Oftmals hat man nur Zeit für eine Tageswanderung. Hierfür sind in den letzten Jahren viele kleine Pilgerwege entstanden. Heute möchte ich den Benediktusweg von Berching nach Plankstetten vorstellen. Es ist ein Rundweg, wodurch man sich bei der Anreise mit dem Auto keine Sorgen um die Rückfahrt machen muss. Für den Tag (Ende Mai) „sagte“ das Handy schönes Wetter voraus.

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Vom Parkplatz geht man durch das Neumarkter Tor und erreicht die sog. Vorstadt. Hier fällt sofort der Blick auf die St.-Lorenz-Kirche.

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Über die Johannesbrücke gelangt man ins eigentliche Stadtzentrum. Hier kann man vor seiner Pilgerschaft die herrlichen alten Häuser bewundern.

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Ein Teil der historischen Stadtmauer ist begehbar. Man sollte sich diese Begehung aber bis nach der Pilgerschaft aufsparen. Mancher Pilger hat schon zu viel Energie vor der eigentlichen Tour „verschwendet“.

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Die Stadtpfarrkirche war leider verschlossen. Es steht wohl eine größere Renovierung an.

Man geht durch das Zentrum der Stadt und verlässt dieses durch den Oberen Turm.

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Ein paar Meter pilgert man entlang des Main-Donau-Kanals bis man diesen über eine neue Fußgängerbrücke quert.

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Gleich bei den letzten Häusern führt der Pilgerweg in den Wald. Am ganzen Weg wurden Meditationstafeln angebracht. Für den Weg zum Kloster Plankstetten wählte ich den oberen Weg durch den Wald.

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Nach rund 5 Kilometern (meist durch Wald) wird das Kloster erreicht. Das Kloster Plankstetten ist eine Abtei der Benediktiner und liegt in der Diözese Eichstätt.  Es wurde im Jahre 1129 gegründet.

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Sowohl in der Klostergaststätte als auch im Klosterladen kann man sich gut für den Rückweg stärken, bzw. versorgen. Ich war nicht der einzige Pilger, der diesen schönen Frühlingstag für eine Tour nutzte. Die Radfahrer waren aber in Überzahl.

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Für den Rückweg nahm ich den unteren Pfad am Waldrand. Das Krügerloch am Weg ist eine einzigartige Höhle im Doggersandstein. Sie wird gerne als Kraftort bezeichnet und entstand teils natürlich, teils von Menschenhand.

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Nach rund 2 Kilometern ist wieder der Ausgangsort Berching zu sehen. Ich wählte den längeren Weg über die Schleuse des neuen Kanals. Schiffe habe ich keine gesehen. Ich kann mich noch an die Bauzeit des Kanals vor rund 25 Jahren erinnern. Die Gegner nannten das Projekt: „Das dümmste Bauwerk seit dem Turmbau von Babel“.

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Nun geht es vorbei an der Maria-Hilf-Kirche. Sie wurde 1796 durch Maria Anna Margaretha Vögele von Berching aus eigenen Mitteln erbaut.

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Jetzt führt der Weg entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals und erreicht wieder die sog. Vorstadt mit der Lorezkirche. Dieser Kanal war natürlich auch „schifffrei“!

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Meine Wegvariante hatte eine Länge von ca. 14 Kilometern, die man in drei Stunden bewältigen kann. Es müssen ja nicht immer 1000 Kilometer am Stück sein…