unvergessliche_momente_1

Alpenüberquerung Salzburg – Triest:

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest ist eine neue Route über die Ostalpen.

Sie führt in 28 eindrucksvollen Etappen durch drei Nationalparks, vier Länder und sieben Gebirgsgruppen bis ans Mittelmeer.

Unberührte Natur und naturbelassene, wenig frequentierte Wege machen sie besonders reizvoll.

»Tagelang keine Straßen, Skilifte und Orte«

Hier ein Interview mit Christof Herman

  1. Christof, Du hast mit der Route Salzburg – Triest eine eigene Alpenüberquerung ausgearbeitet. Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

2012 habe ich den Traumpfad München – Venedig gemacht. Im darauffolgenden Sommer wollte ich ein zweites Mal über die Alpen wandern. Mich reizte eine Alpenüberquerung, die auch durch die Julischen Alpen führt. Da es die nicht gab, arbeitete ich eine eigene aus. Unterwegs kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach und nach wurde mir klar, dass diese Fernwanderung das Zeug dazu hat, viele Menschen zu begeistern. So war die Idee zu diesem Buch geboren.

 

  1. Der Traumpfad München – Venedig ist ein klangvoller Weitwanderweg, der auf den Wunschlisten der Alpenüberquerer weit oben steht. Kann sich die Route Salzburg – Triest daran messen?

Mit dem Traumpfad München – Venedig kann man die Alpenüberquerung Salzburg – Triest gut vergleichen. Sie sind sich von der Länge, von den Höhenmetern und von der Schwierigkeit sehr ähnlich. Landschaftlich sind beide Wege meiner Meinung nach grandios.

Auf der Route von Salzburg nach Triest wartet jede Etappe mit mehreren Highlights auf. 14 der 23 Etappen zwischen Salzburg und Tolmin am Ende der Alpen führen durch die Nationalparks Berchtesgaden in Deutschland, Hohe Tauern in Österreich und Triglav in Slowenien. Da ist für viel unberührte Natur gesorgt. Tagelang bekommt man keine Straßen, Skilifte und Orte zu Gesicht. Wer Zeit hat, sollte sich auch nicht die restlichen fünf Etappen in Italien bis ans Mittelmeer entgehen lassen. Man wandert zunächst auf alten Hirtenpfaden über bewaldete Hügel, dann durch ein bekanntes Weinbaugebiet und schließlich an der Steilküste bis nach Triest.

 

  1. Wie oft bist Du die Tour gegangen, dass daraus ein Wanderführer entstehen konnte?

Ich habe die komplette Tour drei Mal gemacht. Bei jedem Mal konnte ich die Route weiter verbessern, so dass ich nun rundum zufrieden bin.

 

  1. Welche Etappen sind die anspruchsvollsten?

Zu den anspruchsvollsten Abschnitten zählen die 13. und 14. Etappe (Hugo-Gerbers-Hütte – Feldnerhütte – Greifenburg) sowie die 19. und 20. Etappe (Rifugio Zacchi – Poštarski dom na Vršiču – Pogačnikov dom). Für diese Königsetappen habe ich einfachere Varianten ausgearbeitet für den Fall, dass sich jemand diese nicht zutraut oder das Wetter nicht mitspielt.

 

  1. Was sagst Du Einsteigern, die sich bisher noch nicht an so eine Tour gewagt haben?

Man sollte schon mal in den Alpen gewandert sein und Trittsicherheit und Schwindelfreiheit  mitbringen. Man sollte sich auch im Klaren sein, dass eine Alpenüberquerung kein Spaziergang ist. Die ständigen An-und Abstiege, die anspruchsvollen Wege sowie Wind und Wetter sind ein echter Test für Mensch und Material.

 

  1. Hast Du konkrete Tipps, wie es mit der Alpenüberquerung klappt?

Diese Basics sind vielen sicher bekannt. Ich kann jedem Transalp-Anwärter aber nur wärmstens an Herz legen, sie zu berücksichtigen:

  • Vorab mehrere Tagestouren oder auch eine Mehrtagestour mit vollem Gepäck und Bergschuhen machen. Das geht auch im nächsten Mittelgebirge.
  • Möglichst wenig mitnehmen. Ich komme auf meinen Alpenüberquerungen locker mit einem 32-Liter-Rucksack aus.
  • Mit Wanderstöcken laufen. Sind die Knie erst mal ruiniert, geht gar nichts mehr.
  • Sich auf den ersten Etappen nicht übernehmen, also lieber die eine oder andere Zwischenübernachtung einlegen. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die Strapazen. Dann kann man das Feld von hinten aufrollen.
  • Sich bloß nicht unter Druck setzen. Die Welt wird wahrscheinlich nicht untergehen, wenn man mal ein Stück mit dem Bus oder der Bergbahn fährt oder die Tour auf zwei Jahre aufteilt.
  1. Du hast Dir ja außerdem etwas einfallen lassen für all diejenigen, die niemanden als Begleitung haben, die sich aber dennoch über Gesellschaft freuen würden.

Richtig. An jedem Tag zwischen Anfang Juli und Anfang September treffen sich Salzburg-Triest-Wanderer um 10 Uhr im Salzburger Kurpark, um ganz unverbindlich gemeinsam zu starten. Es ist auch gut möglich, dass man unterwegs Alpenüberquerer einholt oder selbst eingeholt wird. Das Erkennungszeichen ist dann ein rotes Schleifchen, das am Rucksack angebracht wird. Rot ist die gemeinsame Farbe der Flaggen von Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Beim Wandern oder abends auf der Hütte oder im Talort auf bekannte Gesichter zu treffen, trägt zur Besonderheit einer Fernwanderung bei.

 

  1. Du bist die Strecke inzwischen also drei Mal gelaufen. Was ist Deine persönlichen Highlights, was begeistert Dich immer wieder?

Darüber könnte ich stundenlang reden oder schreiben. Spontan kommt mir folgendes in den Sinn: Die ersten Meter ab dem Kurpark in Salzburg; die Steinböcke im Hagengebirge; die urige Wasseralm; das grüne Rauriser Tal, das immer einsamer wird, je weiter man emporsteigt; der Blick auf die gletscherbedeckten 3000er der Hohen Tauern im Anstieg zur Fraganter Scharte; die Hütten und der Höhenweg in der Kreuzeckgruppe; die Julischen Alpen, in denen man fünf Tage lang nur Natur pur zu Gesicht bekommt; auf dem letzten Alpenpass das Mittelmeer am Horizont schimmern sehen; Elisabettas Gastfreundschaft im B&B La Rosa dei Venti in Tribil di Sopra; die Nacht im Kapuzinerkloster Castelmonte verbringen; die Piazza dell’Unità d’Italia, die abends illuminiert wird, als würde Triest die erfolgreichen Alpenüberquerer feiern wollen …

Mehr von und über Christof Herrman auf www.einfachbewusst.de

Alpenüberquerung Salzburg-Triest

Wir von wandern.de sind ständig am Ausbau unserer Touren, diese Alpenüberquerung ist aktuell bei uns noch nicht verfügbar.

Alpenüberquerung E5  – buchbar unter Der E5

Alpenüberquerung E5 spezial – für Frauen! – buchbar unter E5 für Frauen

Alpenüberquerung mit Gepäcktransport … auf den Spuren von Ötzi – buchbar unter Alpenüberquerung Ötzi

Alpenüberquerung E5 mit Gepäcktransport – buchbar unter Der E5 ohne Gepäck

Alpenüberquerung E5 für Familien – zu Fuß über die Alpen – buchbar unter Der E5 für Familien

Hier noch ein paar Bildimpressionen

Hochthron

Hochthron

Königseer Arche

Königseer Arche

Königsee Malerwinkel

Königsee Malerwinkel

Wasseralm

Wasseralm

Steinernes Meer

Steinernes Meer

Ingolstädter Haus

Ingolstädter Haus

 

Blick zurück aufs Steinerne Meer

Steinerne Meer

Grashügel der Salzburger Schieferalpen

Salzburger Schieferalpen

Statzerhaus Rundumblick am Abend

Statzerhaus

Kreuzeckhöhenweg

Kreuzeckhöhenweg

Badesee der Feldnerhütte

Badesee der Feldnerhütte

Herzog Ernst Spitze (2933 m)

Herzog Ernst Spitze 2933m