Ausgangspunkt der Pilgerschaft war die Altstadt von Oettingen (1). Die Stadt wurde 1057 gegründet. Im 12. Jahrhundert wurde sie erweitert und zur Residenzstadt ausgebaut. Vor der Pfarrkirche St. Jakob weist ein in Bronze gegossener Jakobspilger den Weg aus der Stadt hinaus. Hinter Megesheim verläuft der Jakobsweg über schöne, teils bewaldete Wege nach Polsingen (2). Hier war es Zeit für eine Mittagspause.

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Unser Tagesziel war Wemding mit der Wallfahrtskirche Maria-Brünnlein (3). Der prachtvolle Rokokobau ist reich stuckiert und mit qualitätsvollen Fresken, Altären und Plastiken ausgestattet. Als Pilger empfiehlt sich natürlich ein Trunk aus dem Gnadenbrünnlein. Auch die Innenstadt vom Wemding (4) mit ihrer doppeltürmigen Stadtpfarrkirche wurde von uns noch besichtigt. Diesen Tag waren rund 20 Kilometer zu pilgern.

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Der zweite Tag der Wanderung sollte uns nach Harburg führen. Über Gosheim, was sich für eine Mittagspause anbot, führte uns der Jakobsweg auf Wand- und Wiesenwegen (5) ins malerische Harburg. Das Schloss (6) verfügt über einen geschlossenen Mauerring und repräsentative Einzelbauten. Da die Tagesetappe nur etwa 18 km betrug, war natürlich noch Zeit für eine Führung.

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Wer am nächsten Tag Harburg verlässt, geht über die prachtvolle Brücke (7, 8) aus dem 17. Jahrhundert über die Wörnitz. Mich erinnerte die Brücke an Hospital de Órbigo am Camino Francés mit seiner „Eselrücken-Brücke“. Wie die meisten Jakobspilger begann ich meine Pilgerschaften in Spanien. Hier lernte ich auf alle Schönheiten der Wege zu achten. Von diesen „Schönheiten“ gibt es auch in Deutschland mehr wie genug. Der Fußgänger findet sie am leichtesten…..

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Wir wählten die längere Variante um auf Waldwegen in den Markt Kaisheim (9) zu gelangen. Torturm und Klosterkirche lohnen einen Besuch. Der Kaisersaal in der ehemaligen Zisterzienserabtei wurde natürlich auch noch von uns besichtigt..Hinter Kaisheim führen schattige Waldwege (10) die Pilger bis kurz vor Donauwörth.

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Der Panoramablick auf Donauwörth (11) kündigte das Ende unserer Pilgerschaft an. Der Abstieg zu den alten Gassen des Zentrums (12) der erstmals 1030 urkundlich erwähnten Stadt beendete für uns hier die 3-Tages-Tour. Für Pilger ist natürlich noch das Liebfrauenmünster und das Kloster Heilig Kreuz ein Muss.

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Der Weg verläuft von Donauwörth weiter nach Augsburg, Lindau, ……….    und schließlich nach Santiago de Compostela. Leider fehlte uns die Zeit für die weiteren Etappen.