Alexander Bürger

12. März 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Über 10.000 km auf Jakobswegen und Pilgerwegen

 

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Nach vielen Reisen auf allen Kontinenten suchte ich 2007 eine neue Erfahrung. Ferne Länder waren mir inzwischen bekannt. Warum nicht den Camino Francés nach Santiago de Compostela pilgern? Eine Idee, die mich nicht mehr losließ. Keine 300 km pro Tag mit Bus oder Auto, nein – 25 km pro Tag – zu Fuß!
Die ersten Schritte auf dem berühmtesten Jakobsweg empfand ich als anstrengend. – Aber eben nur die ersten Schritte. – Der Körper gewöhnte sich sehr schnell an seine Tagesaufgabe und es setzte ein Gefühl von Freiheit und Glück ein. Das Lebensnotwendigste auf dem Rücken, wenig Luxus, aber sehr viel Unabhängigkeit. Ein einfaches Leben, aber ausgefüllt von Unterhaltungen mit Menschen am Weg und Menschen auf dem Weg.
Wieder Zuhause angekommen, konnte ich mich nicht damit abfinden, dass dieses Leben nun zu Ende sein sollte. Zurück in eine Welt von Konsum, Oberflächlichkeit und Hektik?
Bereits 10 Monate später machte ich mich wieder auf den Weg nach Santiago. Jetzt war für mich klar, dass mich der sogenannte Santiago-Virus gepackt hatte. Ein Gefühl, das man erleben muss. Anders kann man es wohl nicht verstehen.
Warum nicht ein Leben als Pilger führen und das ganze Leben als Pilgerschaft ansehen? Ich hatte Glück, dass mein Job teilzeitfähig war. Als „Downshifter“ hatte ich nun Zeit, meine Reisepläne zu verwirklichen.
So zog es mich inzwischen auf der Via Francigena nach Rom, auf der Vía de la Plata, dem Caminho Português, der Via Podiensis, dem Camino Primitivo, dem Camino Inglés, dem Camino de Levante und dem Camino de la Costa zum Jakobsgrab. Auch in Ungarn, Tschechien, Albanien, Griechenland und Georgien fand ich schöne Wege.
Wer die Ferne kennt, beginnt wohl in der näheren Heimat zu suchen. Gunthersteig, Via Nova und viele Jakobswege im deutschsprachigen Raum waren nun meine Ziele. Besonders gefreut hat mich das Projekt Wolfgangweg. Endlich ein Fernpilgerweg durch meine Geburtsstadt Landshut.
Nach so vielen Kilometern war es an der Zeit, andere Menschen für dieses Thema zu begeistern. Vor vier Jahren wurde ich Mitglied in der Fränkischen Jakobusgesellschaft und konnte hierdurch eine Qualifizierung zum Pilgerbegleiter machen. Jetzt gab es neben meinen eigenen Pilgertouren auch meine Begleitungen. Menschen sozusagen auf den Weg bringen…
Mit dem Zählen von Kilometern habe ich aufgehört. Es sind jedoch bereits weit über 10.000!
Es wird sowieso kein Ende der Pilgerschaften geben. Der Olavsweg in Norwegen, der Shikoku Pilgerweg in Japan (Ende April geht es los) und der Saints Way in Cornwall sind die nächsten Herausforderungen.
Meine Pläne, einer Fußpilgerschaft nach Jerusalem, liegen wegen des Krieges im Nahen Osten leider weiter auf Eis…

Alexander Bürger
AlexanderBuerger@gmx.de

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Meine begleiteten Pilgertouren

 

Südostbayerischer Jakobsweg (Passau – Schärding):

Anfragen hierzu sind für Gruppen ab 5 Personen jederzeit möglich (Reisebeschreibung aus dem Jahr 2015):

http://blog.wandern.de/auch-in-2015-tageswanderungen-auf-dem-jakobsweg-durch-suedostbayern/

Fotobericht hierzu

Camino Francés Spanien:

http://www.wandern.de/reise/z407/

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Außerdem begleite ich Pilger für das Christliche Bildungswerk Landshut (CBW):

Hier der Link für den Download der Touren:

www.cbw-landshut.de/fileadmin/Landshut/Dokumente/pilgern-2017_250117.pdf

 ***

Mein Tätigkeitsgebiet:

Mein Tätigkeitsgebiet als Pilgerbegleiter

 

 

Pilgertipps

Camino Francés? – Vía de la Plata? – Küstenweg?   Welcher Weg ist für mich richtig?

Unterscheidung zwischen Pilgern und Wallfahren?

 

 

Pilgerausweis

Wo bekomme ich einen Pilgerausweis für den Jakobsweg?

U. a. bei der Fränkischen St.-Jakobusgesellschaft Würzburg e. V.

http://www.jakobus-gesellschaften.de/

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Wo bekomme ich einen Pilgerausweis für den Wolfgangweg?

Da es bisher keinen gab, hat SABINE PENZENSTADLER einen Pilgerausweis gestaltet. Dieser kann hier downgeloadet werden. Einfach auf A4 Hinter- und Vorderseite ausdrucken und falten!

Pilgerausweis Wolfgangweg downloaden

 

 

Meine Vortragstermine

Vortragstermine

 

 

Nächster Landshuter Pilgerstammtisch

Freitag, 07. April 2017 – 19.30 h im Gasthaus Zum Krenkl, Altstadt 107, 84028 Landshut

Hier treffen sich Vereinsmitglieder der Fränkischen St.-Jakobusgesellschaft, anderer Jakobusgesellschaften, Pilgerbegeisterte, etc.

Der Landshuter Pilgerstammtisch trifft sich vierteljährlich (Januar, April, Juli, Oktober – jeweils dritter Freitag im Monat). Zum Stammtisch kann natürlich auch kommen, wer sich für das Thema PILGERN interessiert oder Fragen hierzu hat.

 

 

Fragen an mich

Ich bin für jeden Pilger erreichbar:

AlexanderBuerger@gmx.de

www.pilger-buerger.eu

Tel. 08741-949005

oder stelle mir auf Facebook einen Freundschaftsantrag

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Vielleicht pilgerst Du gerade auf dem Wolfgangweg durch VILSBIBURG und willst Dich mit mir austauschen? – Melde Dich einfach!

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Leider kann ich (noch) keine „Pilgerbeherbungen“ anbieten,

… aber ich plane mittelfristig eine „Pilgerwohngemeinschaft“ in Vilsbiburg, die auch Platz für eine Nacht hat!

 

 

Neuigkeiten

Neuigkeiten von den Caminos (und von mir) I/2015

Pilgern auf der f.re.e in München

Neuigkeiten von den Caminos (und von mir) II/2015

Die neuen Trassen der Via Nova nach Kelheim-Weltenburg sind eröffnet

Neuigkeiten von den Caminos (und von mir) I/2016

Vier Caminos in Österreich

Neuigkeiten von den Caminos (und von mir) II/2016

Neuigkeiten von den Caminos (und von mir) III/2016

 

Presseartikel

Wochenblatt Landshut: 7.500 Kilometer zu Fuß

Zeitungsberichte div. Tageszeitungen

Pressemitteilungen zum Ersten Landshuter Jakobspilgertag

Interview im Newsletter von Wandern.de

 

 

Landshuter Jakobspilgertag – Messe „Pilgern und Wandern“

Erster Landshuter Jakobspilgertag (Flyer)

Pressemitteilungen und Fotos vom Ersten Landshuter Jakobspilgertag

 

Der nächste Landshuter Jakobspilgertag wird im März 2017 im Rahmen der Umweltmesse Landshut stattfinden. Eine Messe in der Messe mit dem Namen: Pilgern und Wandern

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Hierfür gibt es schon die Homepage: www.pilgernundwandern.bayern

 

 

 

Meine Erlebnisberichte

Jakobsweg Böhmen-Bayern-Tirol (Südostbayerischer Jakobsweg):

Tageswanderung auf dem Südostbayerischen Jakobsweg

Auf dem Jakobsweg Böhmen-Bayern-Tirol von Pfarrkirchen im Mühlkreis nach Passau

Tagestour nach Wasserburg

Fränkischer Jakobsweg:

Fränkischer Jakobsweg Kronach – Bamberg

Ostbayerischer Jakobsweg:

Jakobswanderung von Böhmen nach Bayern

Kurzwanderung: Eschlkam – Hl. Blut

Bayerisch-Schwäbischer Jakobsweg:

Drei Tage auf dem Bayerisch-Schwäbischen Jakobsweg

Münchner Jakobsweg:

Pilgern auf dem Münchner Jakobsweg

Freisinger Jakobsweg

Jakobsweg Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn:

Vom Kloster Schäftlarn zum Kloster Benediktbeuern

Jakobsweg Tillyschanz – Bodensee:

In zwei Tagen von Nördlingen über Neresheim nach Giengen an der Brenz

Augsburger Jakobsweg

Sächsischer Jakobsweg:

Sächsischer Jakobsweg (Bautzen – Zwickau)

Jakobsweg Erfurt – Paulinzella – Coburg:

Erfurt – Paulinzella – Coburg

Jakobsweg Rothenburg ob der Tauber – Speyer:

Jakobsweg „Rothenburg – Speyer“ bis Kloster Schöntal

Mittelfränkischer Jakobsweg:

Von Heilsbronn nach Rothenburg ob der Tauber

Jakobsweg Via Baltica – Jakobsweg Sachsen-Anhalt:

Pilgern auf der Via Baltica

Spanische Jakobswege:

Camino Francés und Camino Fisterra

Vía de la Plata

Camino de la Costa (Küstenweg)

    Alternativroute Bilbao – Portugalete

Camino Primitivo

Camino Inglés

Camino de Levante (Teil 1 – Valencia – Albacete)

Camino de Levante (Teil 2 – Albacete – Zamora)

Auf dem Camino Catalán nach Montserrat

Camino del Sureste für einen Tag

Französischer Jakobsweg:

Via Podiensis

Portugiesischer Jakobsweg:

Caminho Português

Ungarischer Jakobsweg – Jakobsweg Burgenland – Österreichischer Jakobsweg:

Von Pannonhalma über das Burgenland nach Wien

Ein paar Kilometer durch Oberösterreich

Jakobsweg Südtirol:

Fotoimpressionen vom Südtiroler Jakobsweg

Via Francigena:

Vom Jakobspilger zum Petruspilger – Teil I (Lausanne – Lucca)

Vom Jakobspilger zum Petruspilger – Teil II (Lucca – Rom)

Via Nova:

Kloster-Winkel und Thermenland

Auf der Via Nova von Mallersdorf-Pfaffenberg nach Vilshofen

Via Nova: Mallersdorf-Pfaffenberg – Rohr – Weltenburg (Vorschau Herbst 2014)

Zwei Tage auf der Via Nova von Straubing über Sünching zur Napoleonshöhe

Auf der Via Nova von Passau nach Fürstenzell

Von Schierling über Kelheim nach Kloster Weltenburg

Landshuter Höhenwanderweg:

Als Pilger auf dem Landshuter Höhenwanderweg

Von Landshut über Moosburg zum Jakobsweg-Zubringer in Freising:

Meine Wegempfehlung – Vielleicht irgendwann ein offizieller Zubringer!

Landshuter Höhenwanderweg II

Gunthersteig:

Der Gunthersteig

Wolfgangweg:

Wolfgangweg statt Jakobsweg

Benediktusweg:

Berching – Kloster Plankstetten

RassoWeg:

Der Rassoweg um den Ammersee

Partnachklamm

Bruder-Konrad-Weg:

Von Pfarrkirchen zum Geburtshaus

Lutherweg:

Drei Tage auf dem Lutherweg von Gera nach Neustadt an der Orla

Via Egnatia (Albanien – Mazedonien):

Pilgern auf der Via Egnatia ins Jerusalem des Balkan (Bilder meiner Planungstour)

Pilgerwandern auf Malta:

Pilgerwandern auf Malta und Gozo

Griechenland:

Als Pilger auf Kreta – Die Schluchten des Südwestens

Pilgerwege in Georgien:

Pilgerwandern in Georgien? – Warum nicht!

Bulgarien (България):

Das Rila-Kloster (Рилски манастир)

Ägypten:

Das Antonius- und das Pauluskloster in Ägypten

Japan:

Als Jakobspilger auf Shikoku – Bericht ab Juni 2017

Spirituelle Orte an den Enden der Welt:

Namibia – Argentinien/Chile – Neuseeland

 

 

Zeichnung oben: Eva Sax     Foto oben: Andreas Hasak

Von Heilsbronn nach Rothenburg ob der Tauber

11. März 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Zwei Tage auf dem „Mittelfränkischen Jakobsweg“ nach Rothenburg ob der Tauber….  Der Name des Ziels ist Grund genug für diese Pilgerschaft. Dieser Jakobsweg wurde 1995 eröffnet und beginnt in Nürnberg.

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Tag 1:

Gestartet bin ich am frühen Morgen in Heilsbronn. Die kleine Stadt mit weniger als 10.000 Einwohnern eignet sich vorzüglich als Startpunkt für die Zwei-Tages-Tour. Die Anreise ist mit der Bahn möglich. Unterkünfte gibt es in der Stadt.

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Das Münster des Klosters Heilsbronn ist wohl der kulturelle Höhenpunkt der Kleinstadt. Kirchenbesichtigungen sind erst ab 10 h möglich. Ich kannte das Innere der Kirche bereits aus einer früheren Reise. Leider finde ich die Bilder nicht mehr.

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Es folgen sehr schöne Waldwege zum Entspannen und „Seelebaumelnlassen“. Ich traf auf viel Jogger und Walker.

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Dann wird Großhasslach erreicht. Für Touristen hat man im Ort eine kleine Jakobsweg-Runde markiert. Ein sehr schöner Name für den Weg im WEG: „Vier Perlen am Jakobsweg“ Gleich neben der Kirche ist eine Metzgerei, die Gelbwurst im Naturdarm anbietet. Mein zweites Frühstück. …. viel wichtiger: Neben der Kirche ist das 2005 gebaute Jakobushaus!

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Es folgt der Aufstieg nach Forst. Das Wetter war im März bereits angenehm warm. Der Frühling ist nicht mehr weit.

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Belohnt wird der Aufstieg mit einem wunderbaren Rundblick. Nur wenige Kilometer auf dieser Anhöhe folgen…

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Über einen steilen Abstieg wird Weihenzell mit seiner Jakobskirche aus dem Jahr 1713 erreicht. Der Turm ist viel älter. Im Ort findet der Pilger und die Pilgerin auch Supermarkt und Gaststätte.

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Es folgt nach der kleine Ort Wernsbach (Johanniskirche), bis der Jakobsweg uns zum Tagesziel bringt.

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Die Ortschaft Lehrberg mit der Kirche Sankt Margaretha wird nach rund 25 Kilometern erreicht. Lehrberg hat gute 3.000 Einwohner.

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Sehenswert ist auch das Lehrberger Kappl. Ein sehr schöner erster Tag und fast schon Frühling…  Der Winterschlaf ist beendet!

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Tag 2:

Am nächsten Tag verläuft der Jakobsweg zunächst auf der Straße. Für Pilgernde, Radfahrer und Fußgänger hat man eine eigene Spur eingerichtet. Anschließend geht es bergan und durch sehr viel Wald.

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Hinab ins malerische Häslabronn – Ein Dorf, wie ein Museum! Wohl ein Höhepunkt der ganzen Pilgerschaft – Die Kirche St. Jakob war früher eine berühmte Wallfahrtskapelle. – Und es geht wieder bergan.

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Der erste Blick auf Colmberg folgt nach einer längeren Passage durch den Wald.

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Die Burg ist eine Spornburg und liegt auf 511 Meter. Besichtigungen im Außenbereich sind erlaubt, auch wenn die Burg heute als Hotel genutzt wird.

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Der Ort liegt im Tal und es geht steil begab. Hier findet man Gaststätten und Supermarkt. Hinter Colmberg wird es etwas ebener. Teils Teer, teils Feldweg führten zur nächsten Ortschaft.

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Namens Binzwangen – mit der Kirche St. Sebastian, Cornelius und Cyprian. Der markante Zwiebelturm wurde 1749 vom Eichstätter Bischof in Auftrag gegeben.

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Es folgt Stettberg (Wehrkirche St. Nikolaus-Kirche) und ein Auf und Ab bis schließlich der erste Blick auf das Ziel möglich ist. Ein Name wie eine Legende…

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Rothenburg ob der Tauber! – Über das Würzburger Tor erreicht der Pilgernde die wunderbare Stadt.

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Immer geradeaus geht es zur Jakobuskirche (Baubeginn 1311 – Hauptaltar zeigt Hühnerwunder), wo der Heilige uns schon als Statue erwartet. Ein Fotomotiv – nicht nur für Pilger und Pilgerinnen. Interessant ist der Westchor, der die Klingengasse überbaut. Hier befindet sich die Wallfahrtskapelle zum Hl. Blut.

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Für die Innenbesichtigung muss eine Eintritts-Karte gekauft werden. Bei Pilgern mit Ausweis macht man hier eine Ausnahme. Gut 35 Kilometer sind des von Lehrberg nach Rothenburg. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier mehr wie genug. Auch ich verbrachte die Nacht von Freitag auf Samstag hier.

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Wie oft werden diese Aufnahmen wohl schon im Netz sein?

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Auf nach Rothenburg ob der Tauber! Die vielen Chinesen und Japaner können doch nicht irren!!!

In Rothenburg fand am Samstag, den 11. März 2017 die Jakobusweg-Arbeitstagung von Pfarrer Dr. Oliver Gußmann statt. Zwei Tage „Pilgern“ und ein Tag „Arbeiten“….

(Fotos teilweise aus meinem Archiv)


Vortrag: 13.000 Kilometer auf Jakobswegen

17. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

10 Jahre auf Jakobswegen – 13.000 Kilometer

Hierzu gibt es zwei Spezialvorträge in Waldkraiburg und Erding:

Camino Francés, Via Franicgena, Via de la Plata, Via Podiensis, Camino de la Costa, Camino Portugues, Camino Primitivo, Camino de Levante, Jakobswege in Deutschland, Österreich und und und …..

Eine Reise durch (fast) ganz Europa auf Jakobswegen in einem Dia-Vortrag!

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 Vielleicht wollen Sie auch einen Weg pilgern….   Wer die Wahl hat, der hat die Qual. Nach diesem Vortrag werden Sie den richtigen WEG für Ihre Pilgerschaft gefunden haben!!!


Camino del Sureste für einen Tag

16. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Ich war in Alicante um Bekannte zu besuchen. Etwas Zeit zum „Pilgern und Wandern“ blieb trotzdem. Der Flug nach Spanien entlang der Küste ist immer wieder ein eigenes Erlebnis. Die Alpen und Pyrenäen im Schnee und dann der erste Blick auf des blaue Meer.

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Es war ein warmer Tag im Februar mit rund 17 Grad. In Alicante gingen wir zunächst hinauf zum Castillo Santa Bárbara. Mein erster „Berg“ in diesem „Frühjahr“.

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Der Aufstieg wird mit einem wunderbaren Blick über die Stadt belohnt. Hier waren bereits viele Touristen aus der ganzen Welt. Alicante hat rund 330.000 Einwohner und liegt natürlich an der berühmten Costa Brava.

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Nun folgte der Abstieg bei der Ermita Santa Cruz und eine Wanderung zum Playa de San Juan. Dann sollte der Aufstieg zum zweiten „Berg“ erfolgen. Die herrliche Serra Grossa wartete auf uns.

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Oben angekommen, kann man Alicante nochmals wunderbar überblicken. In der Sonne war bereits Frühling, im Schatten spürte man noch leicht den Winter.

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Das war der Wanderteil meiner Kurzreise. Jetzt folgte ein Tag „Pilgern“ auf dem Camino del Sureste:

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Ausgangpunkt ist die Basilica Santa Maria im historischen Zentrum von Alicante. Diese war am frühen Morgen natürlich verschlossen. Durch einen Spalt in der Tür war aber ein Blick nach Innen möglich.

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Auf einer Hauswand weist eine Tafel auf den Weg nach Santiago de Compostela hin. In Aliante kann man sich bei den Jakobsfreunden von Alicante ein Wegebeschreibung abholen. Jedoch sind die Markierungen sehr gut, so dass ein Verlaufen eigentlich nicht möglich ist. Deutsche Literatur ist nicht verfügbar, aber im Netz sind div. Berichte und Karten in spanischer Sprache zu finden.

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Über schone Plätze geht es dann vorbei es an der Kathedrale San Nicolás, die leider auch verschlossen war. Baubeginn war kurz nach 16oo.

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Es wird die Rambla gequert und es folgen Wohnviertel, Industriegebiet und ein Armenviertel bis schließlich der Friedhof von Alicante erreicht wird. Hier biegt man links ab. Die Großstadt ist nun durchwandert und der Blick auf die Berge ist frei.

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Die Wegemarkierungen sind vorbildlich. Auf meiner Pilgerschaft auf dem Camino de Levante traf ich einen Fahrradpilger, der diesen Weg mit dem Fahrrad fuhr. Er berichtete auch von der guten Beschilderung.

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Das Pilgern auf Teer ist schnell vorbei und es folgen die schönen Schotterweg, die alle Pilgernden so lieben.

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Hier war irgendwie schon Frühlingsanfang. Das Gras war schon satt grün und die Bäume standen in Blüte. Zuhause lag noch Schnee und es hatte starken Frost….

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Es werden nur ein paar kleiner Dörfer durchwandert. Auf kleinen Hinweisschildern wird man auch auf Bars am Weg hingewiesen. Ich hatte genug Proviant für die nächsten Kilometer dabei.

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Es folgt eine wunderbare Schlucht. Die Stille wurde nur durch ein paar Motor-Cross-Fahrer gestört. Auf und Ab – eine kleine sportliche Herausforderung.

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Schließlich folgt der Aufstieg nach Cueva de San Pascual. Eine Einsiedelei auf der Spitze des Berges. Der Abstieg bringt uns nach

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Orito. Am Hauptplatz des kleinen Ortes nahm ich mein Mittagessen in einer Bar ein. Wie schon so oft, ließ ich mir von allen Tapas ein wenig geben. Es war Samstag und die Bar war sehr gut besucht.

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Dann folgte ich weiter dem Kreuzweg, der vorbei an einer Ermita und schließlich zu meinem Tagesziel, der

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Iglesia de Nuestra Sra de las Nieves de Monforte del Cid führte. Ich war 27 Kilometer in rund 6 Stunden gegangen. Mit einem weinenden Auge war mir bewusst, dass meine Pilgerschaft heute erst begonnen hat und gleichzeitig wieder beendet war.

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Vom Busbahnhof im Zentrum der Stadt ging es zurück nach Alicante. Ein Tag auf dem Camino im Februar!!!

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In weiteren 6 Tagen wäre Albacete erreicht. Hier gelangt der Pilgernde schließlich auf dem Camino de Levante. Diesen durfte ich letztes Jahr genießen.


Unterscheidung zwischen Pilgern und Wallfahren

1. Februar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Eine Frage, die mir schon oft gestellt wurde.

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Dr. Oliver Gußmann, Touristen- und Pilgerpfarrer in St. Jakob/Rothenburg ob der Tauber,

hat sich hierüber auch Gedanken gemacht:

 

Pilgern (kirchenlat. pelegrinus = Fremder, Wanderer)

fernes Ziel (Tausende Kilometer)

kleine Gruppe oder allein unterwegs, liturgisch offen

Fremdheitserfahrung, Grenzüberschreitung

Jerusalem, Rom, Santiago

 

 

Wallfahren (westgermanisch wallen = umherschweifen, unstet sein)

regionales Ziel (Tagesetappe)

große Gruppe

Gemeinschaftserfahrung wichtig, liturgisch feste Prägung

Katholische Wallfahrtsorte: Altötting, Tschenstochau

 

 


Auf dem Camino Catalán nach Montserrat

25. Januar 2017 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

Ein Tag auf dem Camino Catalán

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In Bayern tobte der Winter mit Temperaturen weit unter Null. Warum nicht ein verlängertes Wochenende in Barcelona verbringen? Solche Entscheidungen fallen bei mir binnen Sekunden!

Egal wo in der Welt – spirituelle Orte sind immer meine erste Anlaufstelle bei den Stadtbesichtigungen. Barcelona bietet hiervon mehr als genug.

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Die Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia im gotischen Viertel steht heute ein wenig im Schatten der Sagrada Familia. Die Besichtigung sollte jedoch schöne Pflicht für jeden Stadtbesucher sein.

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Gleich neben unserem Hotel: Santa Maria del Mar, ebenfalls im gotischen Stil erbaut.

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Die Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família (vollständiger Name) muss wohl hier nicht beschrieben werden. Diese Bilder von der Sakrada Familie sprechen für sich. Fertigstellung in zirka 80 Jahren!

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Noch ein kurzer Blick vom Park Güell über Barcelona und schon war ich wieder auf einem Camino – dem Camino Catalán. Er führt von Barcelona über Montserrat nach Santiago de Compostela. In Logroño trifft er auf den Camino Francés. Vollständige Wegemarkierungen beginnen in Monistrol !

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Die Tageswanderung führte uns hinauf zur berühmten Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat. Ausgangspunkt für den Aufstieg ist der kleine Ort Monistrol de Montserrat.

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Der Camino Catalán nimmt hier den Weg durch den historischen Stadtkern und biegt in Höhe eines Parkplatzes schließlich ab. Die gewohnten gelben Pfeile sind gut zu sehen.

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Der Aufstieg ist anfangs sehr gemächlich. An vielen Stellen haben die Pilger einen wunderbaren Blick auf Monistrol und die herrliche Gebirgslandschaft. Der Boden war im Januar gefroren und gut zu begehen.

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Es folgen steile Treppen für die letzten Meter bis zum Kloster. Wir sind auf 721 Höhenmetern angekommen. Bereits 1980 war ich als Kind hier. Damals allerdings mit der Seilbahn.

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Oben sollte man den Blick auf des Meer und die Berge genießen. In Barcelona hatte es im Januar rund 16 Grad. Bei Sonnenschein ist dies für Deutsche ein Frühlingsgefühl.

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Hier beim Kloster waren die Temperaturen erheblich niedriger, doch bei wolkenfreiem Himmel kam kein Gedanke an Winter auf.

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In der herrlichen Kirche war diese kurze Pilgerschaft auch schon wieder beendet. Kurz vor Sonnenuntergang war auch der Abstieg wieder geschafft.

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Im Klosterladen konnte ich das Buch über den Camí de Sant Jaume erwerben. Ein Reiseführer über den Weg in katalanischer Sprache geschrieben. Im Oktober will ich von hier meinen Camino Catalán starten. Natürlich berichte ich wieder hier im Wanderblog.

Alexander Bürger


Partnachklamm – Fotoimpressionen

11. November 2016 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

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Weniger als ein Kilometer – aber wunderbar!!!

Eines der schönsten Naturdenkmälern Bayerns

Am Parkplatz am Olympia-Stadion geht es los. Rund ein Kilometer sind es zum Eingang in die Klamm.

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Bergspiritualität in Vollendung…

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Nach den Schluchten von Kreta folgten bei mir die Schluchten von Südbayern.

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Ein Besuch lohnt zu jeder Jahreszeit!!!!

Garmisch-Partenkirchen ist mit Auto und Zug gut erreichbar.


Als Pilger auf Kreta – Die Schluchten des Südwestens

10. November 2016 | Von in Europa, Jakobswege/Pilgerreisen

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Eine Wandertour von „wandern.de“, die ich als PILGER gehen wollte. Es gibt Wege und es gibt Kirchen. Braucht der PILGER mehr? Ist vielleicht jeder Wanderer ein Pilger oder umgekehrt? Diese Frage sollten mir die nächsten 8 Tage beantworten.

Vom Flughafen in Heraklion ging es mit dem Linienbus über Chania zum gebuchten Hotel in Paleochora. Auf dem langen Weg konnte man vom Busfenster die Schönheit der Nordkürste und die hohen Berge im Zentralland genießen. Am frühen Abend war ich in meinem Hotel. Übernachtungen und eventuelle Transfers waren bereits gebucht. Komfort-Pilgern mit Rucksacktransport- Wer meine Reisetagebücher aus Spanien kennt, dem ist bekannt, dass ich zunehmend Hotels den Herbergen vorziehe…

Jetzt standen 6 Wandertage auf dem Programm…

Tag 1 – Von Elafonissi nach Paleochora:

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Nach dem ausgiebigen Frühstück in Buffetform ging es mit dem Schiff nach Elafonissi. Hier sollte der Ausgangspunkt meiner Tour sein. Ich stieß gleich auf die ersten vier Wanderer aus England. Wie auf all meinen Pilgerschaften sieht man sich auf den Wegen immer mehr als einmal. Ich begegnete die Engländer auf meiner ganzen Tour immer wieder.

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Es war angenehm warm, 30 Grad. Über Steine und Bäume ging es los. Etwas anstrengend, aber diese Tour solle keine Pilgerschaft auf Teerstraßen werden. Bei mir kamen die ersten Erinnerungen an den Küstenweg in Spanien zurück ins Gedächtnis. Wohl eine meiner schönsten Touren.

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Immer wieder lud das Meer zu einer kleinen Pause ein. Herrliche menschenleere Strände, wie man sie wohl nur selten findet. Das Meer wirkt oft grün, an anderen Orten eher dunkelblau. Was für ein Farbenspiel… Auch im Gesicht bemerkte ich die erste Farbe. Der Wanderhut wurde somit zur täglichen Pflicht.

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Es folgte ein kleiner Aufstieg, eine Schluchtenwanderung eben. Für mich ein Traum, denn ich suche immer eine Mischung aus Laufen und Bergsteigen.

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Belohnt wird die Mühe durch einen herrlichen Blick über die Insel und das Meer. Es ging weiter auf und ab, bis schließlich ein kleiner spiritueller Teil der Reise folgen sollte.

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Zwei Kirchen lagen nun am Weg. Schön sind auch immer wieder die kleinen Hauskapellen. Die Wanderung endete in Krios am Strand. In der kleinen Taverne gönnte ich mir ein Bier. Hier wurde ich mit dem Taxi zurück nach Paleochora gebracht. Es wären noch rund 12 Kilometer auf der Teerstraße. Vielleicht nur etwas für echte Pilger!

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Die Kirche des Ortes Paleochora bildete einen wunderbaren Ausklang des Tages. Sie war geöffnet. In Georgien hatte ich letztmals diese schönen orthodoxen Gotteshäuser gesehen. Man muss den Innenraum auf sich wirken lassen. Wieder Farbenspiele.

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Am herrlichen Strand laden am Abend diverse Lokale mit typischer Küche zum Essen ein. Die schönen warmen Nächte des Südens wollte ich nochmal in vollen Zügen genießen. Kreta ist ein beliebtes Reiseziel für Deutsche. Alle Lokale hatten Speisekarten in deutscher und englischer Sprache.

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Tag 2 – Von Paleochora nach Sougia:

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Der zweite Tag begann mit mehreren Kilometern entlang des Strandes. Nein – Der Tag begann mit einem wunderbaren Frühstück im Hotel. Wurst und Käse und frischer Orangensaft – Ein Traum für jeden Pilger und Wanderer aus Bayern. Im Hotel waren Holländer und Briten. Fast alle in Wanderausrüstung.

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Die Schotterstraße auf den ersten 5 Kilometern ist für Wanderer und auch Radfahrer sehr angenehm. Hier traf ich auch den einzigen Radfahrer meiner ganzen Tour.

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Jetzt folgt die erste Pause im „Cantina Paradise“. Eine Bar mit wunderbarem Strand. Für mich war es zu früh für an ein Bad im Meer. Ich stärkte mich nur mit einer Cola light an der Bar.

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Jetzt ging es merklich immer auf und ab. Der Blick auf das Meer war so wunderbar, dass man unweigerlich ständig einen Halt für Fotos machen musste. Bereits beim ersten Stopp überholten mich wieder die vier Engländer.

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Es ging hinauf auf 261 Meter. Nur an wenigen Stellen war der Aufstieg anstrengend. Ich wurde allerdings von ein paar Supersportlern überholt. Aber ich wollte aus der Wanderung keinen Wettbewerb machen.

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Am höchsten Punkt angekommen, geht es einige Meter flach dahin. Es wehte ein angenehmer Wind. Die Wegemarkierungen sind alle gut sichtbar. Immer wieder weisen auch Steinpfeile den Weg. So etwas kennt man ja auch vom Camino in Spanien.

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Jetzt folgt der Abstieg fast auf Meereshöhen, auch immer wieder mit wunderbare Ausblicken. Hier muss man einfache verweilen. Die Zahl der Wanderer wurde immer größer. Ich lernte Österreicher, Belgier und den Rest Europas hier kennen.

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Letzter Halt für eine längere Pause bietet die Kirchenruine von Lisos. Hier wurde auch ein sehr schöner Rastplatz eingerichtet. Es war Zeit für die Mittagspause in Picknickform. Ich hatte auf den Wanderungen immer nur meinen kleinen Tagesrucksack zu tragen. Hierdurch war es kein Problem zwei Liter Wasser mitzutragen.

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Jetzt kam noch ein Aufstieg von rund 200 Höhenmetern. Es war sehr heiß und ich muss gestehen, dass ich durchaus etwas ins Schwitzen kam. Aber die griechische Fahne, die auf den Stein gemalt wurde, markierte den Ende des Aufstiegs.

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Oben angekommen, ist es für ein paar Meter wieder flach und ein wenig schattig. Ich gönnte mir aber nur eine kurze Pause.

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Es folgt der Abstieg und dann die herrliche Wanderung durch die kleine Schlucht. Ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten beiden Tage. Man geht auf einem kleinen Pfad und die Wände der Schlucht überragen einen. Ein einmalige Gefühl.

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Schließlich ist wieder der Strand zu sehen. Es folgen nur noch ein paar Meter steiler Abstieg. Auf dieser Tour empfehlen sich Trekkingschuhe. Jedoch gab es viele Wanderer die mit Turnschuhen und auch Strandschuhen unterwegs waren.

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Jetzt konnte ich am Strand ein Bad im Meer nehmen. Es sind noch wenige Meter bis zum Zentrum von Sougia. Als Pilgerziel – die kleine Kirche des Ortes – als weltliches Ziel die nächste Bar. Ich freute mich auch das griechische Abendessen. Nach der getanen „Arbeit“ konnte ich sehr gut schlafen. Die Nächte waren Ende September bereits angenehm kühl. Ich schlafe ungern mit Klimaanlage.

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Tag 3 – Von Sougia nach Omalos:

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Mit dem Taxi ging es nach dem Frühstück am frühen Morgen die rund 5 Kilometer zum Eingang der Irini-Schlucht. Hier ist auch eine kleine Bar, in der man sich Proviant oder Getränke für die Tour kaufen kann. Es waren wieder sehr viele Wanderer unterwegs. Gerade als Alleinreisender wird man hier sehr schnell Anschluss finden.

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Ein wunderschöne Wanderpfad bringt den „Pilger“ mit jedem Schritt ein paar Meter weiter und vor allem höher hinauf. Ab und zu sind auch die Hände nützlich.

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Es wurden immer mehr Menschen, die zu Fuß den Aufstieg bewältigen wollten. Ich lernt Wanderer aus Brasilien kennen. Die ganze Welt auf Kreta in der wunderbaren Schlucht.

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Zwischendurch immer wieder diese wunderbaren Bäume mit ihren Wurzeln. An einigen Stellen geht es steile Serpentinen hinauf.

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Für mich als Pilger waren natürlich die kleine spirituellen „Altäre“ ganz besonders wichtig. Auch Tiere gibt es zu sehen. Nach wenigen Metern ist das Ende der Irini-Schlucht erreicht.

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Zur Mittagspause war zirka die halbe Höhe des Aufstiegs erreicht. Eine kleine, sehr einfache Taverne bietet Proviant und Getränke an. Ich wollte die Pause etwas kurz halten. Auch die Brasilianer waren hier.

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Jetzt folgt der Aufstieg auf der alten Steinstraße. Diese Weg verbindet Agia Irini mit der Omalos-Ebene.

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Man kann garn nicht genug Fotos machen. Die Landschaft ist so wunderschön. Die alte Steinstraße ist für mich auch ein Highlight des Tages.

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Wenn man glaubt, man sie schon am Gipfel, kommt der nächste Berg. Die alten Weisheit in den Bergen. Auch hier ist es so. Es folgen noch viele wunderbare Kilometer bergan. Hier leistete mir der Tourenplan einen wichtigen Dienst. Eine Wegemarkierung war umgeworfen. Vermutlich hätte ich mich verlaufen. Dann folgte ein schwieriges Geröllfeld. Hier waren Stöcke und Trekkingschuhe nahezu Pflicht.

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Oben angekommen gelangt man auf die Straße, die zum Übernachtungsort Omalos führt. Vorbei geht es an einer kleine Friedhofskapelle. Dann folgen ein paar Meter Abstieg.

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Eine Hochebene wie aus dem Bilderbuch. Der höchste Punkt liegt bei 1132 m. Die Ebene immerhin noch auf über 1000 m gelegen!

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Das Hotel für die Übernachtung ist gleich neben der alten Kirche gelegen. Die vor der Reise zugesendeten Wanderkarten und Wegebeschreibungen von „wandern.de“ verhindern ein langes Suchen oder gar Verlaufen….

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Am Abend gab es Wunschmenü. Die Pilger aus England waren auch im Hotel. In der Nacht benötigte ich eine Decke aus dem Schrank. Durch die Höhenlage war es bereits im September kalt.

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Tag 4 – Von Omalos nach Agia Roumeli:

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Wird dieser Tag der Höhepunkt werden? – JA!!! Zuerst wurde ich per Kleinbus nach Xyloskala gebracht. Hier ist der „Einstieg“ (auf über 1000 Meter) zum Abstieg in der Schlucht. Auch hier ist ein kleiner Supermarkt, wo Speisen und Getränke gekauft werden können. Am Parkplatz kamen auch mehr und mehr Busse mit Tagesausflüglern.

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Bereits auf den ersten Kilometern erfolgt ein sehr steiler Abstieg durch die berühmte Samaria-Schlucht. Danach wird es „leichter“. Ich bin nicht der große Freund von Abstiegen. Aber bei diesen wunderbaren Ausblicken blieb keine Zeit zum „Jammern“.

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Viele Wanderer und Touristen gehen durch diese Schlucht. Vermutlich haben die meisten jedoch den Aufstieg mit dem Bus bewältigt. Auch hier stieß man auf „Wanderer“ in Badekleidung!

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Nach rund 4 Kilometern kommt man an der Kapelle Agios vorbei. Eine kleines Innehalten bevor die wunderbare Landschaft weiter durchwandert wird. Hier ist auch ein Rastplatz. Für mich war es noch nicht Zeit für eine Pause. Das Frühstück war mehr als ausreichend.

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Im Innenraum der Kirche kann man die Ikonen bewundern. Und wieder die ganze Welt auf Kreta. Alle wollen das „Highlight“ Kretas durchwandern.

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Es geht nun gemächlicher bergab. Auf der Hälfte der Schluchstrecke, bei KM 7, bietet sich die Mittagspause an. Das Essen hierfür muss man allerdings am Schlucheingang kaufen!

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Über eine kleine Bücke gelangt man zum verlassenen Dorf Samaria. Hier saßen nun die ganzen „Wanderer“ mit ihren mitgebrachten Speisen.

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Jetzt folgt wohl der schönste Teil der Wanderung! Herrlich blauer Himmel gab es diesen Tag gratis obendrein. Leider verhinderte oft die Sonne noch schönerer Aufnahmen.

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Die Schlucht wird immer enger und imposanter. Senkrechte Wände auf der rechten und linken Seite. Mittendurch der Wanderweg. Was für ein Gefühl.

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An einigen Stellen ist die Schlucht gar nur wenige Meter breit. Zur Sicherheit der Touristen werden die Wege durch Mitarbeiter mit Esels bewacht. Für die Touristen sind die Grautiere eine weitere Attraktion.

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Es folgt nochmals ein Rastplatz. Hier waren wieder hunderte von Menschen zu sehne. Man tauschte sich über die vielen positiven Eindruck aus. Natürlich wurden auch die besten Bilder auf den Smartphones präsentiert.

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Schließlich ist der Ausgang (bei KM 14) der Schlucht erreicht. Die vielen Eindrücke muss man erst noch verarbeiten. Kaum funktioniert das Handynetz wieder, werden die Bilder in die ganze Welt verschickt. Auch ich konnte heute nicht anders.

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Gleich beim Ausgang sind drei Lokale, die zum Essen einladen. Ich gönnte mir zuerst einen frischgepressten Orangensaft, der in bayerischen Weißbiergläsern ausgeschenkt wurde.

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Im verlassenen alten Dorf Agia Roumeli ist das kleine Kirchlein renoviert worden. Nach ein paar weiteren Kilometern wird das neue Agia Roumeli erreicht. Hier war auch mein Hotel vorgebucht. Ich hatte einen wunderschönen Blick vom Hotelbalkon und ein sehr großes Zimmer. Am Strand beim Hotel trafen ich nach und nach die Wanderer, die ich tagsüber in der Schlucht kennenlernte. Nach einen Bad im Meer gab es noch griechische Spezialitäten vom Grill. Leben wie Gott in Frankreich? Nein – Leben wie die Götter in Griechenland!

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Tag 5 – Agia Roumeli – Loutro Bay:

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Nach einem griechischen Frühstück „pilgerte“ ich los. Ein Tag mit vielen Auf und Abs. Immer wieder dieser schöne Blick auf das Meer und die Steilküste. Nur hier fallen derart steile Berge direkt ins Meer.

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Ein wenig Klettern und dann wieder weiter am Strand. Erinnerungen an den Camino de la Costa in Spanien werden wieder wach.

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Eine kleine Taverne wird erreicht. Hier machte ich ein ausgiebiges zweites Frühstück. Die Höhlen hier sind auch Aussteigerparadies. In der Taverne saßen wohl die letzten übrigen Hippies. Cat Stevens war nicht dabei! Gleich neben der Taverne liegt die Pavlos-Kirche. Schaden, dass ich immer gegen die Sonne fotografieren musste.

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Es geht wieder bergauf. Auf dem Sand oft anstrengend. Auch auf dieser Wanderschaft leisteten mir meine Trekkingstöcke guten Dienst.

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Auch hier ist man selten alleine. Hier waren auch wieder die vier Engländer. Bei einer kleinen Pause setzten wir unsere Unterhaltung vom Vortag fort.

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Über Stock und über Stein

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wird schließlich Marmara Bay erreicht. Es wehte ein kräftiger Wind vom Meer und es zogen erstmals auf dieser Reise Wolken am Himmel auf.

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Das Meer lud mich jetzt zum Baden ein. Durch die wenigen Hotels sind die kleinen Buchten nicht mit Badenden überlaufen. Hier badet man mit oder ohne Badekleidung. Jeder wie er will.

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Bei mir stand noch das Mittagsessen in einem Lokal über dem Meer auf dem Tagesprogramm. Ein Fan der griechischen Küche bin sowieso.

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Es wird nochmals etwas anstrengend. Der Blick fällt auf Likos und Finika Bay. Beide Orte bestehen eigentlich nur aus ein paar Hotels und Lokalen.

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Jetzt noch über den letzten Hügel…

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Und die Ankunft in Loutro Bay mit meinem Hotel war erreicht. Der Ort mit den weißen Häusern liegt waaaaaahnsinnig romantisch in der Bucht. Er ist nahezu autofrei. Auf der Uferpromenade wird man von gegrillten Köstlichkeiten förmlich erschlagen. Lokal an Lokal – und alle bieten ihre Spezialitäten an. Hier durfte ich zwei Nächte verbringen.

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Tag 6 – Rundwanderung:

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Mein letzter Tag sollte ein Tag mit wenig „Wandern“ werden. Ich ging zum Frühstück und dann zum Mittagessen. Dazwischen war ich mehrere Stunden am Strand. Ein langes Bad im Meer bei Wassertemperaturen von über 25 Grad am letzten Urlaubstag…

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Danach wollte zu Fuß noch um die Bucht bei Loutro Bay wandern. Es ging ein herrlicher, warmer Wind.

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Hier sieht man die Reste der alten Kapelle. Gleich daneben der Neubau. Vor der Kirche saßen wieder die Engländer. Inzwischen waren alle Pro und Contra des Brexit diskutiert. Leider ohne Ergebnis.

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Für mich war es auch das Ende dieser Wanderreise, die ich als Pilger unternahm. Der Unterschied zwischen Wandern und Pilger ist so gering, wie ich mir gedacht haben. Es gibt überall Kirchen und Wege Auch wenn es keinen Nachweis über Pilgerschaften auf dieser Strecke gibt, geeignet ist sie dafür.

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Eines der schönen Zimmer auf meiner Reise. Keine Herbergen – nein Hotels!!!

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Am nächsten Tag ging es mit Schiff, Bus und Flieger zurück nach Deutschland. Für mich war es eine Komfort-Wanderreise. Aber ich werde sicherlich wieder eine derartige Reise unternehmen. Alles klappte wunderbar… 

Kein Stress mit Übernachtungssuche und schwerem Gepäck – Mehr Zeit für die Seele!!!!

 


Der Bruder-Konrad-Weg von Pfarrkirchen zum Geburtshaus

9. November 2016 | Von in Jakobswege/Pilgerreisen

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Eine Pilgerschaft mit besonderem Ziel: Das Geburtshaus des Hl. Bruder Konrad in Parzham. Der Weg ist noch nicht markiert, aber auf der Karte Jakobsweg Böhmen – Bayern – Tirol ist er bereits eingezeichnet. Eine gute Beschreibung liefert auch das Heft: „Rott- und Inntaler Wallfahrtswege“. Der Weg hat eine Nordroute, eine Zentralroute und eine Südroute. Alle verbinden das Geburtshaus in Parzham mit dem Marienwallfahrtsort Altötting. Bei mir sollte es nur eine Tagestour werden.

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Ausgangpunkt war für mich die Kreisstadt Pfarrkirchen mit der Wallfahrtskirche Gartlberg. Hier folgt man den der Jakobwegmarkierung in Richtung Krumau, also gegen den Pfeil!

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Auf der Römerstraße (diese hat ihren Namen zurecht) pilgert man durch den Wald erreicht man Brombach. Hier trennen sich Jakobsweg und Bruder-Konrad-Weg. Eine Schild mit der Aufschrift „Wanderweg Hirschbach“ bringt uns in den kleinen Ort. In Hirschbach sollte man die Pfarrkirche St. Martin besichtigen.

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Von Hirschbach nimmt man die Wegemarkierung nach Obertattenbach. Von hier ging ich weiter nach Kirchberg und dann zur kleinen Hubertuskapelle (Diese liegt eigentlich nicht auf dem Weg). Wer die Zeit hat, sollte den kleinen Umweg machen…

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Durch Wald und Wiesen wandert man weiter nach Bad Birnbach. Der Kurort eignet sich vorzüglich für die Mittagspause. Viele Cafés und Gaststätten bieten Einkehrmöglichkeiten. Sehenswert ist die Filialkirche St. Johannes der Täufer im historischen Zentrum.

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Ein weiterer Wanderweg führt uns nun zu den Wallfahrtskirchen Lugens und St. Wolfgang und schließlich nach Weng, wo früher auch eine Wallfahrtskirche stand. Hier stoßen wir auch auf die Via Nova. Dieser folgen wir bis nach Parzham zum Vierseithof, wo der Hl. Konrad 1818 als elftes von zwölf Kindern geboren wurde.

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Das Geburtshaus des Hl. Bruder Konrad und die Nebengebäude sind heute eine Museum. Hier sollte man Zeit einplanen. Ein wunderbares Ende einer Tagestour.

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Die Rückfahrt nach Pfarrkirchen ist vom Bahnhof in Bayerbach möglich.

(Anmerkung: Teilweise meine Archivbilder, die nicht auf dieser Wanderung entstanden)

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