur St.-Martin-Kirche auf der anderen Seite der Bahnlinie.

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An der Kirche folgen wir ca. 100 m der Ludwig-Daxl-Straße. Am Straßenende gehen wir kurz links und folgen dann wieder rechts. Wir flogen dem Fahrradwegweiser „Freising“ (nicht die Bahn erneut unterqueren!).

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Entlang Bahn und Moosach gelangen wir zunächst zu einer Schrebergartensiedlung und kurz darauf zu den ersten Häusern von Freising.

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Die Straße nennt sich nun „Marzlinger Fußweg“ und endet zunächst in Höhe eines Bahnübergangs. Wir verlassen hier den Marzlinger Fußweg und überqueren die Moosach und die B 11. Auf der anderen Straßenseite folgen wir der „Alten Poststraße“. Diese Straße schlingert sich in ihrem historischen Verlauf durch die Stadt.

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Der Weg führt uns vorbei am Klostergarten von Neustift. Vielleicht sollte man hier noch eine kleine Pause einlagen?

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Schließlich gehen wir zur Klosterkirche, einer ehemalige Abtei der Prämonstratenser. Unsere Pilgerschaft geht weiter in Richtung Innenstadt.

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Am Ende der „Alten Poststraße“ hat man einen schönen Blick auf den Domberg. Wir folgen nun der „Gen.-v.-Nagel-Straße“ (er ist noch die breite Isarstraße/Mainburger Straße zu überqueren) und gelangen schließlich ins Zentrum der Stadt.

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Entlang der „Unteren Hauptstraße“  kommen wir vorbei an der Korbinian-Grundschuld. Hier stand früher das Franziskanerkloster.

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Jetzt kommen wir zum Marienplatz (Mariensäule) mit dem Rathaus. Hier im Rathaus habe ich zwei Jahre gearbeitet. Die Stadtpfarrkirche St. Georg sollte man als Pilger natürlich besuchen.

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Wir folgen links der kleinen Brennergasse (in Höhe des Brunnens) und gelangen zum ehemaligen Gefängnis. Rechts geht es bergauf zum Domberg. Wir nehmen den oberen der beiden Wege. Dieser mündet in einen Weg mit breiten Treppen die uns durch ein Tor führen. Am Domberg genießen wir zuerst die schöne Aussicht. Bei gutem Wetter kann man hier bis München und auf die Alpenkette sehen (großes Bild: Archivaufnahme vom Balkon des Kardinal-Döpfner-Hauses).

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Der Domberg zu Freising hat eine Höhe von 30 Metern. Seinen Mittelpunkt bildet der Dom St. Maria und St. Korbinian zu Freising. Den westlichen Abschluss des Domhofes bildet heute das Kardinal-Döpfner-Haus.

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Die Fresken der Brüder Asam und die Bestiensäule in der Krypta des Doms sind nur einige der Sehenswürdigkeiten in diesem Gotteshaus. Vielleicht übt gerade die barocke Kirchenumgestaltung ihren besonderen Reiz auf den Besucher aus!

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Freising wird für die meisten Pilger der zweite Übernachtungsort sein. So bleibt etwas Zeit, die Stadt ausführlich zu besichtigen.

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Die Tagesetappe „beträgt“ ca. 26 km.

Übernachtungsmöglichkeiten in Freising:

http://www.freising.de/tourismus/gastgeber.html

 

Wie geht es nun weiter zum Münchner Jakobsweg?

Über Dachau und Fürstenfeldbruck nach Stegen am Ammersee oder direkt nach München:

http://www.hanna-jakobsweg.de/page/wegbeschreibung/freisingstegen.htm