In diesem Beitrag möchte ich einen kleinen Rückblick auf meine Ägyptenreise vor einigen Jahren geben. Mein Urlaubsort war Hurghada am Roten Meer. Wie bei allen Besuchern des Landes standen auch bei mir die berühmten Pyramiden auf dem Besichtigungsprogramm.

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Bei der Buchung dieser Pyramiden-Tour kam die Reiseleiterin auf mich zu und machte mir ein besonderes Angebot: „Sie sehen aus, als würden sie sich für Klöster interessieren?“ Woher man mir wohl meine Leidenschaft für spirituelle Orte ansah? Sie habe noch eine Tour zu zum Antonius- und Pauluskloster im Programm, könne diese aber nur so unter der Hand anbieten. Es fanden sich schnell drei weitere Interessenten, so dass wir zu den Klöstern starten konnten. Polizeischutz, wie bei den Ausflügen nach Kairo und Luxor, gab es hierfür aber nicht.

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Nach einer längeren Fahrt, zuletzt auf staubigen Pisten, tauchte das erste Koster auf. Es ist das älteste und größte Kloster des Landes und benannt nach dem heiligen Antonius, dem Begründer des christlichen Mönchtums.

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Bis zu seinem Tod mit 105 Jahren lebte er in einer Höhle oberhalb des heutigen Klostergebäudes. Es führen Treppen zu dieser Höhle. Ein Aufstieg unter der Sonne Ägyptens kann sehr anstrengend sein. Für mich war es einfach eine Pilgerwanderung!

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Belohnt wird man mit dem Ausblick über das Rote Meer und die Sinai-Halbinsel. Diese Fotos sind von mir noch analog geknipst und die Qualität leidet etwas unter der Digitalisierung.

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Nach dem Abstieg besichtigten wir noch das Klostergelände, das von hohen Mauern umgeben ist. Die Antoniuskirche aus dem 6. Jh. ist die älteste Kirche des Landes. Ein koptischer Mönch, der uns durch das Gelände führte, verbot uns jedoch Innenaufnahmen.

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Jetzt ging es mit dem Auto zum Pauluskloster. Im Jahre 228 n. Chr. als Sohn wohlhabender Eltern geboren, zog es Paulus wie Antonius in die Einsamkeit. Hier lebte er bis zu seinem Tod mit 115 Jahre.

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Der Legende nach versorgte ein Rabe ihn zu Lebzeiten mit Brot. Im etwas schattigen Klostergarten konnten wir ein wenig verweilen. Das Kloster ist nach wie vor von koptischen Mönchen bewohnt.

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Nach dem Gang über die alte Ziehbrücke ging es auf einer Schotterpisten zurück zur Hauptverkehrsstraße 44, die uns wieder in unseren Urlaubsort brachte.

Ein sehr guter Geheimtipp der Reiseleiterin. Oftmals sind diese Klöster in den Reiseführern nur beiläufig oder gar nicht erwähnt.