Das Wandern ist ein Hobby, das immer mehr Menschen für sich entdecken. Ob als Ausdauertraining, um die Natur zu erkunden oder einfach nur dem Großstadtdschungel zu entfliehen: Es gibt verschiedenste Gründe für die Lust am Wandern. Nun können sich Wanderer auf ihren Routen filmen (lassen), sei es, um ihren Freunden und Bekannten ihr persönliches Abenteuer später zu zeigen oder um spektakuläre Wanderpfade zu präsentieren. In jedem Fall braucht man dafür einen intelligenten Helfer, der die Aufnahmen erstellt – und da kommen moderne Drohnen mit Kamera gerade recht.

Die Deutschen sind ein Volk der Wanderer, wenn man Umfragen traut. Fast jeder Zweite gibt an, häufig oder dann und wann zu wandern. Ob individuell oder geführt – das Wandern ist in vielen Ländern möglich, nicht nur in Deutschland, sondern auch Lettland, Portugal und vielen weiteren Staaten unserer Erde. Doch für einige Wanderer zählt nicht nur das Erlebnis selbst. Sie wollen sich dabei auch filmen und ihre Wanderung mit anderen Menschen teilen. Doch dafür benötigen sie die passende Ausrüstung.

Drohnen als Begleiter für Wanderungen

Drohnen erleben derzeit einen regelrechten Boom. Einem Artikel auf hessenschau.de zufolge sind es allein in Deutschland 400.000 Geräte, in diesem Jahr sollen 200.000 weitere hinzukommen. Die Flugobjekte werden im Regelfall von einer Person gesteuert, sei es mit einer speziellen Fernbedienung oder mit einem Smartphone. Es gibt aber auch intelligente Varianten wie die Yuneec Breeze Drohne die Wanderer mit einer sogenannten Follow-Me-Funktion automatisch verfolgen und aufnehmen können. Diese Funktion ist natürlich praktisch fürs Wandern, schließlich möchte man sich auf die eigenen Schritte und die schöne Landschaft konzentrieren und dabei gefilmt werden, ohne dass ein Dritter die Steuerung übernehmen muss.

Follow-me-Aufnahme von Wanderer

Die Ausstattung und Funktionen einer Drohne

Neben der Follow-Me-Funktion, die für Wanderungen sinnvoll ist, sollte beim Kauf eines solchen Flugobjekts auf weitere Eigenschaften geachtet werden. Inzwischen gibt es Geräte, die in Ultra HD (4K) filmen, was durchaus seine Vorteile hat. Aufnahmen werden durch die hohe Auflösung besonders detailreich und werden auch in mittelfristiger Zukunft noch dem technischen Standard entsprechen. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Ausstattung einer Drohne ist das Thema Sicherheit. Gerade Neulinge, die noch nie eine Drohne gesteuert haben, sollten ein Gerät mit umfassenden Sicherheitsfunktionen wählen:

  • mit GPS und IPS halten moderne Drohnen ihre Position, wenn man den Steuerknüppel nicht betätigt
  • bei einer niedrigen Akkuladung erfolgt nach mehrfacher Warnung die automatische Landung
  • einige Geräte führen vor dem Start einen Schnellcheck aus, der die Funktionen der Drohne prüft

Solche Funktionen sorgen nicht nur für Sicherheit bei der Bedienung, sondern auch einen höheren Komfort und bessere Video-Aufnahmen.

Aufnahme von Wanderer

Live-Streaming der Wanderung

Besonders interessant sind Drohnen, die eine Live-Streaming-Funktion haben. In Kombination mit dem Folgemodus filmen sie den Wanderer live. Mithilfe eines Tablet-Computers oder Smartphones können die Momente dann auf YouTube, Facebook oder einem anderen Netzwerk ausgestrahlt werden, das das Protokoll RTMP unterstützt. Natürlich muss man berücksichtigen, dass die Akkulaufzeit einer Drohne nicht ausreicht, um eine lange Wanderung in voller Länge live zu übertragen. Die Akkus aktueller High-End-Drohnen halten meist weniger als eine Stunde. Wer sich also lange live filmen möchte, sollte mehrere Akkus mitnehmen und sie bei Bedarf wechseln.

Die Drohne zum Wanderort transportieren

Auch beim Transport einer Drohne gibt es Aspekte, die schon beim Kauf berücksichtigt werden sollten. Einerseits beeinflusst das Gewicht des Geräts den Transport, andererseits spielt auch die Anzahl der Akkus eine große Rolle. Für die Drohne sollte zuallererst eine geeignete Transporttasche erworben werden, in der das Flugobjekt, Zubehör und evtl. Ersatz-Akkus Platz finden. Und: Die Tasche sollte möglichst keine Probleme beim Check-in am Flughafen bereiten. Die Spezifikationen für Handgepäck und aufgegebene Koffer sollte man also schon beim Kauf im Hinterkopf behalten.

Bei den Akkus sollte man sich an der Richtlinie der International Air Transport Association orientieren:

  • beliebig viele Akkus unter 100 Wh
  • maximal zwei Ersatz-Akkus mit 100–160 Wh
  • Akkus über 160 Wh nur als Gefahrengutfracht

Vorsichtshalber sollte man bei der Fluggesellschaft anfragen, welche Regeln es zum Transport von Lithium-Polymer-Akkus gibt. Viele Airlines erlauben nämlich den Transport von Akkus über 160 Wattstunden gar nicht.

Flugbestimmungen des Ziellandes beachten

Sobald die Ausstattung und der Transport der Drohne geklärt ist, müssen sich Wanderer nur noch über die Flugbestimmungen informieren. Diese sind von Land zu Land verschieden, sodass eine ausführliche Recherche vorab ein Muss ist. Die gute Nachricht lautet: Da man während seiner Wanderung höchstwahrscheinlich weit weg von jeglicher Art von Zivilisation ist, gibt es kaum Möglichkeiten, die Rechte Dritter zu verletzen oder sich in der Nähe einer Flugverbotszone zu bewegen. Wenn man jedoch auf einem beliebten Wanderpfad unterwegs ist, muss auf andere Wanderer Rücksicht genommen werden und sie dürfen in keiner Weise behindern werden.

Bei kommerziellen Projekten wie Werbefilmen oder professionellen Dokumentationen ist besondere Aufmerksamkeit nötig. In vielen Ländern müssen dann spezielle Anträge gestellt werden, bevor man Aufnahmen anfertigen kann. Hobby-Wanderer, die lediglich sich selbst filmen und das Ergebnis nicht öffentlich machen wollen, haben es meist sehr viel einfacher und können einfach die Drohne steigen lassen und losfilmen.