– Der Hanna-Jakobsweg * –

Tag 1:
Ausgangspunkt unserer Pilgerschaft war die Festung Rosenberg in Kronach. Die fränkische Stadt hat heute zirka 17.000 Einwohner. Kronach ist die Geburtsstadt von Lucas Cranach. Von der Festung hatten wir den ersten Blick auf unseren heutigen Weg.

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Der Weg führt vorbei an der Ehrensäule auf dem Melchior-Otto-Platz und läuft dann durch das Bamberger Tor. Von der Oberen Stadt geht man in die Untere Stadt. Fachwerkhäuser und Sandstein prägen das Stadtbild.

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Es geht entlang der Kronach, die im Stadtgebiet in die Haßlach mündet. Diese fließt kurz darauf in die Rodach. An ihren Ufern erreicht man das Zentrum von Neuses. Für eine Pause war es noch zu früh…

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Von hier geht es weiter zum Markt Küps mit seiner evangelischen St.-Jakobi-Kirche. Vom Ortsteil Oberlangenstadt führt der Weg sehr romantisch nach Redwitz. Hier war es Zeit für die Mittagspause.

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Über einen Wiesenweg gelangt der Pilger zur Schneidmühle (heute noch in Betrieb). Entlang eines Höhenrückens wird Marktzeuln erreicht. Nach der Kirchenbesichtigung wählten wir die alternative Route nach Schwürbitz. An der Kirche hat man einen herrlichen Blick auf die Mainlandschaft. Jetzt ging es bergab zu einem Naturlehrpfad. Vorbei am Rudufersee und entlang des Mains gelangte ich nach Michelau.

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Nun war es noch rund eine Stunde bis Lichtenfels. Besonders sehenswert sind hier die Pfarrkirche, der Obere Turm und das Untere Tor. Die Stecke hatte eine Länge von rund 30 Kilometern. In einem alten Lokal in der Innenstadt liesen wir den Tag ausklingen.

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Tag 2:
Zuerst gingen wir zur Jakobskapelle auf dem Kapellenberg in Lichtenfels. Ein kleiner spiritueller Morgenimpuls sollte uns für den zweiten Pilgertag einstimmen.  Danach wählten wir den alten Wallfahrerweg nach Vierzehnheiligen, dem Wahrzeichen Frankens. Der Gnadenalter mit den vierzehn Heiligen in der Basilika wird uns unvergessen bleiben.

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Hinter der Basilika geht es zunächst leicht bergan und schließlich auf einem schönen Wanderweg bis zum Fuß des Staffelbergs. Nun folgte der kurze Aufstieg. Wir besichtigten zuerst die Adelgundis-Wallfahrtskapelle mit dem Jakobus-Seitenaltar und ging dann nochmals leicht bergan zum höchsten Punkt beim Gipfelkreuz. Im Tal sieht man u. a. Bad Staffelstein und das Kloster Banz.

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Nach dem „Tageshöhepunkt“ folgte der Abstieg nach Loffeld und gleich wieder der Aufstieg zur St. Veitkapelle bei Dittersbrunn. Im Rückblick hat man immer wieder einen Panoramablick zum Staffelberg. Unter den Bäumen bei der St. Veitkapelle machten wir ein Mittags-Picknick.

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Auf einer unbefahrenen Teerstraße geht es bergab nach Prächting mit seiner Hainkirche Maria Immaculata. An ihrer Stelle war bereits zu vorchristlicher Zeit eine Opferstätte mit Grabhügel.

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Über Feldwege gingen wir nach Oberleiterbach.  Wir wählten dort den Weg nach Kirchschletten mit dem Kloster Maria Frieden. Das Kloster liegt etwas abseits vom Weg. Wir nahmen an der Vesper teil und wurden anschließend mit Produkten der eigenen Bio-Gärtnerei bewirtet. Die Äbtissin erzählte uns von der Entstehung des Klosters. (Zur Zeit wird eine neue Pilgerunterkunft im ehemaligen Schulhaus gebaut.) – Der spirituelle Ausklang des Tages. –  Tag ZWEI hatte eine „Länge“ von rund 25 Kilometern.

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Tag 3:
Von Kirchschletten ging es nach Zapfendorf und weiter nach Ebing zur Jakobuskirche. Vor der Kirchenmauer steht eine große Tafel mit Infos zum Weg! Es folgten schöne nichtbefahrene Wanderwege.

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Vorbei an der Wendelinskapelle erreichten wir die sehr sehenswerte Stadt Baunach. Wir besichtigten die Oswaldkirche und machte dort unsere Mittagspause. Im historischen Zentrum steht die Statue des Pilgers Überkam. Er war ein Baunacher Bürger, der im 15. Jahrhundert bereits Pilgerreisen nach Rom, Santiago de Compostela und Jerusalem unternahm.

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Der Jakobsweg führt zur Magdalenen-Kapelle. Als der Pilger Überkam beerdigt werden sollte, sollen an dieser Stelle die Pferde die Weiterfahrt zum Friedhof verweigert haben. Deshalb errichtete man diese Kapelle.  Auf einer unbefahrenen Straße gelangten wir weiter zum Samberg.

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Jetzt folgten schattige, ansteigende sieben Kilometer bis zu einer Kreuzigungsgruppe. Nach wenigen weiteren Metern, hatten wir den ersten Blick auf Bamberg, unserem Pilgerziel.

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In der Ortschaft Dörfleins ging es bergab (vorbei am Wettermarter) zum Main. Nach der Überquerung folgte noch Hallstadt mit der St.-Kilian-Kirche.

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Jetzt zog sich die Strecke rund eine Stunde bis zum Innenstadtbereich. Bamberg (Bambärch) hat rund 117.000 Einwohner und ist kreisfreie Stadt.  Über die Kettenbrücke führt der Jakobsweg ins Zentrum. Vorbei an der Martinskirche ging es zum Alten Rathaus. Hier lohnt der Blick nach rechts auf „Klein-Venedig“!

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Von hier gingen wir hinauf zum Dom, machten eine kurze Besichtigung und pilgerten die schmale Gasse (Obere Karolinenstraße) bei der Neuen Residenz zur Jakobskirche.

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Eine Informationstafel nannte uns die restlichen Kilometer bis Santiago de Compostela. Für uns war aber hier in Bamberg die Pilgerschaft beendet. Heute waren es etwas über 24 Kilometer!

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wird nächstes Jahr bis Nürnberg fortgesetzt……

* Anmerkung: Sowohl der Jakobsweg Tillyschanze – Nürnberg  www.wandern.de/specials/jakobsweg/fraenkischer-jakobsweg.html, als auch der Weg Kronach – Nürnberg werden als „Fränkischer Jakobsweg“ bezeichnet. Gern wird für unsere Variante der Beiname „Hanna-Jakobsweg“ verwendet. Das Ehepaar Hanna wird vielen Jakobspilgern bekannt sein…