Camino del Sureste für einen Tag

16. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Ich war in Alicante um Bekannte zu besuchen. Etwas Zeit zum „Pilgern und Wandern“ blieb trotzdem. Der Flug nach Spanien entlang der Küste ist immer wieder ein eigenes Erlebnis. Die Alpen und Pyrenäen im Schnee und dann der erste Blick auf des blaue Meer.

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Es war ein warmer Tag im Februar mit rund 17 Grad. In Alicante gingen wir zunächst hinauf zum Castillo Santa Bárbara. Mein erster „Berg“ in diesem „Frühjahr“.

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Der Aufstieg wird mit einem wunderbaren Blick über die Stadt belohnt. Hier waren bereits viele Touristen aus der ganzen Welt. Alicante hat rund 330.000 Einwohner und liegt natürlich an der berühmten Costa Brava.

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Nun folgte der Abstieg bei der Ermita Santa Cruz und eine Wanderung zum Playa de San Juan. Dann sollte der Aufstieg zum zweiten „Berg“ erfolgen. Die herrliche Serra Grossa wartete auf uns.

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Oben angekommen, kann man Alicante nochmals wunderbar überblicken. In der Sonne war bereits Frühling, im Schatten spürte man noch leicht den Winter.

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Das war der Wanderteil meiner Kurzreise. Jetzt folgte ein Tag „Pilgern“ auf dem Camino del Sureste:

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Ausgangpunkt ist die Basilica Santa Maria im historischen Zentrum von Alicante. Diese war am frühen Morgen natürlich verschlossen. Durch einen Spalt in der Tür war aber ein Blick nach Innen möglich.

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Auf einer Hauswand weist eine Tafel auf den Weg nach Santiago de Compostela hin. In Aliante kann man sich bei den Jakobsfreunden von Alicante ein Wegebeschreibung abholen. Jedoch sind die Markierungen sehr gut, so dass ein Verlaufen eigentlich nicht möglich ist. Deutsche Literatur ist nicht verfügbar, aber im Netz sind div. Berichte und Karten in spanischer Sprache zu finden.

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Über schone Plätze geht es dann vorbei es an der Kathedrale San Nicolás, die leider auch verschlossen war. Baubeginn war kurz nach 16oo.

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Es wird die Rambla gequert und es folgen Wohnviertel, Industriegebiet und ein Armenviertel bis schließlich der Friedhof von Alicante erreicht wird. Hier biegt man links ab. Die Großstadt ist nun durchwandert und der Blick auf die Berge ist frei.

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Die Wegemarkierungen sind vorbildlich. Auf meiner Pilgerschaft auf dem Camino de Levante traf ich einen Fahrradpilger, der diesen Weg mit dem Fahrrad fuhr. Er berichtete auch von der guten Beschilderung.

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Das Pilgern auf Teer ist schnell vorbei und es folgen die schönen Schotterweg, die alle Pilgernden so lieben.

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Hier war irgendwie schon Frühlingsanfang. Das Gras war schon satt grün und die Bäume standen in Blüte. Zuhause lag noch Schnee und es hatte starken Frost….

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Es werden nur ein paar kleiner Dörfer durchwandert. Auf kleinen Hinweisschildern wird man auch auf Bars am Weg hingewiesen. Ich hatte genug Proviant für die nächsten Kilometer dabei.

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Es folgt eine wunderbare Schlucht. Die Stille wurde nur durch ein paar Motor-Cross-Fahrer gestört. Auf und Ab – eine kleine sportliche Herausforderung.

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Schließlich folgt der Aufstieg nach Cueva de San Pascual. Eine Einsiedelei auf der Spitze des Berges. Der Abstieg bringt uns nach

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Orito. Am Hauptplatz des kleinen Ortes nahm ich mein Mittagessen in einer Bar ein. Wie schon so oft, ließ ich mir von allen Tapas ein wenig geben. Es war Samstag und die Bar war sehr gut besucht.

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Dann folgte ich weiter dem Kreuzweg, der vorbei an einer Ermita und schließlich zu meinem Tagesziel, der

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Iglesia de Nuestra Sra de las Nieves de Monforte del Cid führte. Ich war 27 Kilometer in rund 6 Stunden gegangen. Mit einem weinenden Auge war mir bewusst, dass meine Pilgerschaft heute erst begonnen hat und gleichzeitig wieder beendet war.

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Vom Busbahnhof im Zentrum der Stadt ging es zurück nach Alicante. Ein Tag auf dem Camino im Februar!!!

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In weiteren 6 Tagen wäre Albacete erreicht. Hier gelangt der Pilgernde schließlich auf dem Camino de Levante. Diesen durfte ich letztes Jahr genießen.


Wanderurlaub in den Nördlichen Kalkalpen – Faschingserlebnisse am „Unsinnigen Donnerstag“ in Mittenwald

14. Februar 2017 | Von in Alpen

Im äußersten Süden Bayerns an der Grenze zu Österreich liegt der schöne Ferienort Mittenwald. Aktivurlauber und Alpenfans kommen hier in den Nördlichen Kalkalpen bei ausgedehnten Bergtouren auf ihre Kosten. In einem herrlichen Wandergebiet gelegen punktet Mittenwald das ganze Jahr über mit einem vielfältigen Sport- und Freizeitangebot. Egal, ob man sich für Schneeschuhwanderungen, Skilanglauf und Winterzauber begeistern kann oder die warme Jahreszeit vorzieht und bei angenehmen Temperaturen die Gipfel stürmt, in Mittenwald in Bayern erwarten den Urlauber beste Bedingungen.

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Wandern auf Lanzarote – Eröffnung des Unterwassermuseums „Museo Atlantico“

12. Februar 2017 | Von in Europa

Lanzarote liegt im Nordosten des Kanarischen Archipels und zählt zu den sieben großen Kanareninseln. Kontrastreiche Gebirgszüge, einladende Sandstrände und lohnende Ausflugsziele lassen einen Wanderurlaub auf Lanzarote zum Erlebnis werden. Im Jahr 1993 erklärte die UNESCO die gesamte Insel zum Biosphärenreservat, so dass Wanderer, denen der Naturschutz am Herzen liegt, hier ganz besonders auf ihre Kosten kommen. Neben wunderschönen Wanderrouten hält die Insel auch tolle Tauchreviere bereit. Wer also Lust auf erlebnisreiche Tauch-Ausflüge in die faszinierende Unterwasserwelt des Atlantiks hat, ist auf Lanzarote genau richtig.

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Wanderurlaub in Australien – Schlüpfende Schildkröten und die Zuckerstadt Bundaberg

3. Februar 2017 | Von in Weltweit

Aktivurlauber, die einen Wanderurlaub in Australien planen, haben meist hohe Erwartungen und können es kaum abwarten, den roten Kontinent endlich auf Schusters Rappen zu erkunden. Egal, wie die Wahl bezüglich des genauen Reiseziels auch ausfällt, in der Regel werden Wanderfreunde nicht enttäuscht und dürfen sich somit auf einen erlebnisreichen Aktivurlaub mit tollen Highlights freuen. Die Ostküste Australiens hält wunderschöne Wandergebiete, eine artenreiche Flora und Fauna sowie landschaftliche Attraktionen wie das Great Barrier Reef bereit. Besonders interessant wird es, wenn die seltenen Schildkröten von Mon Repos schlüpfen und sich auf den ungewissen Weg ins Meer machen.

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Aktivurlaub auf Mallorca – Mandelblütenfest in Son Servera

1. Februar 2017 | Von in Europa

Für passionierte Wanderfreunde, die die abwechslungsreiche Natur der Baleareninsel Mallorca für sich entdecken möchten, ist der Anfang eines jeden Jahres genau die richtige Reisezeit. Im Januar und Februar stehen nämlich die zahlreichen Mandelbäume auf Mallorca in voller Blüte und bilden somit die perfekte Kulisse für ausgedehnte Wanderungen. Bei diesen Streifzügen durch die Natur kann man jedoch nicht nur die in Weiß und Rosa getauchten Landschaften bewundern, sondern auch die Gelegenheit nutzen, interessante Veranstaltungen zu besuchen, die sich rund um das Thema Mandel drehen.

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Unterscheidung zwischen Pilgern und Wallfahren

1. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Eine Frage, die mir schon oft gestellt wurde.

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Dr. Oliver Gußmann, Touristen- und Pilgerpfarrer in St. Jakob/Rothenburg ob der Tauber,

hat sich hierüber auch Gedanken gemacht:

 

Pilgern (kirchenlat. pelegrinus = Fremder, Wanderer)

fernes Ziel (Tausende Kilometer)

kleine Gruppe oder allein unterwegs, liturgisch offen

Fremdheitserfahrung, Grenzüberschreitung

Jerusalem, Rom, Santiago

 

 

Wallfahren (westgermanisch wallen = umherschweifen, unstet sein)

regionales Ziel (Tagesetappe)

große Gruppe

Gemeinschaftserfahrung wichtig, liturgisch feste Prägung

Katholische Wallfahrtsorte: Altötting, Tschenstochau

 

 


Wandern in den Kitzbüheler Alpen – Biathlon-WM 2017 in Hochfilzen

26. Januar 2017 | Von in Alpen

Passionierte Wanderer haben Tirol längst als perfektes Wandergebiet für sich entdeckt. Wer einen gelungenen Wanderurlaub in Österreich verbringen möchte, hat bezüglich des Reiseziels die Qual der Wahl, denn unzählige Ferienorte in der kontrastreichen Landschaftskulisse der Alpen halten beste Bedingungen für einen erlebnisreichen Aktivurlaub bereit. Hierzu zählt unter anderem auch die Gemeinde Hochfilzen im Tiroler Bezirk Kitzbühel. Direkt am Grießenpass, zwischen den Leoganger Steinbergen und den Kitzbüheler Alpen, gelegen erweist sich Hochfilzen das ganze Jahr über als perfekte Wander-Destination. Veranstaltungen wie die Biathlon-WM bilden große Anziehungspunkte für Sportbegeisterte und Touristen.

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Auf dem Camino Catalán nach Montserrat

25. Januar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Ein Tag auf dem Camino Catalán

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In Bayern tobte der Winter mit Temperaturen weit unter Null. Warum nicht ein verlängertes Wochenende in Barcelona verbringen? Solche Entscheidungen fallen bei mir binnen Sekunden!

Egal wo in der Welt – spirituelle Orte sind immer meine erste Anlaufstelle bei den Stadtbesichtigungen. Barcelona bietet hiervon mehr als genug.

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Die Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia im gotischen Viertel steht heute ein wenig im Schatten der Sagrada Familia. Die Besichtigung sollte jedoch schöne Pflicht für jeden Stadtbesucher sein.

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Gleich neben unserem Hotel: Santa Maria del Mar, ebenfalls im gotischen Stil erbaut.

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Die Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família (vollständiger Name) muss wohl hier nicht beschrieben werden. Diese Bilder von der Sakrada Familie sprechen für sich. Fertigstellung in zirka 80 Jahren!

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Noch ein kurzer Blick vom Park Güell über Barcelona und schon war ich wieder auf einem Camino – dem Camino Catalán. Er führt von Barcelona über Montserrat nach Santiago de Compostela. In Logroño trifft er auf den Camino Francés. Vollständige Wegemarkierungen beginnen in Monistrol !

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Die Tageswanderung führte uns hinauf zur berühmten Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat. Ausgangspunkt für den Aufstieg ist der kleine Ort Monistrol de Montserrat.

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Der Camino Catalán nimmt hier den Weg durch den historischen Stadtkern und biegt in Höhe eines Parkplatzes schließlich ab. Die gewohnten gelben Pfeile sind gut zu sehen.

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Der Aufstieg ist anfangs sehr gemächlich. An vielen Stellen haben die Pilger einen wunderbaren Blick auf Monistrol und die herrliche Gebirgslandschaft. Der Boden war im Januar gefroren und gut zu begehen.

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Es folgen steile Treppen für die letzten Meter bis zum Kloster. Wir sind auf 721 Höhenmetern angekommen. Bereits 1980 war ich als Kind hier. Damals allerdings mit der Seilbahn.

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Oben sollte man den Blick auf des Meer und die Berge genießen. In Barcelona hatte es im Januar rund 16 Grad. Bei Sonnenschein ist dies für Deutsche ein Frühlingsgefühl.

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Hier beim Kloster waren die Temperaturen erheblich niedriger, doch bei wolkenfreiem Himmel kam kein Gedanke an Winter auf.

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In der herrlichen Kirche war diese kurze Pilgerschaft auch schon wieder beendet. Kurz vor Sonnenuntergang war auch der Abstieg wieder geschafft.

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Im Klosterladen konnte ich das Buch über den Camí de Sant Jaume erwerben. Ein Reiseführer über den Weg in katalanischer Sprache geschrieben. Im Oktober will ich von hier meinen Camino Catalán starten. Natürlich berichte ich wieder hier im Wanderblog.

Alexander Bürger


Mehr Komfort im Wanderurlaub auf Teneriffa

24. Januar 2017 | Von in Europa

Die spanische Kanareninsel Teneriffa ist jedes Jahr das Ziel unzähliger Touristen, die nicht nur an den Stränden relaxen wollen, sondern gerne auch Entdeckungstouren unternehmen. Die facettenreiche Landschaft der Insel ist dazu geradezu prädestiniert, denn abseits der Küste ist der vulkanische Ursprung Teneriffas allgegenwärtig und sorgt für eine faszinierende Kulisse. In diesem Zusammenhang ist unter anderem das Teno-Gebirge zu nennen, das geologisch gesehen zu den ältesten Teilen der Insel gehört.

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