Wanderer am Brocken

Als natürliche Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt präsentiert sich die facettenreiche Gebirgslandschaft des Harzes als wunderschönes Wandergebiet. Zahlreiche Wanderwege schlängeln sich durch den Harz und führen Fußgänger in sehenswerte Ortschaften, zu kulturellen Highlights und auf aussichtsreiche Gipfel wie den Brocken. Idyllisch gelegene Stauseen, tiefliegende Täler, der Nationalpark Harz, das Oberharzer Wasserregal und die Lutherstadt Eisleben zeugen von der Vielfalt, die Wanderer auf dem Harzer-Hexen-Stieg erwartet.

Vielseitige Wandererlebnisse auf dem Harzer-Hexen-Stieg

Auf 97 abwechslungsreichen Wanderkilometern führt der Harzer-Hexen-Stieg Aktivurlauber von West nach Ost, oder auch umgekehrt, durch den Harz. Die Route beginnt in Osterode und endet in Thale. In der Regel erwandert man den Harzer-Hexen-Stieg in fünf Tagesetappen, wobei dies natürlich nur als Orientierungshilfe verstanden werden sollte, denn die tägliche Streckenlänge kann individuell angepasst und auch der örtliche Einstieg frei gewählt werden.

Landschaftlicher Höhepunkt des Harzer-Hexen-Stiegs und höchster Berg im Harz ist der Brocken. 1.141 Meter ragt er in Schierke, einem Ortsteil der Gemeinde Wernigerode in Sachsen-Anhalt, in die Höhe und erfreut sich bei Ausflüglern stets großer Beliebtheit. Er liegt im Nationalpark Harz und hält, je nach Wetterlage, Ausblicke bis zum Rothaargebirge bereit. Rund um den Brocken erschließt sich dem Fußgänger eine große landschaftliche Vielfalt. So kann man durch das Torfhäuser Hügelland wandern und sollte auch dem Kurort Schierke ausreichend Aufmerksamkeit schenken. Hier lädt zum Beispiel der hübsch gestaltete Kurpark zu einem Spaziergang ein. Neben dem Brocken zählen die Schierker Bergkirche, das Rathaus und die Feuersteinklippen zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Beim Wandern durch den Harz, den Mythen aus einer großen Sagenwelt zu einem faszinierenden Wandergebiet werden lassen, kann man vielleicht von weither den einen oder anderen Ruf einer Hexe hören, die Interessierte auf ihren Lieblingsplatz locken möchte. All diejenigen, die diesem Ruf folgen wollen, sollten sich in Thale in die Bodetal-Seilbahn setzen und zum sagenumwobenen Hexentanzplatz fahren lassen. Nicht nur in der Walpurgisnacht gibt es hier vieles zu entdecken. Auf dem Hexentanzplatz befindet sich neben dem Bergtheater Thale auch ein Museum, das in der Walpurgishalle über die Sagenwelt des Harzes informiert. Vom Hexentanzplatz aus genießt man einen herrlichen Ausblick, der ebenfalls den 403 Meter hohen Granitfels der Roßtrappe umfasst.

Wandern ohne Gepäck auf dem Harzer-Hexen-Stieg

Beim einer Wanderung auf dem Harzer-Hexen-Stieg geht es stets durch abwechslungsreiche Natur, nichtsdestotrotz halten auch die Städte und kleineren Ortschaften auf der Wegstrecke interessante Highlights bereit. Neben Osterode am Harz und Thale laden auch Buntenbrock, Altenau, Drei Annen Hohne, Sankt Andreasberg und Braunlage zu einer ausgedehnten Besichtigungstour ein. Um sich voll und ganz den landschaftlichen und kulturellen Highlights widmen zu können, sollte das Wandern ohne Gepäck auf dem Harzer-Hexen-Stieg eine Selbstverständlichkeit sein.

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Von aotearoa von Fotolia